Ratsfraktion Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de Die Ratsfraktion Osnabrück von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt sich vor. http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/massnahmenprogramm_vorgelegt_osnabrueck_soll_klimafitter_werden_gruene_wollen_mehr_baeume_gruenflaechen_und_regenwasserspeicher/ Maßnahmenprogramm vorgelegt: Osnabrück soll klimafitter werden - GRÜNE wollen mehr Bäume, Grünflächen und Regenwasserspeicher http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/massnahmenprogramm_vorgelegt_osnabrueck_soll_klimafitter_werden_gruene_wollen_mehr_baeume_gruenflaechen_und_regenwasserspeicher/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/massnahmenprogramm_vorgelegt_osnabrueck_soll_klimafitter_werden_gruene_wollen_mehr_baeume_gruenflaechen_und_regenwasserspeicher/ Vor dem Hintergrund der Klimakrise wollen die GRÜNEN mit 15 Maßnahmen das Osnabrücker Stadtklima... Vor dem Hintergrund der Klimakrise wollen die GRÜNEN mit 15 Maßnahmen das Osnabrücker Stadtklima verbessern. „Dieser Sommer hat uns neue Hitzerekorde und außergewöhnliche Dürre beschert. Die Klimakrise hat Osnabrück erreicht. Deswegen müssen wir schneller und entschlossener handeln, um Osnabrück klimafit zu machen und um die Lebensqualität zu erhalten. Dazu muss die Stadt deutlich grüner werden und sein Wassermanagement verbessern“, fordern der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und der umweltpolitische Sprecher, Sebastian Bracke.

Städte seien aufgrund der Verdichtung und der starken Versiegelung besonders anfällig für Hitze. So ist nach Angaben der Verwaltung die Innenstadt in heißen Sommernächten bis zu sieben Grad wärmer als das Umland. „Das ist für Alte, Kinder und Vorerkrankte eine harte Gesundheitsbelastung. Die anhaltende Dürre schadet zudem den Bäumen, die wiederum wichtig für Luftqualität und Stadtklima sind. Das schaukelt sich auf längere Sicht hoch, wenn wir nicht gegensteuern“, sorgt sich Bracke. Dazu kämen große Schäden als Folge der Zunahme von Starkregen und Hagelstürmen.

Drei Schwerpunkte sieht das GRÜNEN-Maßnahmenprogramm vor. So sollen mehr Bäume gepflanzt und zugleich die Verluste der letzten beiden Jahre ausgeglichen werden. Um die Bewässerung des kostbaren Stadtgrüns zu sichern, soll die Stadt Regenwasserspeicherung fördern. „Gegen die Trockenheit hilft nur Bewässerung. Das geht mit Rücksicht auf die sinkenden Grundwasserpegel aber nur, wenn wir mehr Reserven schaffen. Auch eine Baumschutzsatzung ist sinnvoll. Angesichts der schwierigen Mehrheitsverhältnisse sollten wir diese Debatte aber gesondert führen“, so Bajus.

Zum zweiten will die Ratsfraktion mehr begrünte Flächen. Neben der Ausweitung des bereits erfolgreich laufenden Dachbegrünungsprogramms, wollen sie über Gebührennachlässe Anreize schaffen, Flachdächer zu bepflanzen. Auch alle städtischen Gebäude sollen schrittweise mit Fassaden- und Dachgrün ausgestattet werden. Zudem soll das städtische Entsiegelungsprogramm aufgestockt werden, um zum Beispiel mehr Schulhöfe und Plätze von Beton zu befreien. „Jeder entsiegelte Quadratmeter verbessert das Stadtklima. Wir müssen daher auch die Planungen für städtische Plätze überprüfen. Weitgehend schattenlose Betonwüsten wie am Rosenplatz sind nicht zukunftsfähig. So etwas darf, etwa am Neumarkt, nicht wieder passieren“, erläutert Bracke.

Angesichts des Baubooms in der Stadt regen die GRÜNEN zudem ein Musterbaugebiet an, dass 100-%-klimaneutral und vollständig klimaangepasst ist. „Das soll als Multiplikator für hiesige Bauherren und Bauunternehmen wirken und zeigen was heute schon geht“, so Bajus. Schließlich wollen die GRÜNEN auch die umstrittenen Steingärten in neuen Bebauungsplänen ausschließen. Das sähe die Landesbauordnung sowieso vor. Sei aber bislang unbeachtet geblieben.

Als dritten Schwerpunkt fordern die GRÜNEN einen deutlich besseren Schutz vor Starkregen. „Auf extreme Niederschläge sind wir schlecht vorbereitet. Obwohl wir 2010 im August eine Regenmenge von 128 l/qm hatten - in nur 24 Stunden. In Münster gab im Juli 2014 sogar bis zu 300 l/qm in nur 7 Stunden und in der Folge Millionenschäden. So ein Ereignis kann sich jederzeit wiederholen“, befürchtet Bracke. Die GRÜNEN schlagen daher vor, eine Starkregenstrategie zu erarbeiten. Darin würden gefährdete Bereiche benannt und Maßnahmen zum Schutz definiert. Dafür bräuchte es mehr Versickerungsflächen und Regenrückhaltungsbecken, die aber nicht nur den Ablauf puffern, sondern auch die Grundwasserneubildung unterstützten.

In diesem Zusammenhang sei auch noch mal auf die Bedeutung der bestehenden Freiflächen hingewiesen. „Grünen Finger und die Parkanlagen sind ja nicht nur Frischluftschneisen und Naherholungsgebiete, sondern natürliche Regenwasserspeicher und Überflutungsflächen. Ihre Erhaltung muss Priorität haben“, betont Bajus.

Die Fraktion will ihren Vorschlag nun in den Rat tragen. „Uns ist klar, das kostet viel Geld. Aber das ist gut angelegt. Nämlich in der Zukunft unserer Stadt. Was wir heute nicht in Vorsorge und Anpassung investieren, kostet uns morgen doppelt und dreifach“, erklärt Bracke. Und Bajus ergänzt: „Wir müssen jetzt handeln. Das ist eigentlich allen verantwortlichen Politikern im Stadtrat bewusst. Klar ist aber auch, Klimafolgenanpassung ist das eine. Wir müssen aber auch erheblich mehr für Klimaschutz tun.“ Dazu habe der Rat auf Initiative der GRÜNEN nach intensiven Verhandlungen erst im Mai einen weitgehenden Ratsbeschluss auf den Weg gebracht. Anlage: 15 Punkte Programm: Stadtklima verbessern - Lebensqualität erhalten – Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

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Wed, 14 Aug 2019 14:52:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/lohnenswerte_integrationsarbeit_gruene_bulgarische_mitbuerger_nicht_ausgrenzen/ Lohnenswerte Integrationsarbeit - GRÜNE: Bulgarische Mitbürger nicht ausgrenzen http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/lohnenswerte_integrationsarbeit_gruene_bulgarische_mitbuerger_nicht_ausgrenzen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/lohnenswerte_integrationsarbeit_gruene_bulgarische_mitbuerger_nicht_ausgrenzen/ „Osnabrück hat kein ethnisches Problem, wie die Begriffswahl "Bulgarisches Viertel" und... „Osnabrück hat kein ethnisches Problem, wie die Begriffswahl "Bulgarisches Viertel" und auch pauschale Vorwürfe des Sozialmissbrauchs gegenüber bulgarischen Mitbürgern nahelegen. Vielmehr handelt es sich um Phänomene von Armut, Abhängigkeit und Ausbeutung, denen bestimmte Gruppen von bulgarischen Staatsbürgern schon in ihrer Heimat ausgesetzt sind. Und diese Strukturen wiederholen sich für diese Menschen hier in Deutschland. Auch in Osnabrück.“ Dies betonen der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und die sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Ratsfraktion, Anke Jacobsen, vor dem Hintergrund einer diesbezüglichen Verwaltungsauskunft auf Anfrage der CDU-Fraktion.

Ein Hebel, die materielle Situation von Menschen maßgeblich zu verbessern, bestehe bekanntlich darin, sie in Arbeit zu bringen. „Denn von der eigenen Arbeit zu leben, verleiht Würde und befreit aus Abhängigkeiten“, erklärt Jacobsen, die auch Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschuss ist. Wie aus der Antwort der Verwaltung zu ersehen sei, ist Osnabrück dabei durchaus erfolgreich. Die Zahl der bulgarischen Staatsbürger, die Regelleistungen nach Hartz IV erhielten, habe sich von Januar 2017 bis März 2019 um 40 Prozent verringert. Dabei ist die Anzahl der in Osnabrück lebenden Bulgaren nicht zurückgegangen, sondern hat sich leicht erhöht.

Dies zeige, dass die seinerzeit eingeschlagene, zweigleisige Strategie des Jobcenters Früchte trägt. Zum einen wurde restriktiv vorgegangen und Verstöße von Sozialleistungsbeziehern gegen Mitteilungspflichten und das Melderecht gezielt aufgedeckt und geahndet. „Auch gegen skrupellose Vermieter, die die Notsituation der Migranten ausnutzen, wird konsequent vorgegangen. Dabei hat sich bestätigt, dass in von Bulgaren bewohnten Immobilien zum Teil völlig überteuerte Mieten für Wohnungen verlangt wurden, die erhebliche Mängel aufweisen und unzureichenden Brandschutz haben. In einigen Fällen wurden auch Strafanzeigen wegen Mietwucher erstattet“, so Bajus.

Parallel wurden den Betroffenen Arbeitsangebote gemacht, die auch angenommen wurden. Viele bulgarische Arbeitskräfte gingen jetzt einer regulären Beschäftigung nach und seien in Jobs untergekommen, die dringend gebraucht würden, zum Beispiel auf dem Bau oder im Reinigungsgewerbe. „Die Anstrengungen des Jobcenters werden weiter intensiviert: Aktuell wird ein Team speziell für den Schinkel gebildet, dass gleichzeitig alle EU-Bürger der Stadt betreut. Die Coaching- und Vermittlungstätigkeit des Jobcenters wird vernetzt mit der Arbeit sozialer Träger, die sich insbesondere um die Familien und die Kinder kümmern“, so Jacobsen.

Für die GRÜNEN zeige dies, dass das konsequente Vorgehen der Stadtverwaltung, des Jobcenters und auch der Polizei funktioniert. Und dass die durch das Jobcenter praktizierte wertschätzende Haltung gegenüber den osteuropäischen Neubürgern die Integration befördere. „Es ist und war richtig, die erheblichen Integrationsprobleme deutlich zu benennen und aktiv anzugehen. Ein Generalverdacht, des Sozialmissbrauchs durch eine ganze Bevölkerungsgruppe erweist sich aber als haltlos. Die pauschale Abwertung von Menschen hilft nicht weiter“, unterstreichen Bajus und Jacobsen abschließend.

Anlage: Stellungnahme Stadt-Verwaltung vom 12.08.2019 zur CDU-Anfrage „Bulgaren in Osnabrück“

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Wed, 14 Aug 2019 12:23:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sehr_erfreuliche_entwicklung_am_ringlokschuppen_gruene_kauf_des_gebaeudes_durch_die_stadt_war_voellig_richtig/ Sehr erfreuliche Entwicklung am Ringlokschuppen - GRÜNE: Kauf des Gebäudes durch die Stadt war völlig richtig http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sehr_erfreuliche_entwicklung_am_ringlokschuppen_gruene_kauf_des_gebaeudes_durch_die_stadt_war_voellig_richtig/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sehr_erfreuliche_entwicklung_am_ringlokschuppen_gruene_kauf_des_gebaeudes_durch_die_stadt_war_voellig_richtig/ Die GRÜNEN freuen sich über die Entwicklung am Ringlokschuppen. „Das ist ein Super-Projekt. Der... Die GRÜNEN freuen sich über die Entwicklung am Ringlokschuppen. „Das ist ein Super-Projekt. Der attraktive Ringlokschuppen ist ein klasse Standort für ein Start-Up-Zentrum. Cooles Ambiente, zentrale Lage, gute Verkehrsanbindung, Riesenentwicklungspotenzial. Wir GRÜNE haben daher die Idee und die Pläne von Stiftung, Uni und Hochschule von Anfang an konstruktiv begleitet und unterstützt“, freuen sich der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und der wirtschaftspolitische Sprecher, Michael Hagedorn.

Ausdrücklich danken die Ratsgrünen der Coppenrath-Stiftung. „Die Stiftung hat die Initiative ergriffen und alle Beteiligten ins Boot geholt. Dafür gebührt ihr großer Dank“, so Bajus. Die GRÜNEN erinnern daran, dass es 2013 noch eine sehr kontroverse Debatte über die Zukunft des Ringlokschuppens gab. Während die rot-grüne Ratsmehrheit mit Unterstützung von FDP und Linken das Gebäude kaufen wollte, lehnte die CDU den Erwerb ab. „Wenn wir damals der CDU und ihrem OB-Kandidaten Griesert gefolgt wären, dann wäre das heute ein schnöder Parkplatz. Jetzt haben wir die Chance daraus eine echte Zukunftswerkstatt, einen „Accelerator“ für die dynamische Gründerszene zu schaffen, und dem Topthema Künstliche Intelligenz Raum zu geben“, erläutert Hagedorn.

Für die GRÜNEN könnte die gute Zusammenarbeit von privater Stiftung, Hochschule und Stadt auch für andere Projekte ein Modell sein. „Auch in Sachen Neumarktcenter wäre es gut, wenn es gelänge, bürgerschaftliches Engagement, private Interessen und Investoren und die öffentliche Hand, also Uni und Stadt, zusammen zu bringen, um eine belastbare Gesprächsgrundlage für Verhandlungen mit Unibail zu schaffen“, so Bajus abschließend.

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Tue, 13 Aug 2019 12:41:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/nachhaltigkeitspreis_2020_geht_nach_osnabrueck_gruene_gratulieren_verwaltung_anerkennung_und_ansporn_zugleich/ Nachhaltigkeitspreis 2020 geht nach Osnabrück - GRÜNE gratulieren Verwaltung: Anerkennung und Ansporn zugleich http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/nachhaltigkeitspreis_2020_geht_nach_osnabrueck_gruene_gratulieren_verwaltung_anerkennung_und_ansporn_zugleich/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/nachhaltigkeitspreis_2020_geht_nach_osnabrueck_gruene_gratulieren_verwaltung_anerkennung_und_ansporn_zugleich/ Der Nachhaltigkeitspreis für Kommunen wird in diesem Jahr an Osnabrück verliehen. Die GRÜNEN... Der Nachhaltigkeitspreis für Kommunen wird in diesem Jahr an Osnabrück verliehen. Die GRÜNEN gratulieren zu dieser Auszeichnung: „Das ist eine tolle Anerkennung für die Arbeit der Verwaltung. Der Preis ist zugleich ein Ansporn, in Sachen Klima- und Umweltschutz nicht nachzulassen, um mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus.

Die GRÜNEN verweisen auf die offizielle Verlautbarung, die von der gleichnamigen Stiftung des Preises heute veröffentlicht wurde. Darin werden insbesondere die strategische Steuerung entlang von Zielen und Indikatoren als auch die umfangreichen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen betont. Besonders erwähnt wird zudem der partizipative Charakter beim Diskussionsprozess zum Masterplan Innenstadt. „Das Team der Stadt- und Umweltplaner um Stadtbaurat Frank Otte macht offensichtlich einen guten Job, um mit gezielten Stadtentwicklungs- und Umweltmaßnahmen Osnabrück zukunftsfähig zu machen. Das wird hier zu Recht gewürdigt. Gleiches gilt für die Kolleginnen und Kollegen um Dr. Beckord von der Strategischen Steuerung, denen es nicht nur gelungen ist, den Rat hinter das Zielbündel der Stadt zu bringen, sondern dabei auch noch intensiv die Bürgerschaft einzubinden“, erläutert Bajus.

Zu vielen der als preiswürdig erkannten Projekte hätten auch die GRÜNEN wichtige Impulse im Rat gesetzt. So unter anderem beim Klima- und Ressourcenschutz, der Wirtschaftsförderung 4.0. und dem Masterplan Innenstadt. „Die Jury anerkennt unseren Einsatz an, Osnabrück klima- und umweltgerecht zu gestalten“, so Bajus. Aus Sicht der GRÜNEN darf die Stadt aber nicht locker lassen. „Vor uns stehen mit der Klimakrise, dem Wohnungsmangel und dem Strukturwandel der Wirtschaft große Herausforderungen. Deswegen sehen wir den Preis auch als Motivation, bei unserer Arbeit für die Stadt nicht nachzulassen“, so Bajus abschließend.

Zur Nachhaltigkeitspreis-Stiftung: https://bit.ly/2TjuRc3

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Thu, 08 Aug 2019 14:30:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/duerre_gefaehrdet_osnabruecks_baeume_gruene_sorgen_sich_um_die_gruenen_lungen_der_stadt/ Dürre gefährdet Osnabrücks Bäume - GRÜNE sorgen sich um die grünen Lungen der Stadt http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/duerre_gefaehrdet_osnabruecks_baeume_gruene_sorgen_sich_um_die_gruenen_lungen_der_stadt/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/duerre_gefaehrdet_osnabruecks_baeume_gruene_sorgen_sich_um_die_gruenen_lungen_der_stadt/ Angesichts der anhaltenden Trockenheit und zu geringen Niederschlagsmengen sorgen sich die GRÜNEN... Angesichts der anhaltenden Trockenheit und zu geringen Niederschlagsmengen sorgen sich die GRÜNEN um den Zustand der Stadtbäume. „Die Dürre gefährdet die Bäume in hohem Maße. Lichtere Kronen, Laubverluste, abgeworfene Äste sind Hinweise auf einen sich dramatisch verschlechternden Zustand. Wir machen uns echte Sorgen um die Bäume, die ja nicht nur zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen, sondern überlebenswichtig für das Stadtklima sind“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Volker Bajus.

Die GRÜNEN weisen darauf hin, dass Bäume wichtige Funktionen für die Luft- und die Lebensqualität übernehmen: Schadstoff- und Staubfilterung, Sauerstoffproduktion und CO2-Aufnahme. „Bäume sind nicht nur die grünen Lungen der Stadt, sondern auch Klimaanlage. Sie kühlen durch Wasserverdunstung und spenden Schatten. Ohne Stadtgrün wäre es an den Hitzetagen noch viel, viel heißer“, erläutert Bajus.

Mit Blick auf den Klimawandel fordern die GRÜNEN, noch mehr Bäume zu pflanzen. „Wir haben im letzten Haushalt bereits zusätzliches Geld bereitgestellt. Dieses Programm muss dringend fortgeführt und ausgebaut werden. Angesichts der Zunahme von Hitzeperioden in den nächsten Jahren müssen die aktuellen Verluste durch neue Bäume mehr als nur ausgeglichen werden“, so Bajus.

Die aktuelle Dürrekrise zeige weiteren Handlungsbedarf. Die Verwaltung prüfe bereits, welche Baumarten zukünftig neu zu pflanzen sind, die besser mit den zunehmenden Klimaschwankungen zurechtkommen. Schwierig ist aus Sicht der GRÜNEN die Frage der Bewässerung der Bäume. Das sei eine ambivalente Frage. Einerseits müsste dringend Wasser gespart werden. Schließlich stünden die Wasserreservoires im Landkreis, aus denen sich die Stadt bediene, bereits unter Druck. Andererseits müssten die wertvollen Stadtbäume geschützt werden. „Wir plädieren für einen pragmatischen Umgang je nach Baum. Insbesondere Jungbäume sollten bewässert werden, um sie durch die Dürre zu bringen. Hier können auch Bürger aktiv unterstützen. Bei Großbäumen, die bis ins Grundwasser wurzeln und damit in der Regel widerstandfähiger sind, sollten die Fachleute der Verwaltung entscheiden, ob Bewässerung überhaupt etwas bringen kann“, erklärt Bajus.

Die GRÜNEN werden im Rat weitere Vorschläge machen, wie Klimaschutz und Klimaanpassung der Stadt unter anderem mit Begrünungsmaßnahmen weiter verbessert werden können. Zu prüfen sei dabei auch, ob die Stadt die private Regenwasserrückhaltung und -nutzung unterstützen kann.

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Fri, 02 Aug 2019 11:29:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/hohe_erwartungen_an_wohnungsgesellschaft_auch_beim_klimaschutz_gruene_wichtig_ist_dass_und_auch_wie_gebaut_wird_nicht_zielzahlen_auf_papier/ Hohe Erwartungen an Wohnungsgesellschaft auch beim Klimaschutz - GRÜNE: Wichtig ist, dass und auch wie gebaut wird, nicht Zielzahlen auf Papier http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/hohe_erwartungen_an_wohnungsgesellschaft_auch_beim_klimaschutz_gruene_wichtig_ist_dass_und_auch_wie_gebaut_wird_nicht_zielzahlen_auf_papier/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/hohe_erwartungen_an_wohnungsgesellschaft_auch_beim_klimaschutz_gruene_wichtig_ist_dass_und_auch_wie_gebaut_wird_nicht_zielzahlen_auf_papier/ Die GRÜNEN begrüßen die Forderung des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum, vor allem mehr... Die GRÜNEN begrüßen die Forderung des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum, vor allem mehr Sozialwohnungen zu schaffen. „Das ist angesichts des dramatischen Rückgangs bei der Zahl der Sozialwohnungen berechtigt. Auch wir waren enttäuscht, als die Verwaltung nach dem Bürgerentscheid zur Wohnungsgesellschaft lediglich von 40 bis 80 neuen Wohnungen pro Jahr gesprochen hat. Wer zudem ankündigt, nur Minimalstandards beim Klimaschutz einzuhalten, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, befürchten der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Volker Bajus, und die wohnungspolitische Sprecherin, Anne Kura.

Wichtiger als Zahlen in Konzepten ist den GRÜNEN jedoch die reale Umsetzung. „Entscheidend ist doch nicht die Zielzahl auf dem Papier, sondern was die neue Wohnungsgesellschaft in den nächsten zehn Jahren tatsächlich baut und erwirbt. Das genau macht ja die Bewerbung der Stadtwerke, den Ratsauftrag für die neue Wohnungsgesellschaft zu bekommen, so spannend. Wir müssten nicht bei null anfangen. Wir werden deren Vorschlag daher genau prüfen“, so Kura.

Für die GRÜNEN ist es neben der Anzahl neuer Wohnungen genauso wichtig, dass diese auch gestalterische Qualität haben und dem Klimaschutz genügen. „Wir müssen konsequent klimagerecht bauen. „Wer meint, Klimaarchitektur könnten wir uns sparen, der riskiert die eigene Lebensqualität. Es gilt, sich auf weitere Extremwetterlagen vorzubereiten und zugleich den CO2-Ausstoß massiv zu senken“, erläutert Bajus. Und Kura ergänzt: „Das Image von Sozialwohnungen muss verbessert werden. Man kann günstig auch schöne und menschenfreundliche Mietwohnungen bauen. Das ist eine Frage des politischen Willens und des organisatorischen Könnens. In den Niederlanden gibt es gute Erfahrungen mit seriellen, also standardisierten Bauten. Da wird der gleiche Bau an unterschiedlichen Standorten umgesetzt“.

Die GRÜNEN sehen aber auch noch Potenzial im Bestand. Aus ihrer Sicht sollte die neue Gesellschaft auch Bestandswohnungen kaufen und zu bezahlbarem Wohnraum machen. „Es gibt immer mal Immobilienbesitzer, die gerne an die Stadt verkaufen würden. Wir sollten zudem auch denen ein Angebot machen, die vielleicht am Standort Osnabrück nicht mehr so viel Freude haben“, schlägt Bajus vor.

Die bisherige Beschränkung der Stadt, in Baugebieten den Anteil von Sozialwohnungen nicht zu hoch werden zu lassen, rechtfertigen die GRÜNEN. „Das ist sozialpolitisch sinnvoll. Wir wollen eine gute Mischung unterschiedlicher sozialer Gruppen und der Konzentration von Milieus in einzelnen Stadtteilen aktiv entgegenwirken“, stellt Kura klar.

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Mon, 29 Jul 2019 14:49:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/wetterlage_verschaerft_ozonbelastung_in_osnabrueck_gruene_luftqualitaet_bleibt_sorgenkind_verkehrswende_dringend_notwendig/ Wetterlage verschärft Ozonbelastung in Osnabrück - Grüne: Luftqualität bleibt Sorgenkind, Verkehrswende dringend notwendig http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/wetterlage_verschaerft_ozonbelastung_in_osnabrueck_gruene_luftqualitaet_bleibt_sorgenkind_verkehrswende_dringend_notwendig/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/wetterlage_verschaerft_ozonbelastung_in_osnabrueck_gruene_luftqualitaet_bleibt_sorgenkind_verkehrswende_dringend_notwendig/ Die GRÜNEN im Osnabrück Stadtrat sehen die starke Ozonbelastung in Osnabrück mit Sorge. „Am... Die GRÜNEN im Osnabrück Stadtrat sehen die starke Ozonbelastung in Osnabrück mit Sorge. „Am Donnerstagmittag wurde erstmals der Ein-Stunden-Mittelwert von 180 Mikrogramm überschritten. Ab diesem Punkt müssen die Behörden die Bevölkerung vor der Ozonbelastung warnen. Die Luftqualität in Osnabrück bleibt, trotz aller bisherigen Bemühungen, ein Sorgenkind“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN-Ratsfraktion, Volker Bajus.

Die offiziellen Daten, die alle Bürgerinnen und Bürger beim Umweltbundesamt einsehen können, zeigen, dass auch der von der EU vorgegebene Zielwert von 120 Mikrogramm als höchster gleitender Acht-Stunden-Mittelwert eines Tages verfehlt wird. „Die anhaltende heiße Wetterlage begünstigt die Entstehung von bodennahem Ozon. Ozon ist ein Reizgas, das die Atemwege reizt. Insbesondere Vorerkrankte, aber auch Alte und Kinder leiden besonders“, erläutert Bajus.

Verantwortlich für die Entstehung von Ozon sei vor allem der Straßenverkehr. „Es sind vor allem Stickoxide (NOx), die für mehr Ozon sorgen. NOx sind selber schon gesundheitsgefährdend, wie wir aus der Dieseldebatte wissen. Und die Hauptquelle von NOx sind die Verbrennungsmotoren auf unseren Straßen“, so Bajus.

Die GRÜNEN fordern daher, mehr Einsatz bei der Verkehrspolitik. „Bessere Luftqualität gibt es nur mit weniger PKWs und LKWs auf den Straßen. Wir brauchen auch in Osnabrück eine echte Verkehrswende, mit mehr Bus und Rad und emissionsfreien Antrieben. Das ist auch aus Klimaschutzgründen zwingend. Wir brauchen intelligente Lösungen, die das Auto und den Verbrennungsmotor überflüssig machen. Städte wie Kopenhagen und Groningen machen vor, wie das gehen kann. Das sind wir der Gesundheit und dem Klima schuldig“, fordert Bajus.

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Thu, 25 Jul 2019 16:10:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/aufstockung_fuer_das_stadtklima_sinnvoll_gruene_freuen_sich_ueber_erfolgreiches_gruendachprogramm/ Aufstockung für das Stadtklima sinnvoll - GRÜNE freuen sich über erfolgreiches Gründachprogramm http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/aufstockung_fuer_das_stadtklima_sinnvoll_gruene_freuen_sich_ueber_erfolgreiches_gruendachprogramm/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/aufstockung_fuer_das_stadtklima_sinnvoll_gruene_freuen_sich_ueber_erfolgreiches_gruendachprogramm/ Die GRÜNEN-Ratsfraktion freut sich über den Erfolg des Gründachförderprogramms. Wie die Verwaltung... Die GRÜNEN-Ratsfraktion freut sich über den Erfolg des Gründachförderprogramms. Wie die Verwaltung mitteilte, sind die ersten 100.000 Euro schon in der Förderung. „Wir hatten dieses Förderprogramm im Rahmen der letzten Haushaltsberatungen initiiert und sind bei den anderen Fraktionen auf positive Resonanz gestoßen. Angesicht des fortschreitenden Klimawandels und der Zunahme der Hitze in der Stadt, ist die Begrünung von Dächern eine sinnvolle Maßnahme um das Stadtklima zu verbessern. Wir freuen uns, dass so viele Osnabrücker in so kurzer Zeit dabei sind", erklärt der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus.

Städtisches Grün hat vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen. Es macht eine Stadt widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel und Extremwetterereignissen und trägt erheblich dazu bei, Mensch und Tier einen gesunden Lebensraum zu bieten. Mit dem Programm „Grün statt Grau“ verbindet sich die Unterstützung von Begrünungsmaßnahmen an Gebäuden und auf Flächen. Die Verwaltung sollte jetzt kurzfristig von den ersten Erfahrungen berichten. „Wir sind für eine Verstetigung des Programms und eine angemessene Erhöhung der Mittel", stellt Bajus fest. Aus Sicht der GRÜNEN sei die Förderung auch sinnvoll, um möglichst viele nachahmenswerte Beispiele in der Stadt Osnabrück zu schaffen. „Gründächer müssen richtig Mode werden", betont Bajus. Toll wäre es auch, wenn sich nicht nur Privatleute beteiligen würden. „Vielleicht kann man mit IHK und Handwerkskammer Werbung für die Teilnahme machen. Es wäre wünschenswert, wir hätten auch im gewerblichen Bereich mehr Modellprojekte“, so Bajus.

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Mon, 22 Jul 2019 17:32:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gruen_ist_osnabrueck_am_schoensten_newsletter_gruenen_ratsfraktion_juli_2019/ GRÜN ist Osnabrück am schönsten. - Newsletter GRÜNEN-Ratsfraktion Juli 2019 http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gruen_ist_osnabrueck_am_schoensten_newsletter_gruenen_ratsfraktion_juli_2019/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gruen_ist_osnabrueck_am_schoensten_newsletter_gruenen_ratsfraktion_juli_2019/ Liebe kommunalpolitisch Interessierte und Engagierte, als deutlich stärkste politische Kraft gehen... Liebe kommunalpolitisch Interessierte und Engagierte,

als deutlich stärkste politische Kraft gehen wir in Osnabrück aus der Europawahl hervor. Das herausragende Ergebnis für die kommunale Wohnungsgesellschaft ist vor allem dem starken und breiten gesellschaftlichen Bündnis für den Bürgerentscheid zu verdanken. Geradezu sensationell ist die Wahl von Anna Kebschull (GRÜNE) zur Landrätin im Landkreis Osnabrück. So kann es für die Region Osnabrück weitergehen.

Hinweis: Der komplette Newsletter mit den dazugehörigen Verlinkungen befindet sich in der anliegenden pdf-Datei

Aus dem Inhalt:

Europawahl, Bürgerentscheid, Landratswahl

Kommunale Wohnungsgesellschaft

Klimakrise in Osnabrück eindämmen

Radverkehr stärken

Kommunalpolitik von Migranten

Frauen in Not nicht allein lassen

Zukunft Schule in Osnabrück

 

 

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Thu, 18 Jul 2019 16:10:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/offener_brief_zur_schulentwicklungplanung_in_osnabrueck_von_cdu_spd_und_gruenen/ Offener Brief zur Schulentwicklungsplanung in Osnabrück von CDU, SPD und GRÜNEN http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/offener_brief_zur_schulentwicklungplanung_in_osnabrueck_von_cdu_spd_und_gruenen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/offener_brief_zur_schulentwicklungplanung_in_osnabrueck_von_cdu_spd_und_gruenen/ An Schulvorstand und Schulelternrat Bertha-von-Suttner-Realschule, Erich-Maria-Remarque-Realschule,... An Schulvorstand und Schulelternrat Bertha-von-Suttner-Realschule, Erich-Maria-Remarque-Realschule, Wittekindrealschule, Stadtelternrat

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Schreiben vom 16.06.2019 und 17.06.2019, mit dem Sie sich zu den Planungen der Stadt Osnabrück zur weiteren Schulentwicklung im Sekundarbereich I (vgl.: https://ris.osnabrueck.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1013069 ) äußern.

Zunächst begrüßen wir Ihr Engagement für den Erhalt Ihrer Schulen. Wir haben großen Respekt vor Ihrer Arbeit und Ihrem Einsatz und können es sehr gut nachvollziehen, dass Sie sich für den Erhalt der von Ihnen geschätzten Schulform Realschule einsetzen. Wir respektieren Ihre Sicht, wenngleich wir darauf hinweisen, dass die Forderung und Erwartung einer möglichst homogenen Schülerschaft an einer Schule schon lange nicht mehr der Realität entsprechen; wenn es überhaupt je so war. Seit Jahren können wir den Aufnahmezahlen entnehmen, dass an den Realschulen Schülerinnen und Schüler aus den Leistungsgruppen 1,2 und 3 aufgenommen werden. Und selbst innerhalb der Leistungsgruppen gibt es große Unterschiede, bei vielen Kindern gibt es individuelle, fachspezifische Stärken und Schwächen. Daher wird von allen Schulen erwartet, ein schülerorientiertes Angebot zu machen, um die individuellen Stärken und Schwächen zu fordern und zu fördern.

Wenn Sie nur die Realschulen in den Blick nehmen, dann können wir Ihre Binnensicht sehr gut nachvollziehen. Wir Ratsmitglieder und die Verwaltung der Stadt als Schulträger aber haben das gesamte Schulsystem zu betrachten und müssen sicherstellen, dass die gerade dargestellte Förderung und Forderung an allen städtischen Schulen gewährleistet ist.

Wir sind in der Verantwortung auch für die Kinder an unseren Hauptschulen zukunftsfähige Systeme zu schaffen. Daher haben wir verantwortlichen Schulpolitikerinnen von CDU, SPD und Grünen, unter Beteiligung von Stadtelternrat und Schulvertreter*innen, in einem Arbeitskreis der Schulverwaltung zur Schulentwicklung lange diskutiert, wie eine bestmögliche Lösung zu finden sei. Zu diesem Zweck fanden umfangreiche Gespräche mit allen beteiligten Schulleiter*innen, Stadtelternratsvertreter*innen, Eltern und Schülervertreter*innen statt. Des Weiteren haben wir uns intensiv über die Arbeit der schon bestehenden Oberschulen vor Ort informiert.

Schon im Januar 2018, also vor eineinhalb Jahren, hatte dann der Rat der Stadt Osnabrück in öffentlicher Sitzung beschlossen, die Umwandlung aller Realschulen zu Oberschulen durch die Verwaltung prüfen zu lassen. Das Ergebnis dieser Prüfung ist wiederum allen Beteiligten vorgestellt worden und mündete in die Ihnen bekannte Vorlage zur Schulentwicklung im SEK-I-Bereich.

Wir sind davon überzeugt, dass die engagierte Arbeit, die in den Realschulen derzeit geleistet wird, auch wegen der deutlich besseren Ausstattung einer Oberschule (z. B. mit Differenzierungsräumen und integrierenden Angeboten, Absenkung des Klassenteilers, Erhöhung der Lehrerstundenzuweisung und Sozialpädagog*innen) dort erfolgreich fortgeführt und weiter entwickelt werden kann.

Aus dieser Überzeugung heraus sind wir bereit zusätzliche Investitionen in Höhe von 68 Millionen Euro vorzunehmen. Die räumliche Schulentwicklung wird selbstverständlich in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule geplant und umgesetzt. Die konzeptionelle Ausrichtung der einzelnen OBS beschließt nicht der Schulträger, sondern die Schule selbst.

Wenn Sie schreiben, der Elternwille sei uns nichts mehr wert und wäre unbeachtet geblieben, so entspricht das insofern nicht den Tatsachen, als dass der Stadtelternrat stets eingebunden gewesen ist und dessen Vorschläge aus dem August 2017 auch in den Ratsbeschluss im Januar 2018 vollständig eingeflossen sind. Wir können daher nicht verstehen, weshalb Ihre Reaktion erst jetzt erfolgte, wo doch schon im Januar 2018 ein entsprechender Beschluss gefasst worden war.

Außerdem bleibt zu bemerken, dass alle Schüler und Schülerinnen, die derzeit eine Realschule besuchen ihren Abschluss auch an dieser erreichen können. Die Oberschulen werden aufsteigend ab Klasse 5 errichtet.

Wir appellieren an Sie, die positiven Veränderungen im gesamten SEK-I-Bereich anzuerkennen und daran mitzuwirken, dass die jetzt zur Entscheidung anstehenden Änderungen im Interesse aller Schüler und Schülerinnen unserer Stadt erfolgreich umgesetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Heidrun Achler (SPD-Fraktion), Thomas Klein (GRÜNE-Fraktion), Petra Knabenschuh (CDU-Fraktion), Brigitte Neumann (CDU-Fraktion), Birgit Strangmann (GRÜNE-Fraktion)

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Mon, 24 Jun 2019 11:42:00 +0200
  • Maßnahmenprogramm vorgelegt: Osnabrück soll klimafitter werden - GRÜNE wollen mehr Bäume, Grünflächen und Regenwasserspeicher

  • Lohnenswerte Integrationsarbeit - GRÜNE: Bulgarische Mitbürger nicht ausgrenzen

  • Sehr erfreuliche Entwicklung am Ringlokschuppen - GRÜNE: Kauf des Gebäudes durch die Stadt war völlig richtig

  • Nachhaltigkeitspreis 2020 geht nach Osnabrück - GRÜNE gratulieren Verwaltung: Anerkennung und Ansporn zugleich

  • Dürre gefährdet Osnabrücks Bäume - GRÜNE sorgen sich um die grünen Lungen der Stadt

  • Hohe Erwartungen an Wohnungsgesellschaft auch beim Klimaschutz - GRÜNE: Wichtig ist, dass und auch wie gebaut wird, nicht Zielzahlen auf Papier

  • Wetterlage verschärft Ozonbelastung in Osnabrück - Grüne: Luftqualität bleibt Sorgenkind, Verkehrswende dringend notwendig

  • Aufstockung für das Stadtklima sinnvoll - GRÜNE freuen sich über erfolgreiches Gründachprogramm

  • GRÜN ist Osnabrück am schönsten. - Newsletter GRÜNEN-Ratsfraktion Juli 2019

  • Offener Brief zur Schulentwicklungsplanung in Osnabrück von CDU, SPD und GRÜNEN

http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/osnabrueck_soll_gefluechtete_aus_seenot_aufnehmen_gruene_friedenspreistraeger_sea_watch_sucht_sicheren_hafen/ Osnabrück soll Geflüchtete aus Seenot aufnehmen - GRÜNE: Friedenspreisträger Sea-Watch sucht sicheren Hafen http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/osnabrueck_soll_gefluechtete_aus_seenot_aufnehmen_gruene_friedenspreistraeger_sea_watch_sucht_sicheren_hafen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/osnabrueck_soll_gefluechtete_aus_seenot_aufnehmen_gruene_friedenspreistraeger_sea_watch_sucht_sicheren_hafen/ Die Osnabrücker GRÜNEN wollen, dass Osnabrück anbietet, Geflüchtete aufzunehmen, die die... Die Osnabrücker GRÜNEN wollen, dass Osnabrück anbietet, Geflüchtete aufzunehmen, die die Hilfsorganisation Sea-Watch im Mittelmeer gerettet hat. Das Rettungsschiff der Organisation hat 43 Geflüchtete an Bord, für die akut Aufnahmeorte gesucht werden, damit das Schiff in Italien anlegen darf. „Sea-Watch gehört zu den Organisationen, die überhaupt noch Seenotrettung im Mittelmeer machen. Zurecht erhält Sea-Watch dieses Jahr den Remarque-Friedenspreis. Jetzt kann Osnabrück einmal mehr zeigen, dass es nicht nur auf dem Papier und bei schönen Empfängen Friedensstadt ist und Sea-Watch konkret unterstützen“, so der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und die flüchtlingspolitische Sprecherin, Anne Kura.

Die GRÜNEN erinnern daran, dass der Rat erst vor wenigen Monaten beschlossen hat, die Aktion Seebrücke und die Seenortrettung zu unterstützen und Osnabrück zum „Sicheren Hafen“ erklärt hat. „Das ist auch dringend notwendig, denn obwohl die Zahl der Flüchtlinge, die sich auf das Mittelmeer wagen, weiter sinkt, steigt der Anteil der Toten. Seit 2014 sind bereits 18.000 Menschen ertrunken. Hier können wir nicht weiterzusehen“, so Bajus. Die Stadt soll daher dem zuständigen Bundesinnenminister anbieten, von dem Sea-Watch Boot Menschen in Osnabrück aufzunehmen. „Italien verweigert die Aufnahme weiterer Menschen. Die rechtspopulistische Regierung untergräbt damit die menschrechtliche Wertebasis der EU. Eine europäische Lösung ist wichtig, wird aber derzeit blockiert. Als erstes muss umgehend den Menschen geholfen werden, die auf dem Boot festsitzen. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt. Die Bundesregierung muss die Aufnahmebereitschaft der „Sicheren Häfen“ unterstützen und auch das Land muss mit einem eigenen Aufnahmeprogramm aktiv werden“, so Kura, die auch Landesvorsitzende der GRÜNEN ist.

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Wed, 19 Jun 2019 13:46:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/city_als_einkaufsstandort_staerken_gruene_sehen_aufweichung_der_regeln_fuer_marktansiedlungen_kritisch/ Osnabrücks City als Einkaufsstandort stärken - GRÜNE: Sehen Aufweichung der Regeln für Marktansiedlungen kritisch http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/city_als_einkaufsstandort_staerken_gruene_sehen_aufweichung_der_regeln_fuer_marktansiedlungen_kritisch/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/city_als_einkaufsstandort_staerken_gruene_sehen_aufweichung_der_regeln_fuer_marktansiedlungen_kritisch/ Überrascht zeigen sich die GRÜNEN über die Ankündigung des Oberbürgermeisters, dem Outdoor-Anbieter... Überrascht zeigen sich die GRÜNEN über die Ankündigung des Oberbürgermeisters, dem Outdoor-Anbieter Decathlon bei der Ansiedlung in Osnabrück entgegen zu kommen. „Das Osnabrücker Märkte- und Zentrenkonzept hat sich bewährt. Es stärkt die Citylage und damit den Einzelhandelsstandort Osnabrück. Eine Aufweichung sehen wir sehr kritisch. Die Einzelhandelskraft der Innenstadt darf nicht geschwächt werden“, erklären der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und Sebastian Bracke, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.

Auch die GRÜNEN sehen das Problem für Decathlon, dass ihr Vorhaben sich in der City anzusiedeln mit dem Ende des Centerneubaus am Neumarkt erstmal in der Sackgasse steckt. „Auch wir finden es sinnvoll, wenn die Stadt dem Unternehmen hilft, Alternativen zu finden. Für uns gibt es aber keinen Grund, die Kriterien des bestehenden Konzeptes aufzuweichen. Schließlich stärken sie den bestehenden Osnabrücker Einzelhandel“, so Bracke.

Die GRÜNEN verweisen darauf, dass das Märkte- und Zentrenkonzept für bestimmte Stadtgebiete Einzelhandelssortimente definiere. Auf diese Weise soll die Citylage unterstützt und eine Konkurrenz durch Anbieter am Stadtrand vermieden werden. „Wir wollen eine lebendige Innenstadt. Dazu gehört auch ein gut sortierter und konkurrenzfähiger Einzelhandel. Discounter, die sich zu Billigmieten auf der grünen Wiese ansiedeln, gefährden den City-Standort. Wir wollen faire Wettbewerbsbedingungen. Die müssen für alle Anbieter gleichermaßen gelten“, erläutert Bajus.

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Wed, 19 Jun 2019 11:55:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/no2_werte_in_osnabrueck_steigen_gegen_den_bundestrend_gruene_offenkundig_handlungsbedarf_am_neumarkt/ NO2-Werte in Osnabrück steigen gegen den Bundestrend - GRÜNE: Offenkundig Handlungsbedarf am Neumarkt http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/no2_werte_in_osnabrueck_steigen_gegen_den_bundestrend_gruene_offenkundig_handlungsbedarf_am_neumarkt/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/no2_werte_in_osnabrueck_steigen_gegen_den_bundestrend_gruene_offenkundig_handlungsbedarf_am_neumarkt/ Die aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zu den Stickoxidbelastungen in 57 Städten... Die aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zu den Stickoxidbelastungen in 57 Städten Deutschlands sehen die Osnabrücker GRÜNEN mit Sorge. „Während in den meisten Städten die Belastung zurückgeht, steigen am Neumarkt in Osnabrück gegen den Bundestrend die NO2-Werte auf 50 Mikrogramm. Ein Alarmsignal. Mit dem 19. Platz unter den Städten mit dreckiger Luft dürfen wir uns nicht zufriedengeben “, erklärt der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus.

Nach Angaben des UBA sei der Jahresmittelwert am Neumarkt von 46 in 2017 auf 50 Mikrogramm in 2018 gestiegen. „Auch um der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger willen ist es gut, wenn der Neumarkt in Kürze baustellenbedingt für den Durchgangsverkehr wieder geschlossen wird. Dies muss endlich auch dauerhaft geschehen. Schließlich müssen wir uns am Neumarkt, nach dem Scheitern der Center-Pläne, umso mehr für ein positives Umfeld einsetzen. Schließlich sollen sich dort Menschen treffen, nicht Autos“, fordert Bajus.

Positiv sei, dass die Werte am Schlosswall sinken und jetzt bei 41 Mikrogramm liegen. Das Problem ist aber noch nicht gelöst. „Die Maßnahmen aus dem Luftreinhalteplan, die Umstellung auf E-Busse, der Ausbau der Radwege und die umweltgerechte Verkehrssteuerung müssen jetzt endlich umgesetzt werden. Das sind wir den Betroffenen schuldig. Nur so können wir für gute Luft sorgen, beim Klimaschutz vorankommen und Fahrverbote vermeiden“, so Bajus. Die GRÜNEN erinnern daran, dass die Grenzwerte Vorsorgewerte zum Schutz der Gesundheit, insbesondere von Kindern, Alten und Kranken, sind.

 

 

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Mon, 17 Jun 2019 13:47:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gruene_koennen_auch_landraetin_gruenen_stadtratsfraktion_gratuliert_anna_kebschull/ GRÜNE können auch #Landrätin - GRÜNEN-Stadtratsfraktion gratuliert Anna Kebschull http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gruene_koennen_auch_landraetin_gruenen_stadtratsfraktion_gratuliert_anna_kebschull/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gruene_koennen_auch_landraetin_gruenen_stadtratsfraktion_gratuliert_anna_kebschull/ Der überzeugende Erfolg von Anna Kebschull bei der Landratswahl (16.06.2019) freut auch die... Der überzeugende Erfolg von Anna Kebschull bei der Landratswahl (16.06.2019) freut auch die GRÜNEN-Stadtratsfraktion in Osnabrück. „Das ist ein sensationeller Wahlsieg, der zeigt, GRÜNE können auch auf dem Land überzeugen. Wir gratulieren Anna Kebschull von ganzem Herzen. Sie hat einen großartigen Wahlkampf gemacht und mit ihrer herzlichen und offenen Art verdient gewonnen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus.

Die GRÜNEN-Ratsfraktion freut sich auf die Zusammenarbeit mit Kebschull. „Anna hat einen modernen und integrierenden Kommunikationsstil. Sie weiß, dass die großen politischen Probleme, wie Klimaschutz, Mobilität auf dem Land, soziale Versorgung und Zusammenhalt nur gemeinsam gelöst werden können. Ihre Wahl ist auch eine große Chance bei der regionalen Zusammenarbeit von Landkreis und Stadt schneller und besser voran zu kommen. Alle politischen Kräfte in Stadtrat und Verwaltung sollten ihr die Hand zur Zusammenarbeit reichen. Am Ende kann die Region von mehr Kooperation nur profitieren“, appelliert Bajus.

Kebschull sei es gelungen die alten parteipolitischen Lager im Landkreis aufzubrechen. „Die Menschen wollen Veränderung. Sie haben mit Anna jemanden gewählt, der Mut zur Zukunft hat und Optimismus ausstrahlt, der schwierige Probleme wie Verkehrswende oder Gewässerschutz nicht länger aussitzen will. Die Zeiten der traditionellen politischen Gewissheiten sind in der Region Osnabrück jedenfalls endgültig vorbei. Das gibt uns auch in der Stadt Osnabrück viel zusätzliche Motivation für grüne Themen“, so Bajus.

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Sun, 16 Jun 2019 21:51:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/ende_des_neumarktcenters_ist_grosse_chance_gruene_stadt_sollte_eigenes_projekt_entwickeln_und_flaeche_sichern/ Ende des Neumarktcenters ist große Chance -GRÜNE: Stadt sollte eigenes Projekt entwickeln und Fläche sichern http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/ende_des_neumarktcenters_ist_grosse_chance_gruene_stadt_sollte_eigenes_projekt_entwickeln_und_flaeche_sichern/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/ende_des_neumarktcenters_ist_grosse_chance_gruene_stadt_sollte_eigenes_projekt_entwickeln_und_flaeche_sichern/ Die GRÜNEN sehen das Ende des Projekts mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Durch...  Die GRÜNEN sehen das Ende des Projekts mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Durch das Projekt haben wir wertvolle Jahre verloren. Wir sind enttäuscht, dass der Investor nicht früher für Klarheit gesorgt hat. Aus GRÜNEN Sicht gibt es jetzt für die Stadt die Riesenchance, selber die Initiative zu ergreifen und auf der Fläche Projekte zu entwickeln, die sich positiver auf die Innenstadtentwicklung auswirken, als es ein Einkaufscenter getan hätte“, erklärt der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus.

Die GRÜNEN können sich vorstellen, dass die Stadt das Grundstück auch selber erwirbt und entwickelt. Die Fläche sei aufgrund der zentralen Lage grundsätzlich geeignet für Wohnen, für Erweiterungen der Uni oder andere öffentliche Zwecke. „Das ist eine lebendige Citylage, wo sich Menschen treffen sollen und auch was zusammen machen können. Auch Kultur und Gastronomie wären sinnvoll“, so Bajus.

Das Ende des Projekts sei auch das Ende des Bebauungsplans. „Wir sollten umgehend alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um den B-Plan aufzuheben. Schließlich hat der Investor sein Versprechen nicht gehalten. Damit bekommen wir das Heft des Handelns wieder in die Hand“, erläutert Bajus. Und er ergänzt: „Für uns war das Neumarktcenter immer nur eine Option, um am Neumarkt überhaupt voran zu kommen. Jetzt geht es darum möglichst schnell neue Lösungen zu finden. Wir können uns gut vorstellen, dass wir das Land als Partner für bauliche Nutzungen, zum Beispiel für Uni und Justizzentrum gewinnen. Auch private Ideen sind willkommen.“

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Fri, 14 Jun 2019 10:02:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/feuerwerke_grundsaetzlich_erlaubt_gruene_stadt_hat_nur_bedingt_einfluss/ Feuerwerke grundsätzlich erlaubt - GRÜNE: Stadt hat nur bedingt Einfluss http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/feuerwerke_grundsaetzlich_erlaubt_gruene_stadt_hat_nur_bedingt_einfluss/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/feuerwerke_grundsaetzlich_erlaubt_gruene_stadt_hat_nur_bedingt_einfluss/ Aufgrund von Bürgerbeschwerden über private Feuerwerke in Osnabrück wollten die GRÜNEN von der... Aufgrund von Bürgerbeschwerden über private Feuerwerke in Osnabrück wollten die GRÜNEN von der Stadtverwaltung wissen, wie die Gesetzeslage ist. „Die Antwort der Verwaltung überrascht. Zwar ist privates Böllern außer an Silvester verboten. Sobald aber Profi-Feuerwerker beauftragt werden, sind Feuerwerke grundsätzlich erlaubt. Eine Genehmigung ist nicht erforderlich. Ein Hinweis an die Stadt reicht“, erläutern der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und der ordnungspolitische Sprecher, Thomas Klein.

Die rechtliche Grundlage dafür liefere das Sprengstoffgesetz. Demnach ist das Abbrennen von Feuerwerken „in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen verboten“. Ebenso muss auf besonders brandempfindliche Gebäude oder Anlagen Rücksicht genommen werden. „Wir sind bisher davon ausgegangen, dass die Stadt die Möglichkeit hat, Feuerwerke auch aus anderen Gründen zu untersagen. Zum Beispiel aus Lärmschutzgründen oder dass zumindest bestimmte Uhrzeiten ausgeschlossen werden können. Dem ist aber nicht so. Die Stadt hat hier so gut wie keine Handhabe“, erläutert Bajus. Die Stadt könne zwar, wie andere Städte, eine Ortssatzung beschließen, die unzulässige, weil zum Beispiel brandschutzgefährdete Örtlichkeiten konkret benennt, wie den Marktplatz, Straßen in der Altstadt, die Krankenhäuser etc. Das betreffe vor allem die Silvesterböllerei, da angemeldete Feuerwerke an solchen Orten im Einzelfall untersagt werden können.

In der Antwort auf die GRÜNEN-Anfrage wird zudem darauf hingewiesen, dass es egal sei, ob Feuerwerke privaten oder öffentlichen Charakter haben. „Entscheidend ist allein, dass sie von Fachpersonal durchgeführt werden müssen. Wer es sich also leisten kann, darf es zum Beispiel zu seiner Geburtstagsparty richtig krachen lassen. Das zumindest finden wir fragwürdig und sollte bei Gelegenheit vom Gesetzgeber überprüft werden“, so Klein. Schließlich sei der Spaß begrenzt, die Belastung aber von der Gemeinschaft zu tragen.

Nach Angaben der Verwaltung ist die Zahl der angezeigten Feuerwerke stark schwankend. So wurden in 2017 immerhin 14, in 2018 noch zehn und in 2019 bislang vier Feuerwerke angezeigt. In dieser Zahl sind die öffentlichen Feuerwerke während der Jahrmärkte enthalten. Die Ratsfraktion der GRÜNEN setzt derzeit vor allem auf die Einsicht der Bürgerinnen und Bürger. „Der extreme Lärm ist vor allem für geräuschsensible Menschen, aber auch für die Tiere eine echte Belastung. Besonders im Sommer, wenn ein Feuerwerk erst zu später Stunde abgebrannt werden kann. Je nach Wetterlage ist auch die Feinstaubfracht an Silvester ein Problem. Daher gilt, weniger ist mehr“, so die GRÜNEN abschließend.

Link: https://ris.osnabrueck.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1012942

 

 

 

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Wed, 12 Jun 2019 11:25:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/keine_vorschnellen_festlegungen_zum_vfl_stadion_gruene_machbarkeitsstudie_abwarten_statt_eigentore_schiessen/ Keine vorschnellen Festlegungen zum VfL-Stadion - GRÜNE: Machbarkeitsstudie abwarten, statt Eigentore schießen http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/keine_vorschnellen_festlegungen_zum_vfl_stadion_gruene_machbarkeitsstudie_abwarten_statt_eigentore_schiessen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/keine_vorschnellen_festlegungen_zum_vfl_stadion_gruene_machbarkeitsstudie_abwarten_statt_eigentore_schiessen/ Mit Verwunderung reagieren die GRÜNEN auf die Äußerungen des Finanzvorstands Thomas Fillep zur... Mit Verwunderung reagieren die GRÜNEN auf die Äußerungen des Finanzvorstands Thomas Fillep zur Finanzierbarkeit eines Stadionaus- bzw. -neubaus. „Seriös wäre es, zunächst die geplante Machbarkeitsstudie zur Sanierung abzuwarten, bevor man sich einseitig auf einen Stadionneubau festlegt, der auch noch allein von der Stadt finanziert werden soll“, erklären der Fraktionsvorsitzende, Volker Bajus, und der finanzpolitische Sprecher, Michael Hagedorn.

Irritiert zeigen sich die GRÜNEN auch über die Aussage des Kämmerers, die Stadt könne sich einen Stadionneubau leisten. Man stehe in Osnabrück vor erheblichen Investitionen und anspruchsvollen Aufgaben, die klar Priorität haben. Von der Schulsanierung, dem Turnhallenbau bis hin zur Gründung einer Wohnungsgesellschaft. „Beim Radwegbau, dem Busnetz und der Kultur hat der Hüter der Finanzen gerade noch vor steigenden Belastungen des Haushaltes gewarnt. Und jetzt hat er auf einmal kein Problem mit einer noch gar nicht bezifferbaren Summe im hohen zweistelligen Millionenbereich. Das ist finanzpolitisch fragwürdig. Einen solchen Blindflug halten wir nicht für verantwortbar“, so Bajus.

Auch für alle, die derzeit engagiert nach weiterer Unterstützung in der Region, in der Wirtschaft und auf Landesebene suchten, sei dies das völlig falsche Signal. „Eine Vollsanierung des Stadions oder gar der von Thomas Fillep ins Spiel gebrachte Neubau sind angesichts der Kosten ohne Beteiligung Dritter kaum vorstellbar“, erläutert Hagedorn.

Für die GRÜNEN habe zudem der Standort Bremer Brücke absolute Priorität. „Die Stimmung im VFL-Stadion ist legendär und ein Baustein des Aufstiegserfolgs. Das gibt man nicht ohne Not auf. Deswegen hat der Rat ja vor drei Tagen die Planungsmittel freigegeben, um zu sehen, was machbar ist. Wenn man ohne belastbare Argumente die Bremer Brücke schlecht redet und zugleich den Kostenrahmen für das Projekt 2. Liga beliebig steigert, dann läuft man Gefahr, Fans und Bürgerschaft hierüber zu spalten“, sorgt sich Bajus.

Angesichts der vielen Fragezeichen sei eine verfrühte Festlegung nicht sinnvoll und politisch nicht verantwortbar. „Der Kämmerer steht häufig bei notwendigen und auch wünschenswerten Ausgaben auf der Bremse – das ist ja auch sein Job. Dass er hier in dieser Art und Weise vorprescht, ist mehr als unverständlich. Entscheiden wird am Ende der Rat und nicht der Finanzvorstand. Der VfL und auch der Kämmerer sind dringend aufgerufen, für die Sicherstellung der Spielfähigkeit des VFL um weitere Sponsoren und Zuschüsse zu werben“, so Hagedorn.

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Fri, 31 May 2019 19:19:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/frauenhaus_landkreis_osnabrueck_ist_gefordert_rede_anke_jacobsen_zum_fdp_antrag_frauenhaus/ Frauenhaus: Landkreis Osnabrück ist gefordert - Rede Anke Jacobsen zum FDP-Antrag „Frauenhaus“ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/frauenhaus_landkreis_osnabrueck_ist_gefordert_rede_anke_jacobsen_zum_fdp_antrag_frauenhaus/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/frauenhaus_landkreis_osnabrueck_ist_gefordert_rede_anke_jacobsen_zum_fdp_antrag_frauenhaus/ In der letzten Sitzung des Sozialausschusses haben wir ausführlich über das Thema Frauenhaus in... In der letzten Sitzung des Sozialausschusses haben wir ausführlich über das Thema Frauenhaus in allen Facetten diskutiert. Denn es geht dabei um die Sicherheit von Frauen und Kindern in dieser Stadt. Das Protokoll hierzu umfasst mehr als drei Seiten, leider waren die Herren der FDP nicht dabei. Das Ergebnis unserer Beratungen ist Folgendes:

1. Das wesentlich Problem ist, das Frauen, die das Frauenhaus verlassen wollen und können, keine Wohnung auf dem Wohnungsmarkt finden. Deshalb u.a. haben wir ja für eine kommunale Wohnungsgesellschaft gekämpft, die wir nun ja gemeinsam auf den Weg bringen werden. Denn dann kann die Stadt selber Wohnungen für diese Frauen wie auch andere Menschen, die auf dem Wohnungsmarkt keine Chance haben, aus einem eigenen Bestand Wohnungen zur Verfügung stellen.

2. Die Istanbul-Konvention, die seit Januar 2018 in Kraft ist, gibt eine Empfehlung dafür, wie viele Frauenhausplätze eine Kommune vorhalten sollte. Danach ergibt sich in Osnabrück bei einer Anzahl von 17 Zimmern Defizit von bis zu 14 Betten.

3. Im Landkreis Osnabrück stehen insgesamt nur neun Plätze zur Verfügung bei einer Einwohnerzahl von 356.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das erhöht den Druck auf das Osnabrücker Frauenhaus massiv!

Das heißt, unabhängig von einer Kooperation, ist der Landkreis dringend gefordert, das Angebot deutlich zu erhöhen.

• Voraussetzung für eine regionale Lösung – wie hier im Antrag vorgeschlagen - wäre, dass der Landkreis überhaupt erst einmal die Bereitschaft signalisiert, selber weitere Häuser einzurichten, z.B. in Georgsmarienhütte, in Bramsche oder in Melle.

• Der Sozialausschuss hat unserer Verwaltung in der letzten Sitzung mit auf den Weg gegeben, bei ihren Gesprächen mit dem Landkreise auch das Thema Frauenhäuser anzusprechen. Gern kann die Verwaltung bei ihren Gesprächen das Thema einer Kooperation anschneiden. Wenn der Antrag in diesem Sinne gemeint ist, also im Sinne einer Sondierung, können wir einem Prüfauftrag zustimmen.

• Eine Kooperation würde sehr komplexe Fragen aufwerfen, wie die Aufteilung der Landeszuschüsse, die Kostenerstattungen etc.

• Mit unserem autonomen Frauenhaus haben wir eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei der Schaffung weiterer Plätze im Rahmen einer Kooperation sollte der auf die Expertise dieses Trägers zurückgegriffen werden.

Abschließend eine wichtige und grundsätzliche Anmerkung: Wir brauchen die Verankerung des Rechts auf einen Platz im Frauenhaus und, damit verbunden, eine zuverlässige Finanzierung für weitere Plätze, auch hier in der Stadt.

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Tue, 28 May 2019 17:23:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/radverkehr_staerken_infrastruktur_ausbauen_rede_von_michael_kopatz_verkehrspolitischer_sprecher_der_gruenen_stadtratsfraktion/ Radverkehr stärken, Infrastruktur ausbauen - Antragsbegründung von Michael Kopatz http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/radverkehr_staerken_infrastruktur_ausbauen_rede_von_michael_kopatz_verkehrspolitischer_sprecher_der_gruenen_stadtratsfraktion/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/radverkehr_staerken_infrastruktur_ausbauen_rede_von_michael_kopatz_verkehrspolitischer_sprecher_der_gruenen_stadtratsfraktion/ Im Artikel 2 unserer Verfassung steht: »Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche... Im Artikel 2 unserer Verfassung steht: »Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.« Wer jetzt sagt, Autofahren ist Privatsache, gibt sich einer großen Illusion hin.

Man kann sein Auto nicht nutzen, ohne die Freiheitsrechte anderer einzuschränken. Das gilt natürlich besonders für die Freiheitsrechte von Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Man muss nur einmal den Radweg am Wall nutzen. Die Situation ist unerträglich. Niemand lässt seine Kinder hier fahren.

Wir beklagen zwei tote Radfahrer*innen im Jahr. Und guckt man in den Stadtplan, der anzeigt, wo Radler*innen verletzt wurden, dann sieht man eine mit Punkten übersäte Karte.

Redet mal mit den Menschen, die an einer stark befahrenen Straße, wie der Iburger, Sutthauser, Buersche, Rheiner Landstraße.

Wenn man dann noch bedenkt, welche Auswirkungen die Schadstoffemissionen besonders auf Kinder und ältere Menschen haben - da wird Freiheit genommen.

Ich finde auch, gerade als Arzt muss man diese Probleme mit großer Sorge betrachten. Tom Thiele zeigt immer wieder vorbildlich, wie man dem Hippokratischen Eid auch durch politisches Engagement nachgehen kann.

Wer die Freiheitsrechte der Menschen bewahren möchte, kommt nicht um hin, die Städte menschenfreundlich zu gestalten.

Und eben dazu leistet diese Beschlussvorlage einen wichtigen Beitrag. Und es freut mich sehr, dass wir hier einer Meinung sind.

Was mich betrübt ist, dass immer wieder so getan wird, als sei es eine Frage von links oder rechts oder halt grüner Politik, wenn wir mehr Platz für Radfahrer schaffen. Ist es doch gar nicht!

80 Prozent der Bürger*innen wollen weniger Autos in der Stadt. Das sollte doch Rückhalt genug sein für alle Fraktionen. Das ist der kollektive Wunsch. Individuell beißen die Leute ins Tischbein vor Wut, wenn vor ihrem Haus ein Parkplatz verschwindet. Lieber Parkplätze, statt Bäume, alles schon erlebt.

Auch schlimm: Bürger*innen beschweren sich über die gefährlich schnellen Radfahrer*innen auf dem Radschnellweg.

Es ist leider so, das ist wissenschaftlich erwiesen, je weniger ernsthafte Problem die Menschen haben, also mit zunehmender Sicherheit, da nimmt die Aufregung über Banalitäten und Nebensächlichkeiten zu.

Wir Politiker*inen dürfen uns von diesen mikrolokalen Widerständen nicht irritieren lassen. Persönliche Egoismen lassen sich nur gesellschaftlich überwinden. Eben durch Politik.

Jetzt steht in der Vorlage wieder drin »Parkplätze werden nach Möglichkeit erhalten«. Warum nur? Leute, wir lösen die Probleme Lärm, Schadstoffe, Tote und Verletzte und die klimatische Selbstverbrennung nicht dadurch, dass wir die Parkplätze erhalten.

Niemand ändert seine Autoroutine, wenn sich in der Innenstadt alles wunderbar damit erledigen lässt. Niemand fängt an, in die Stadt zu radeln, oder den Bus zu nehmen, wenn es nicht zu gleich schwieriger und teurer wird, einen Parkplatz zu finden.

Erneut: Diese fatalen Egoismen können wir nur überwinden, wenn wir politisch geschlossen handeln. Also, bitte nicht um jeden Parkstreifen kämpfen, diesen Platz benötigen wir an vielen Stellen für breite und sichere Radwege.

So, und das Weitere darüber, warum welcher Punkt in diesem Beschluss besonders gut ist für Radler, erspare ich mir jetzt. Dass wissen wir doch alle. Oder: das machen vermutlich jetzt meine Nachredner.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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Tue, 28 May 2019 14:42:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/rekordergebnis_fuer_gruene_in_osnabrueck_glasklare_entscheidung_fuer_kommunale_wohnungsgesellschaft/ Rekordergebnis für GRÜNE in Osnabrück - Glasklare Entscheidung für kommunale Wohnungsgesellschaft http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/rekordergebnis_fuer_gruene_in_osnabrueck_glasklare_entscheidung_fuer_kommunale_wohnungsgesellschaft/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/rekordergebnis_fuer_gruene_in_osnabrueck_glasklare_entscheidung_fuer_kommunale_wohnungsgesellschaft/ Das Europawahlergebnis sehen die Osnabrücker GRÜNEN auf Grund eigener Rekordergebnisse... Das Europawahlergebnis sehen die Osnabrücker GRÜNEN auf Grund eigener Rekordergebnisse außerordentlich positiv. „Die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung freut uns ganz besonders. Das zeigt, dass die Menschen die Bedeutung Europas erkennen. Die EU-Wahl haben insbesondere die jungen Leute zur Klimawahl gemacht und dafür GRÜNEN ihr Vertrauen geschenkt. Nichtsdestotrotz bleiben die vielen Stimmen für Rechtsextreme und Neonazis ein Warnschuss an alle Demokraten. Wer sich wie einige Konservative mit diesen Antidemokraten einlässt oder ihre Argumente übernimmt, macht sich zu ihrem Wahlhelfer“, erklären Loreto Bieritz und Jonas Graeber für die GRÜNEN.

Die GRÜNEN gehen erheblich gestärkt aus der Europawahl hervor, auch in Osnabrück. Mit 33,3 Prozent erzielen sie nicht nur in der Stadt ihr bestes Ergebnis überhaupt. „Super im Bund, sind wir in Osnabrück noch weit über dem Bundesdurchschnitt. Wir haben damit unser Wahlziel, zweitstärkste Kraft zu werden, weit übertroffen. Danke an alle Wähler*innen. Das super Ergebnis haben wir hart erarbeitet. Dank vieler neuer Mitglieder, die uns im Wahlkampf phantastisch unterstützt haben“, so Bieritz und Graeber überglücklich.

„Von diesem Ergebnis geht auch ein starkes Signal in die Kommunalpolitik“, erklärt zudem der Fraktionsvorsitzende Volker Bajus. „Schon seit längerem sind wir die politische Kraft im Rat, die die Zukunftsthemen setzt. Das zeigt sich auch in der stark gestiegenen Unterstützung durch die Wähler*innen. Viel Verantwortung, die da auf uns zukommt. Die nächsten Jahre werden spannend“, verspricht Bajus.

Das herausragende Ergebnis für die kommunale Wohnungsgesellschaft ist aus Sicht der GRÜNEN vor allem dem starken und breiten gesellschaftlichen Bündnis für den Bürgerentscheid zu verdanken. „Die Initiativen haben mit wenig Ressourcen und unglaublich viel ehrenamtlicher Arbeit Enormes geleistet. Das Ergebnis ist eine herbe Niederlage für CDU und FDP, die sich bis zuletzt geweigert haben, mehr politische Verantwortung gegen das Versagen des privaten Wohnungsmarktes zu übernehmen. Das war ein Votum für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität. Nun müssen Rat und Verwaltung gemeinsam liefern. Wir sind bereit. Ab Montag geht es los“, so Bajus.

Die Stadt-GRÜNEN gratulieren zudem der Landratskandidatin Anna Kebschull zu ihrem starken Ergebnis bei der Wahl im Landkreis. „Das war ein sensationelles Ergebnis. Jetzt geht es in die Stichwahl. Unsere volle Unterstützung für Anna. Das wird noch spannend“, so die GRÜNEN abschließend.

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Sun, 26 May 2019 21:49:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/dialogpapier_politische_partizipation_des_migrationsbeirates/ Dialogpapier "politische Partizipation" des Migrationsbeirates http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/dialogpapier_politische_partizipation_des_migrationsbeirates/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/dialogpapier_politische_partizipation_des_migrationsbeirates/ Antrag Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, FDP, Die Linke, BOB, UWG-Piraten (TOP 4.10) Beschluss:

Bezugnehmend auf die Mitteilungsvorlage „Dialogpapier "politische Partizipation" des Migrationsbeirates“ (VO/2019/4040) und der Diskussion im Sozialausschuss vom 12.06.2019.

Zur Förderung der politischen Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund führt die Stadt Osnabrück auf Grundlage des vom Migrationsbeirat am 21. Mai 2019 beschlossenen Papiers "Politische Partizipation" ein Mentoring-Projekt durch. Die Verwaltung wird gebeten, ein entsprechendes Konzept gemeinsam mit dem Migrationsbeirat zu erarbeiten und mit Unterstützung der im Rat der Stadt Osnabrück vertretenen Fraktionen umzusetzen. Die Ergebnisse sind dem entsprechenden Ausschuss vorab zeitnah vorzustellen.

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

Sozial- und umweltgerechte Stadtentwicklung (Ziel 2016 - 2020)

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird einstimmig angenommen.

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Tue, 25 Jun 2019 16:42:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/frauen_in_not_nicht_allein_lassen/ Frauen in Not nicht allein lassen http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/frauen_in_not_nicht_allein_lassen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/frauen_in_not_nicht_allein_lassen/ Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (TOP 4.4) Beschluss:

Die Verwaltung wird aufgefordert

1. Informationen für Frauen in Notlagen über bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote besser aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen.

2. Dabei sind insbesondere auf der Website der Stadt an gut auffindbarer Stelle die Angebote der staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in der Region Osnabrück aufzuführen. Außerdem werden die niedergelassenen Ärztinnen, Ärzten und Kliniken in der Region genannt, die über Schwangerschaftsabbrüche informieren und/oder diese durchführen und mit der Veröffentlichung einverstanden sind.

3. Die Informationen sind mehrsprachig sowie in leichter Sprache anzubieten.

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

nicht zutreffend

Sachverhalt:

Frauen in Notlagen müssen leicht an Informationen kommen können. In Osnabrück gibt es ein vielfältiges und umfassendes Beratungs- und Hilfeangebot. Im Ernstfall müssen die Informationen leicht erreichbar und für alle Frauen zugänglich sein.

Insbesondere Frauen, die in speziellen Konfliktsituationen sind und z. B. aus höchstpersönlichen Gründen eine Schwangerschaft nicht austragen möchten, brauchen gute Informationen über die Möglichkeiten, die sie in dieser schwierigen Situation haben.

Beratungsstellen unterstützen in einem Entscheidungskonflikt. In einem vertraulichen Gespräch können Frauen über Ihre Situation sprechen und das Für und Wider einer Schwangerschaft zum derzeitigen Zeitpunkt abwägen.

Die Beratungsstellen vermitteln zudem vielfältige Informationen und weiterführende Hilfen. Diese umfassen u.a. die rechtlichen und medizinischen Rahmenbedingungen eines Abbruchs sowie alternative Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch wie die Freigabe zur Adoption und die anonyme Geburt. Generell stehen die Beratungsstellen auch nach dem Abbruch für die Frauen zur Verfügung.

Wenn eine betroffene Frau sich für ein Kind entscheidet, geben die Beratungsstellen Orientierungshilfen in Bezug auf die staatlichen Sozialleistungen und sonstige Hilfen sowie mögliche Unterstützungen.

Es ist davon auszugehen, dass Frauen in Notlagen sich zunächst anonym im Internet informieren wollen. Die Website der Stadt Osnabrück ist hier derzeit noch nicht an den Bedürfnissen der Nutzerinnen ausgerichtet.

Einige Informationen sind über die Website des Gesundheitsamtes von Stadt und Landkreis Osnabrück zu erlangen. Von dort führt ein Link zur Seite „Schwangerschaftskonfliktberatung und Schwangerschaftsabbruch“ des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Und erst dort sind mehrsprachige Ratgeber für Frauen bei ungewollter Schwangerschaft und sowie eine Liste aller anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen des Landes Niedersachsen auffindbar.

Andere Kommunen, wie zum Beispiel Göttingen, bieten hingegen bessere Informationsangebote und haben ihre Angebote im Zuge der Diskussion um den § 291 a erweitert (s. hierzu z.B. Göttingen:

https://www.goettingen.de/rathaus/service/dienstleistungen/schwangeren-und-schwangerschafts-konfliktberatung.html

Bei diesen Informationsangeboten bewegen sich die Kommunen in einem rechtlich sicheren Rahmen. Die Verbotsaspekte des § 219 a greifen nicht, weil es sich hier um eine nichtkommerzielle und neutrale Information handelt.

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird mehrheitlich angenommen.

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Tue, 25 Jun 2019 16:31:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/next_generation_innovative_und_kreative_wohnformen_in_osnabrueck/ Next Generation: Innovative und kreative Wohnformen in Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/next_generation_innovative_und_kreative_wohnformen_in_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/next_generation_innovative_und_kreative_wohnformen_in_osnabrueck/ Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (TOP 4.3) Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie die Aufgaben der "Kontaktstelle Wohnraum" weiterentwickelt werden können, um vorhandene Wohnflächen optimaler zu nutzen.

Die Kontaktstelle Wohnraum wurde letztes Jahr eingerichtet, um insbesondere dabei zu helfen, bautechnische und baurechtliche Hemmnisse, die neuem Wohnraum entgegenstehen, zu überwinden. Darüber hinaus ist es sinnvoll, interessierten Haushalten Informationen und Angebote zu vermitteln, wie sie die Nutzung ihrer Wohnfläche optimieren können, wenn diese durch Änderung der Lebensverhältnisse eigentlich zu groß bzw. zu teuer geworden ist (z. B. durch Untervermietung, Umbau, Einliegerwohnung, Umzug u.a.).

Dazu beauftragt sie Konzeptplanungen, um in der Diskussion mit Nutzern beispielhafte Lösungen als Diskussionsgrundlage aufzeigen zu können. Sie sucht nach Best Practice- Beispielen und bringt sie in Form von Vorträgen, Workshops und Exkursionen in die Öffentlichkeit.

Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, Wohnkonzepte und -projekte zu unterstützen, die insbesondere einen behutsamen Umgang mit Wohnfläche befördern. Aufzugreifen sind dabei die Erfahrungen und Entwicklungen in anderen Städten.

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

Sozial- und umweltgerechte Stadtentwicklung (Ziel 2016 - 2020)

Sachverhalt:

In Osnabrück gibt es nach wie vor viele Menschen, die eine bezahlbare Wohnung suchen. Zudem suchen insbesondere junge Familien ein Häuschen mit Garten. Befragungen zeigen, dass ältere Paare, deren Kinder ausgezogen sind, sich grundsätzlich vorstellen können, sich wohnräumlich zu verändern. Es fehlen jedoch konkrete Ansprache und Angebote. Die Verwaltung sollte daher überlegen, wie sich diese Potenziale erschließen lassen. Lag die durchschnittliche Wohnfläche pro Person 1965 bei 22 Quadratmetern und 1990 in Westdeutschland bei gut 36 qm, so ist sie bis 2017 auf 46,5 angestiegen. Im Wesentlichen sind zwei Entwicklungen für den zunehmenden Wohnflächenbedarf verantwortlich:

1. Der Trend zu immer kleineren, insbesondere Ein-Personen-Haushalten.

2. Der wachsende Wohnflächengebrauch älterer 1- und 2-Personen-Haushalte, bedingt durch den Verbleib der Eltern in der großen Familienwohnung nach Auszug der erwachsenen Kinder.

In Kombination mit weiteren baulichen Entwicklungen, die dazu führen, dass neu gebaute Wohneinheiten in der Regel größer sind als die in älteren Gebäuden, führen diese Wohnflächennutzungstrends zu einem zunehmenden Wohnflächenbedarf. Der beständige Flächenverbrauch bringt erkennbar Probleme mit sich:

1. Natur-, Naherhohlungs- und Frischluftgebiete werden beeinträchtigt.

2. Die Versiegelung gefährdet die Artenvielfalt und verschärft die Entwässerungssituation.

3. Zusätzliche Wohnrumquadratmeter bringen zusätzlichen Energieverbrauch mit sich. Der Raumwärmebedarf geht in Osnabrück durch permanenten Neubau nicht zurück, trotz Gebäudesanierung.

Wenn es zum Beispiel gelingt, durch die optimierte Nutzung der verfügbaren Wohnflächen den Bau von etwa 100 Wohnungen zu vermeiden, ließe sich ein beträchtlicher Ressourceneinsatz für Bau und Betrieb der Immobilien vermeiden. Hinzu kommt der vermiedene Flächenverbrauch. Volkswirtschaftlich relevant sind die vermiedenen Neubaukosten von etwa 20 Millionen Euro. Diese Mittel könnten theoretisch in Sanierung und Umbau fließen und dadurch den Wert der »Ressource Altbau« erhöhen.

geänderter Beschlussvorschlag:

Der Beschluss wird zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt verwiesen.

Beschluss:

Der geänderte Beschluss wird mehrheitlich angenommen.

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Tue, 25 Jun 2019 16:20:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kommunale_wohnungsgesellschaft_osnabrueck/ Kommunale Wohnungsgesellschaft Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kommunale_wohnungsgesellschaft_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kommunale_wohnungsgesellschaft_osnabrueck/ Konzepte Bezahlbarer Wohnraum (FDP-Fraktion) - Änderungsantrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die... Beschluss:

1. Um auf die Wohnungsknappheit von preisgünstigem Wohnraum kurzfristig reagieren zu können, wird die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept zu erarbeiten, um Rahmenbedingungen zu verbessern in Form von u.a.:

• Verstärkung Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden / Grenzbebauungen

• Verstärkte Zusammenarbeit mit den bestehenden Wohnungsbaugesellschaften

• Überprüfung bebaubarer Flächen, die in der Vergangenheit bereits geplant und dann nicht verwirklicht wurden, z.B. ab Schledehauser Weg 95 bis Bruchweg/Gruner Berg

• Verkürzung der Bearbeitungszeiten von Bauantragsverfahren

• Reduzierung von Bauauflagen

• Reduzierung kommunal beeinflussbarer Kosten wie Wasser, Abwasser bei Sozialwohnungen

• Senkung der Grundsteuer

• Zuschüsse für Bau von Sozialwohnungen

Hierfür werden für die nächsten 5 Haushaltsjahre Haushaltsmittel i. H. v. jährlich 10 Mio. € bereitgestellt.

2. Weiterhin setzt sich der Rat auf Landes- und Bundesebene dafür ein, dass

• das Wohngeld erhöht wird

die Grunderwerbssteuer für die erste selbstgenutzte Immobilie entfällt.

Der Rat möge beschließen:

1. Die Originalvorlage der FDP, der Änderungsantrag der CDU/BOB-Gruppe, sowie der Antrag der Gruppe UWG/Piraten (siehe TOP 4.5) werden zur weiteren Beratung in die Fachgremien verwiesen. Federführend soll hierbei der Ausschuss für Finanzen, Infrastruktur und Beteiligungssteuerung sein. Die Verwaltung wird um Stellungnahme gebeten.

2. Der Rat wird sich für eine schnellstmögliche Umsetzung des Ergebnisses des Bürgerentscheids einsetzen.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen für eine Umsetzung zu schaffen. Dazu soll dem Rat bis zur Sitzung am 03.09.2019 ein Zeit- und Maßnahmenplan vorgelegt werden.

4. Dieser Plan soll zudem eine angemessene Beteiligung der Bürgerschaft an der Planung beinhalten, also z.B. Bürger-Workshops.

5. Städtische Grundstücke, die für die Errichtung von Wohnungsbau geeignet sind, werden nicht mehr an Dritte verkauft. Von dieser Regelung abweichende Verkäufe müssen dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird einstimmig angenommen.

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Tue, 28 May 2019 13:29:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/anstrengungen_fuer_kommunale_klimapolitik_verstaerken/ Anstrengungen für kommunale Klimapolitik verstärken http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/anstrengungen_fuer_kommunale_klimapolitik_verstaerken/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/anstrengungen_fuer_kommunale_klimapolitik_verstaerken/ Antrag Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, Die Linke (TOP 4.7) - geänderte Fassung Beschluss:

Der Rat der Stadt Osnabrück erkennt die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an.

Er stellt fest, dass die bisher lokal ergriffenen Maßnahmen und deren zeitliche Umsetzung nicht ausreichen, um das Ziel aus dem Masterplan-Beschluss, den CO2 Ausstoß um 95% zu senken, zu erreichen.

Er weist Bund und Länder darauf hin, dass die Rahmenbedingungen für kommunale Klimapolitik durch zielgerichtete Anreize, Förderung und Regulierung erheblich verbessert werden müssen.

Der Rat wird weiterhin den Dialog und die Diskussion mit dem Masterplanbeirat und klimapolitischen Initiativen wie Fridays for Future suchen. Die Stadt Osnabrück ergreift folgende Maßnahmen, die u.a. aus den Gesprächen mit dem Masterplan-Beirat und der Fridays for Future Bewegung hervorgegangen sind:

Der Rat der Stadt Osnabrück

1. wird ab sofort die Auswirkungen auf das Klima bei relevanten Entscheidungen besser berücksichtigen, und solche Lösungen bevorzugen, die sich positiv auf den Klimaschutz auswirken. Die Verwaltung wird aufgefordert unter Einbeziehung des Masterplan Beirats zu prüfen, wie Beschlussvorlagen Klimaauswirkungen entsprechend ausweisen können.

2. fordert den Oberbürgermeister auf, dem Stadtrat und der Öffentlichkeit jährlich zu berichten. Die Verwaltung wird aufgefordert unter Einbeziehung des Masterplan- Beirats Verfahrensvorschläge zu machen.

3. fordert die städtischen Beteiligungen auf, sich selbst ambitionierte Klimaschutzziele zu setzen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und dem Rat dazu Bericht zu erstatten.

4. Die Stadtwerke Osnabrück werden aufgefordert, eine Strategie zum verbindlichen Ausstieg aus fossilen Energieträgern vorzulegen.

5. fordert die Verwaltung auf, unter Einbeziehung des Masterplan-Beirats zu prüfen, wie die bestehenden Klimaziele für das Jahr 2050 angepasst und welche Vorgaben für die Jahre 2025, 2030, 2040 festgelegt werden müssen, damit Osnabrück seinen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele leistet.

6. bittet den Masterplan-Beirat um Vorschläge, wie die jüngere Generation in die Beirats-Arbeit eingebunden werden kann.

Der Rat der Stadt Osnabrück fordert zudem, folgende Maßnahmen bis nach der Sommerpause zeitnah zu prüfen. Das weitere Vorgehen hierzu wird im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt beraten:

a) Ausbau der Quartiersberatung zur Energieeffizienz und Sanierung.

b) Erarbeitung einer Einspar- und Sanierungsstrategie für die kommunalen Gebäude mit dem Ziel, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

c) die Ausweitung und bessere Vertaktung des Regionalverkehrs im neuen Nahverkehrsplan.

d) die im Koalitionsvertrag der Landesregierung angekündigte Ausweitung des kostenfreien Schülerverkehrs und eines "Niedersachsen-Schülertickets ".

e) die weitere Attraktivierung des Busverkehrs (Beschleunigung und Modernisierung).

f) ein gemeinsames Mobilitätsmanagement für Stadt und Beteiligungen.

g) die weitere Unterstützung gesellschaftlicher Initiativen wie dem Strom-Spar-Check.

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Ziel 2016 - 2020)

Sachverhalt:

Der Klimaschutz ist die größte Herausforderung der Menschheit wird der ehemalige UN- Generalsekretär Ban Ki-moon im Vorfeld des Weltklimagipfels von Paris zitiert.

Osnabrück hat sich dem Kampf gegen die Klimakrise schon früh gewidmet. Unter anderem erfolgte 1994 der Beitritt zum "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V." und 1995 wird der Runde Tisch CO2 gegründet. 1996 das erste CO2- Reduzierungskonzept vorgelegt. Seit 2005 wird bei allen Bebauungsplänen eine solarenergetische Prüfung vorgenommen. 2007 startet das bundesweit erste Solardachkataster (SUN-AREA) in Osnabrück. 2011 erfolgt schließlich der einstimmige Ratsbeschluss zum Masterplan Klimaschutz - um nur einige Meilensteine zu nennen.

Um die Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen, sind verstärkt wirksame Maßnahmen umzusetzen, da Osnabrück seine Zielsetzung derzeit deutlich verfehlt.

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird bei einer Enthaltung einstimmig angenommen.

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Tue, 28 May 2019 13:19:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/radverkehr_staerken_infrastruktur_ausbauen/ Radverkehr stärken - Infrastruktur ausbauen http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/radverkehr_staerken_infrastruktur_ausbauen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/radverkehr_staerken_infrastruktur_ausbauen/ Antrag Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD, FDP, UWG-Piraten, Die Linke (TOP 4.6) -... Beschluss:

Der Rat der Stadt Osnabrück bekräftigt den Beschluss zum Radverkehrsplan 2030 und erkennt an, dass zur Umsetzung größere Anstrengungen und ein kürzerer Realisierungszeitraum als in der Vergangenheit notwendig sind. Hohe Sicherheit und Komfort auf Radwegen, ausreichend Platz für unterschiedliche Zweiräder und Geschwindigkeiten und ein lückenloses Netz sind entscheidende Faktoren für den Erfolg von Radverkehr. Die Stadt Osnabrück setzt sich das Ziel, in der folgenden Dekade bis 2030 unter die TOP 5 der radverkehrsfreundlichsten Städte Deutschlands vorzustoßen und dort zu bleiben. Dafür werden folgende Maßnahmen beschlossen:

1. Die Planungskapazität für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur wird in dem notwendigen Ausmaß erweitert. Dafür legt die Verwaltung zeitnah einen Plan vor, welche Stellen geschaffen und ausgeschrieben werden müssen und wo mit externen Planungskapazitäten gearbeitet werden kann.

2. Die Radverkehrsinfrastruktur am Wallring ist eine zentrale Schwachstelle im Radwegenetz der Stadt. Bis Ende 2020 legt die Verwaltung einen vollständigen Maßnahmenplan für den zukunftsfähigen Ausbau der Radwege am Wallring vor. Die Umsetzungsperspektive ist 2025.

a) Gegebenenfalls notwendige Einengungen der Fahrspuren für den Individualverkehr werden verträglich ausgestaltet. Die Reduktion von Fahrspuren wird vermieden. Baumbestände und Parkplätze werden nach Möglichkeit erhalten. Die Kompensationsmöglichkeiten für notwendige Eingriffe werden dargestellt. Im Falle eines kompensationslosen Wegfalls wird die Verträglichkeit dem Ausschuss abgewogen dargestellt.

b) Priorität hat die Förderung des Radverkehrs unter Berücksichtigung von Fuß- und Busverkehr. Veränderungen für Fahrspuren, Kreuzungsbereiche, Lichtsignalanlagen, Parkplätze, Baumbestand, Gehwegbreiten, etc. werden im Fachausschuss ausführlich und abgewogen dargestellt (ggf. in Varianten). Getrennte Ampelschaltungen für Radverkehr und motorisierten Verkehr sind zu prüfen. Empfehlungen aus dem Masterplan Innenstadt sind zu berücksichtigen.

3. Die Gespräche mit den Umlandgemeinden und dem Landkreis über weitere Radschnellwege werden intensiviert. Die Planungen für die aussichtsreichsten Strecken werden vorangetrieben und entsprechende Förderanträge beim Land gestellt.

4. Alle P+R Plätze, die in Zukunft entstehen, werden nicht nur an den ÖPNV angebunden, sondern auch optimal in das Radwegenetz eingebunden. Das Zurücklegen der "letzten Meile" mit dem Rad, e-Scooter oder ähnlichen Fahrzeugen wird so gefördert. Entsprechende Abstellanlagen an den P+R Plätzen sind in ausreichender Zahl zu errichten.

5. Die Prioritätensetzung für Maßnahmen auf den Verbindungen der Stadtteile in die Innenstadt (entlang der Routenpaare 6 (Innenstadt - Voxtrup), 8 (Innenstadt - Sutthausen) und 9 (Innenstadt - Hellern), gemäß Beschluss vom 05.09.2017) wird mit einem konkreten Zeitplan hinterlegt. Dieser berücksichtigt, dass bis 2030 auch die Maßnahmen auf den anderen sechs Verbindungen umzusetzen sind.

6. Fahrradstraßen sind ein wichtiges Instrument der Radverkehrsinfrastruktur. Sie werden wie z.B. die Katharinenstraße sehr gut von Fahrradfahrer*innen angenommen. Der Rat begrüßt die Bemühungen der Verwaltung, zu einem einheitlichen Gestaltungs- und Erscheinungsbild zu kommen, damit die Fahrradstraßen von anderen Verkehrsteilnehmer*innen besser erkannt werden.

Die Stadtverwaltung prüft

a) geeignete Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Katharinenstraße für den Radverkehr und legt diese dem Stadtentwicklungsausschuss zur Beratung vor. Es wird geprüft, ob Vorfahrtsregelungen für die Katharinenstraße/Ernst-Sieversstraße/In der Barlage geschaffen werden können, um die Route weiter zu attraktivieren.

und b) ob weitere Fahrradstraßen in den Stadtteilen mit hohem Radverkehrsaufkommen, wie z.B. der Wüste, kurzfristig realisiert werden können.

7. Beim Straßenunterhalt, bei Straßensanierungen, der Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen oder größeren Umbaumaßnahmen werden diejenigen Maßnahmen prioritär umgesetzt, mit denen auch Verbesserungen auf Haupt- oder Velorouten für den Radverkehr im Sinne des RVP 2030 erreicht und kostengünstiger umgesetzt werden können.

8. In der Innenstadt wird der Platz zum Abstellen von Fahrrädern rund um die Fußgängerzonen und die attraktiven Kultur- und Freizeiteinrichtungen knapp. Fahrradgaragen nach dem Vorbild vieler niederländischer Städte würden hier Abhilfe schaffen, insbesondere für Berufspendler und bei längeren Aufenthalten im Innenstadtbereich. Die Verwaltung prüft die Möglichkeiten zur Errichtung solcher Fahrradgaragen im Bestand und intensiviert die Gespräche mit der OPG und privaten Eigentümer*innen. Die Schaffung dieser notwendigen Infrastruktur wird bei zukünftigen Bauvorhaben berücksichtigt.

9. Im nächsten Haushaltsplan werden in der mittelfristigen Finanzplanung die Voraussetzungen geschaffen, um die Investitionen in den Radverkehr zu steigern. Die Einführung eines befristeten Sonderfonds o.ä. wird geprüft. Die Finanzverwaltung bereitet einen Vorschlag vor, der finanziell vertretbar ist und garantiert, dass der Fahrradwegeausbau spürbar vorangebracht wird.

10. Bei allen Planungen für die Radinfrastruktur der Zukunft in Osnabrück ist zu berücksichtigen, dass die Menge der Zweiräder weiter ansteigt, die Vielfalt der Fahrzeuge zunimmt und sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten gefahren werden. Alle Maßnahmen werden deshalb unter der Prämisse behandelt, dass Osnabrück sichere Radwege benötigt, die ein konfliktarmes Überholen neben dem Individualverkehr und dem ÖPNV ermöglichen und gleichzeitig aus finanzieller Sicht vertretbar sind.

11. Neben den Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur besteht weiterhin die Notwendigkeit zur Verbesserung des ÖPNV und ganz konkret der Busbeschleunigung. An vielen Punkten ergänzen sich die Verkehrsmittel und bilden zusammen mit dem Schienen- und dem Fußverkehr das Rückgrat einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität in Osnabrück.

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

Nachhaltige Mobilität (Ziel 2016 - 2020)

Sachverhalt:

Rat und Verwaltung haben mit großer Bürgerbeteiligung und viel Aufwand einen Radverkehrsplan 2030 erarbeitet und mit Prioritätensetzung und qualitativen Aussagen im Rat verabschiedet. Das ist die Basis der Radverkehrsplanung der nächsten Jahre.

Die Ergebnisse des Radklimatests sind schlecht und zum Teil schlechter als in den Jahren zuvor. Sicher steigt die Anspruchshaltung der Umfrageteilnehmer, aber die realen Probleme wie Schadstoff und Lärmbelastung und die Notwendigkeit des Klimaschutzes zwingen ebenfalls zum Handeln. Für die Osnabrücker Politik ist das Umfrageergebnis Anlass zum Nachdenken und handeln.

Der Radverkehr ist für Städte eine der umweltschonendsten und nachhaltigsten Fortbewegungsarten und wird weiter zunehmen. Wir erleben schon jetzt unterschiedliche Geschwindigkeiten, Lastenräder und Fahrradanhänger und demnächst kommen weitere elektrisch angetriebene Verkehrsmittel dazu (E-Scooter). Der Platz auf den Radwegen wird enger und nur breite und sichere Wege tragen dieser Entwicklung Rechnung. Städte, die wie Groningen oder Kopenhagen in den 70ern mit Radverkehrsförderung angefangen sind, erleben jetzt, dass ihre Wege erneut zu schmal sind und sie weiter ausbauen müssen. Osnabrück ist später dran, kann aber von den Erfahrungen anderer lernen. Der Beschluss zum Radverkehrsplan 2030 greift genau dieses auf. Münster hat traditionell einen hohen Radverkehrsanteil, aber keine dafür passende Infrastruktur. Das bringt die bekannten Probleme mit sich und hat sie aktuell den Titel der deutschen Radverkehrshauptstadt gekostet.

Der Landkreis entdeckt das Fahrrad (s. Bericht in der NOZ). Auch der Anteil der Radfahrer*innen aus dem Umland auf unseren Straßen wird perspektivisch steigen. Dazu kommt die letzte Meile vom P+R Platz oder dem Bahnhof. Sei es mit dem E-Scooter oder dem Rad.

Die Verwaltung arbeitet an der Umsetzung des RVP 2030. Zwei schon lange Zeit ausgeschriebene Stellen konnten erst jetzt besetzt werden. Das ist ein Grund, warum es nur langsam vorangeht. Die HH-Ansätze sind erhöht worden, aber letztendlich sind auch 800.000 Euro pro Jahr angesichts der Herausforderungen relativ wenig Geld. Wenn sie aber nicht verplant werden können, weil kein Personal dafür vorhanden ist, nützen sie gar nichts.

Was folgt daraus? Wir haben Grundlagen geschaffen um voran zu kommen, aber die Umsetzung ist zu langsam. Wir brauchen keinen Streit über einzelne Themen und welche Fraktion am meisten Radverkehrsförderung macht. Wir brauchen einen kraftvollen Grundsatzbeschluss mit klaren Zielvorgaben und entsprechender Ausstattung, um den Herausforderungen der Zukunft schneller gerecht werden zu können und damit Osnabrück bei kommenden Radklimatests besser abschneidet. Dieser Grundkonsens ist vorhanden und es wäre ein zielführendes Signal, wenn hier über Parteigrenzen hinweg ein wichtiger Schritt in die Zukunft gemacht wird.

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird einstimmig angenommen.

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Tue, 28 May 2019 13:08:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kompetenzzentrum_wasserstoff_in_osnabrueck/ Kompetenzzentrum Wasserstoff in Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kompetenzzentrum_wasserstoff_in_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kompetenzzentrum_wasserstoff_in_osnabrueck/ Antrag Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU, SPD (TOP 4.2) Beschluss:

Der Rat der Stadt Osnabrück unterstützt den Aufbau eines Kompetenzzentrums Wasserstoff in der Stadt Osnabrück und beauftragt die Verwaltung, auf Basis des beigefügten Konzepts, sich beim Land Niedersachsen für eine entsprechende Finanzierung einzusetzen. Eine Einbindung des Landkreises Osnabrück sowie weiterer Akteure aus Stadt und Landkreis Osnabrück in einen gemeinsamen Antrag ist klimapolitisch sinnvoll und ausdrücklich gewünscht. Die Landtagsabgeordneten der Region werden gebeten, sich für diese gemeinsame Initiative einzusetzen.

Sachverhalt:

Leitbild für die deutsche Klimaschutzpolitik sind die Vereinbarungen der UN-Klimarahmenkonvention sowie ihrer Zusatzprotokolle wie das Kyoto-Protokoll oder die Übereinkommen von Paris und Katowice aus den Jahren 2015 und 2018. Im Klimaschutzplan 2050 bestätigte die Bundesregierung auch die Minderungsziele von mindestens 55 % bis 2030 und von mindestens 70 % bis 2040. Der Klimaschutzplan verankert zudem das Leitbild, bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu werden.

Um ihren Klimaschutzverpflichtungen nachzukommen, hat die Stadt Osnabrück zahlreiche Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen angestoßen. Mit den Masterplänen „100 % Klimaschutz“ und „Green City“ hat die Stadt Osnabrück sich selber weitreichende Ziele gesetzt und erste wichtige Schritte hin zu einer ökologischen und ökonomischen zukunftsfähigen Stadt auf den Weg gebracht.

Im Hinblick auf die Realisierung dieser ambitionierten Klimaschutzziele stellt sowohl national als auch auf regionaler Ebene in Stadt und Landkreis Osnabrück die wasserstoffbasierte Sektorenkopplung der Bereiche Energie, Wärme, Verkehr und Industrie eine ökologisch notwendige und ökonomisch attraktive Ergänzung zu den bestehenden Maßnahmen dar.

In Ergänzung zu einer „All-Electric-World“ kann die Wasserstofftechnologie mittel- bis langfristig ein zukunftsweisendes Potential für die Realisierung dieser Sektorenkopplung im Spannungsdreieck von politischen Klimaschutzzielen, Wirtschaftlichkeit und Ökologie darstellen.

Für die Stadt Osnabrück ist es sinnvoll zu prüfen, inwiefern die zahlreichen Initiativen und Förderprojekte zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auf Landesebene als Chance zur Lösung von Herausforderungen im Klimaschutz und Stärkung der ansässigen Wirtschaft in Stadt und Landkreis Osnabrück genutzt werden können.

Ziel des beigefügten Konzeptvorschlags ist es, über ein durch das Land Niedersachsen gefördertes Kooperationsprojekt mit den Projektpartnern ECOS, Stadtwerke Osnabrück, Ludwig Bölkow Systemtechnik und BBH ein umfassendes Konzept für eine wasserstoffbasierte Sektorenkopplung in der Stadt Osnabrück zu erarbeiten. Dieses Konzept soll die Basis für ein Kompetenzzentrum Wasserstoff darstellen und den weiterführenden Transformationsprozess legen. Im Rahmen dieses Vorhabens sollen, auf Basis einer gemeinsamen Vision, einzelne Projekte (in einer ersten Abschätzung 6 bis 12 Einzelprojekte) mit lokalen Akteuren (LoI’s im Anhang) technisch, wirtschaftlich und rechtlich entwickelt und zu einem schlüssigen Gesamtkonzept (System) zusammengefügt werden.

Sowohl die systemische Analyse der Verbraucherseite bei der Sektorenkopplung in Stadt und Landkreis Osnabrück als auch die Bandbreite der beteiligten Unternehmen und Sektoren (Stadtwerke, Agrarindustrie, Wohnungswirtschaft, Wissenschaftsbetriebe, Automobilindustrie, etc.) in unserer Region bilden ein landes- und bundesweites Alleinstellungsmerkmal.

Auf Basis einer 100%igen Finanzierung des Projektes durch das Land liegt, wie in der Anlage 1 näher beschrieben, der geplante Projektzeitraum bei rund 12 Monaten und die Fördersumme bei rd. 776 – 964 Tsd. € in Abhängigkeit von zu entwickelnden Projekten.

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird einstimmig angenommen.

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Tue, 28 May 2019 12:56:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/der_name_erich_maria_remarque_steht_fuer_frieden_toleranz_und_humanitaet-1/ Der Name Erich Maria Remarque steht für Frieden, Toleranz und Humanität http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/der_name_erich_maria_remarque_steht_fuer_frieden_toleranz_und_humanitaet-1/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/der_name_erich_maria_remarque_steht_fuer_frieden_toleranz_und_humanitaet-1/ Antrag Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen (TOP 8.1) Beschluss:

Der Rat der Stadt Osnabrück fordert das Land Niedersachsen auf, seine Pläne zur Einrichtung einer zentralen Landes-Abschiebebehörde, insbesondere im Erich-Maria- Remarque-Haus, kritisch zu überdenken.

1. Eine Unterbringung des niedersächsischen Abschiebezentrums im nach Erich Maria Remarque benannten Haus, der selber der Verfolgung im nationalsozialistischen Deutschland nur durch Flucht entgehen konnte, ist nicht angemessen.

2. Die Zentralisierung der Aufgabe auf Landesebene engt die kommunalen Entscheidungsspielräume erheblich ein. Die Umstände des jeweiligen Einzelschicksals und lokale Aspekte bleiben dann unbeachtet. Die regional zuständigen Landtagsabgeordneten werden gebeten, sich bei der Landesregierung entsprechend einzusetzen.

Sachverhalt:

Das Flüchtlingshaus an der Sedanstraße, das den Namen des großen Osnabrücker Schriftstellers Erich-Maria-Remarque trägt, ist für die Aufgabe ungeeignet. Der Name Remarques steht für Willkommenskultur, Aufnahme und Humanität. Viele Osnabrückerinnen und Osnabrücker engagieren sich bürgerschaftlich für Geflüchtete unter anderem genau deswegen hier in diesem Haus. Darauf weist die Remarque-Gesellschaft ausdrücklich hin.

Unter einem Dach Geflüchtete ankommen zu lassen, die traumatisiert von Krieg, Verfolgung oder Not im Herkunftsland und der Flucht sind, und zugleich ein Abschiebezentrum zu betreiben, ist problematisch. Die unmittelbare Konfrontation mit drohender Abschiebung verschärft für die Schutzsuchenden die ohnehin schwierige Situation.

Aus menschenrechtlichen Gründen muss bei Fragen des Bleiberechts immer das Einzelschicksal genau beachtet werden. Die Caritas Osnabrück kritisiert daher die Pläne: "Die kommunalen Ausländerbehörden vor Ort mit ihren Mitarbeitern sind viel näher an den betroffenen Menschen dran und somit auch über aktuelle Entwicklungen viel besser informiert. Sie kennen die einzelnen persönlichen Schicksale und mögliche Abschiebehindernisse."

Und weiter: "Eine zentrale Abschiebestelle sei viel zu weit von den Betroffenen entfernt und gar nicht in der Lage tagesaktuell zu entscheiden. Es bestünde die erhöhte Gefahr rechtswidriger Abschiebungen (…) Bei den kommunalen Ausländerbehörden werden Genehmigungen zu Ausbildungen beantragt und akute schwerwiegende Erkrankungen bekannt. Die Gefahr, dass eine zentrale Ausländerbehörde diese wichtigen Aspekte nicht berücksichtigt ist sehr groß. (…) Die Zielsetzung eines fairen Asylverfahrens, während gleichzeitig deren Beschleunigung durch zentrale Abschiebestellen vorangetrieben wird, um die Abschiebequoten zu erhöhen, erscheint unter diesen Umständen nicht mehr gegeben"

https://www.caritas-os.de/pressemitteilungen/quotenoptimierung-auf-kosten-der-menschlichkeit/1410275

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird mehrheitlich abgelehnt.

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Tue, 30 Apr 2019 21:50:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/strassenbenennungen/ Straßenbenennungen http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/strassenbenennungen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/strassenbenennungen/ Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (TOP 8.6) Beschluss:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Namen der vier weiblichen Mitglieder des Parlamentarischen Rates Friederike Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel auf die Vorschlagsliste für Straßenbenennungen aufzunehmen.

Sachverhalt:

Im Jahr 2019 feiern wir 70 Jahre Grundgesetz. Insbesondere den weiblichen Mitgliedern des Parlamentarischen Rates ist es zu verdanken, dass Gleichberechtigung in der Verfassung verankert ist. Auch wenn Ihre Umsetzung nur Schritt für Schritt erfolgt, ist es dennoch geboten diese wichtige Grundsteinlegung zu würdigen.

Die Personen eignen sich vor dem Hintergrund, dass in Osnabrück derzeit weniger als 10 Prozentz der sich auf Einzelpersonen beziehenden Straßennamen nach Frauen benannt sind, und im Hinblick darauf, dass bereits im Mai 2006 im Kulturausschuss beschlossen wurde, hier eine entsprechend veränderte Gewichtung vorzunehmen.

Beratungsergebnis:

Der Beschluss wird einstimmig zur weiteren Beratung in den Kulturausschuss verwiesen.

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Tue, 30 Apr 2019 17:23:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/umsetzung_des_zweckentfremdungsverbots_in_der_stadt_osnabrueck/ Umsetzung des Zweckentfremdungsverbots in der Stadt Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/umsetzung_des_zweckentfremdungsverbots_in_der_stadt_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/umsetzung_des_zweckentfremdungsverbots_in_der_stadt_osnabrueck/ Änderungsantrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Fraktion (TOP 8.3) Beschluss (Änderungsantrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen):

Der Rat möge beschließen, die Satzung zur Zweckentfremdung von Wohnraum, wie sie dem „Niedersächsisches Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (NZwEWG)“ des Niedersächsischen Landtags zu entnehmen ist, anzuwenden.

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit eine Satzung zur Verhinderung der Zweckentfremdung von Wohnraum, wie sie jetzt nach dem "Niedersächsischen Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (NZwEWG)" möglich ist, zweckmäßig auch in Osnabrück anzuwenden ist.

Beschluss (Änderungsantrag SPD-Fraktion):

Der Rat möge beschließen beauftragt die Verwaltung zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen die Satzung zur Zweckentfremdung von Wohnraum, wie sie dem „Niedersächsisches Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum (NZwEWG)“ des Niedersächsischen Landtags zu entnehmen ist, für die Stadt Osnabrück anzuwenden ist und welche Vorteile für den Osnabrücker Wohnungsmarkt bei einer Anwendung entstehen.

Darüber hinaus wird die die Verwaltung beauftragt,

  1. Vorschläge zu erarbeiten, wie leerstehende Wohnungen bzw. Häuser wieder dem Osnabrücker Wohnungsmarkt zugeführt werden können und
  2. Für den Bereich der privaten Vermietungen, Kontakt zur Immobilienbranche in Osnabrück aufzunehmen und Eigentümer von leerstehenden Wohngebäuden mit potentiellen Investoren zusammenzuführen

Beratungsergebnis:

Der geänderte Beschluss wird einstimmig angenommen.

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Tue, 30 Apr 2019 17:02:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/abfallaufkommen_und_entsorgungswege_einweggeschirr_und_to_go_verpackungen_in_osnabrueck/ Abfallaufkommen und Entsorgungswege Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen in Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/abfallaufkommen_und_entsorgungswege_einweggeschirr_und_to_go_verpackungen_in_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/abfallaufkommen_und_entsorgungswege_einweggeschirr_und_to_go_verpackungen_in_osnabrueck/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (TOP 18.6) Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen prägen den Alltag und sind eine der Ursachen für stetig steigende Abfallmengen. Einerseits haben sich die Konsumgewohnheiten stark geändert, andererseits wird heute von Herstellern aus Kostengründen selbst dort Einweg genutzt, wo früher Mehrweg noch Standard war.

To-Go- und Picknick-Abfälle sind immer häufiger in der Natur und im öffentlichen Raum zu finden. Die Stadtreinigung kommt kaum noch nach, Straßen und Parks zu säubern. Aber auch die überwiegende Menge, die in der Müllverbrennung oder bestenfalls im Recycling endet, bedeutet angesichts existierender Mehrwegalternativen eine Vergeudung natürlicher Ressourcen. Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen tragen laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) inzwischen erheblich zum Abfallaufkommen in Deutschland bei. Knapp 350.000 Tonnen Abfall fielen 2017 dadurch an, seit 1994 stiegen die Abfallmengen um 44 Prozent.

Papier, Pappe und Karton (PPK) haben mit über 220.000 Tonnen einen Anteil von über 64 Prozent an den Abfällen. Daneben spielt Kunststoff mit über 105.000 Tonnen bzw. 30 Prozent eine bedeutende Rolle. Aluminium und Naturmaterialien fallen weniger ins Gewicht, verzeichnen allerdings sehr hohe Steigerungsraten. Den größten Anteil am Abfallaufkommen haben mit über 155.000 Tonnen Teller, Boxen, Schalen etc., darunter Pizzakartons mit allein fast 50.000 Tonnen. Systemgastronomie und Imbisse bringen jeweils circa ein Drittel des Einweggeschirrs bzw. der To-Go-Einwegverpackungen in Verkehr (nach Tonnage). Privathaushalte verursachen 19 Prozent. Tankstellen, Heiße Theken in Metzgereien, Verkaufsautomaten, Volksfeste u.ä. kommen zusammen auf sieben Prozent, Hotels, Cafés und Kantinen auf vier Prozent und der Lebensmitteleinzelhandel auf zwei Prozent.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Wie hoch ist das jährliche Abfallaufkommen durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen in Osnabrück unterteilt nach Papier, Pappe und Karton (PPK), Kunststoff, Alu und Naturmaterialien?

2. Welche Entsorgungswege werden dafür wie von Systemgastronomie und Imbissen, bei Volksfesten etc. mit welchen Kosten genutzt?

3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung dieser Entwicklung entgegenzuwirken und das Abfallaufkommen drastisch zu verringern?

Die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen kann wie folgt beantwortet werden:

1. Wie hoch ist das jährliche Abfallaufkommen durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen in Osnabrück unterteilt nach Papier, Pappe und Karton (PPK), Kunststoff, Alu und Naturmaterialien?

Für die Sauberkeit auf Osnabrücks Straßen und öffentlichen Plätzen sorgt die Straßenreinigung des Osnabrücker ServiceBetriebs (OSB). An sieben Tagen in der Woche reinigt sie zusätzlich zum Einsatz der Kehrmaschinen auch per Hand Straßen, Radwege, städtische Fußwege und Plätze, befreit die öffentlichen Flächen von Müll und Unrat und leert die über 2.000 öffentlichen Papierkörbe. Pro Jahr werden so zwischen 450 und 550 Tonnen ungetrennter Abfall eingesammelt.

Bei diesen Mengen aus öffentlichen Bereichen handelt es sich um die Gesamtmenge aus Handreinigung und Papierkorbleerung. Eine mengenmäßige Unterscheidung oder eine Unterteilung nach Produktart und Materialsorte ist nicht möglich.

Weiteres Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen befinden sich auch in den Abfallbehältern der haushaltsnahen Müllabfuhr. Auch hier liegen keine Informationen zu Mengen sowie der jeweiligen Produktart und Materialsorte vor, die sich im Restabfall, im Altpapier oder dem Gelben Sack befinden.

Im Rahmen der Umsetzung des Verpackungsgesetzes hat sich der OSB an einer deutschlandweiten Altpapiersortieranalyse beteiligt, in der es im Wesentlichen darum ging, die allgemeine Zusammensetzung des haushaltsnah erfassten Altpapiers zu ermitteln, unterschieden nach Verpackungen und Nichtverpackungen. Hierbei wurde auch der Anteil an To-Go-Verpackungen erfasst. Die Auswertung liegt dem OSB allerdings noch nicht vor.

Hinsichtlich einer möglichen Beteiligung des OSB an einer Sortieranalyse des Abfalls aus öffentlichen Papierkörben können weitere Angaben der Beantwortung zu Frage 3 entnommen werden.

2. Welche Entsorgungswege werden dafür wie von Systemgastronomie und Imbissen, bei Volksfesten etc. mit welchen Kosten genutzt?

Eine Aussage zu den Kosten und Entsorgungswegen von Abfällen, die von der Systemgastronomie und von Imbissen erfasst werden, kann nicht getroffen werden, da diese, wie auch die Abfälle aus Mülltonnen von Osnabrücker Volksfesten wie Weihnachtsmarkt, Maiwoche oder Jahrmarkt, über gewerbliche Entsorger und i.d.R. nicht den öffentlich-rechtlichen Entsorger entsorgt werden.

3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung dieser Entwicklung entgegenzuwirken und das Abfallaufkommen drastisch zu verringern?

Eine Möglichkeit bietet das Projekt „MüllLOS – Wir packen es an! …. nicht ein!“ - Osnabrück als Modellkommune zur Vermeidung von Einwegverpackungen.

Das Projekt „MüllLOS – Wir packen es an! … nicht ein!“ möchte Osnabrück zu einer Modellstadt für nachhaltigen Konsum entwickeln. Ziel des Projektes ist es, den Verpackungsverbrauch in Osnabrück und damit auch den Ressourcenverbrauch deutlich zu verringern. Im Mittelpunkt stehen die Reduzierung von

  • Plastikverpackungen im Lebensmitteleinzelhandel,
  • Plastiktragetaschen und Obstbeuteln,
  • To-Go-Verpackungen,
  • Einweg-Getränkebechern incl. Zubehör sowie von
  • Einweg-Getränkeflaschen.

Beteiligt sind die Initiative „Papplos“, die Initiative „Refill Osnabrück“, die Initiativen „Plastiktütenfreies Osnabrück“ und „Strohhalmfreies Osnabrück“, die Initiative „Trink!Wasser“, die Universität Osnabrück, die Hochschule Osnabrück, der Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB), sowie der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück. Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von Beginn an aktiv in die Umsetzung des Projektes integriert. Die Gesamtkoordination des Projektes, die Begleitung und Unterstützung der Projektpartner, die Integration von Kindern und Jugendlichen in das Projekt sowie die Abstimmung von verschiedenen Handlungsbereichen wird durch den Projektträger (FOKUS e. V.) sichergestellt.

Wesentliche Ziele des Projektes sind die Sensibilisierung der Osnabrücker Bürger über die Folgen des Konsums von Einwegverpackungen und des aktuellen Wegwerfverhaltens sowie das Aufzeigen von alternativen Handlungsmöglichkeiten. Sowohl Verbraucher als auch die Inverkehrbringer von Waren (z.B. Gastronomie, Lebensmitteleinzelhandel) sollen angesprochen werden. Ziel ist, einfache und ganz konkrete Best-Practice-Lösungen in Osnabrück zur Vermeidung von Einwegprodukten und -verpackungen zusammenzutragen, zu entwickeln und zu kommunizieren.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen dabei die Schaffung von Synergieeffekten und die Erhöhung der Schlagkraft durch die Bündelung der vorhandenen Osnabrücker Initiativen (siehe oben).

Das Projekt „MüllLOS – Wir packen es an! … nicht ein!“ gliedert sich in drei große Handlungsbereiche:

1. Akteursgewinnung und –vernetzung:

  • Ausbau des Netzwerkes „Plastiktütenfreies Geschäft“
  • Ausbau des Netzwerkes „Strohhalmfreies Osnabrück“
  • Ausbau des „Papplos“-Netzwerkes
  • Ausbau des Netzwerkes von Refill-Partnern
  • Aufbau von Kooperationen mit dem Einzelhandel: Alternativen Verpackungen
  • Aufbau von Kooperationen mit der Gastronomie: Alternativen To-Go-Behälter
  • Etablierung eines Mehrwegpfandsystems für Getränkebecher
  • Ausbau der Infrastruktur an öffentlichen Trinkwasserspendern
  • Kooperation zwischen den Verwaltungen der Stadt, Universität und Hochschule Osnabrück sowie engagierter Schulen im Bereich Verpackungsvermeidung

2. Ganzheitliche Bewusstseinsbildung (BNE) und Peer-Education

  • Bestandserfassung
  • Sammlung und Entwicklung von Best-Practice-Lösungen zur Verpackungsvermeidung
  • Durchführung von Aktionen, Workshops, Veranstaltungen o.ä.
  • Theaterpädagogischer Baustein: Kinder- und Jugendtheater
  • Medienpädagogischer Baustein: Video-Clip für´s Kino
  • Überregionale Kooperation und internationaler Erfahrungsaustausch

3. Kampagne

  • Entwicklung einer Strategie und Umsetzung einer Nachhaltigkeits-Dachmarke für Osnabrück
  • Kampagnenseite im Internet und Social Media
  • Jede Woche eine neue Idee: 52 Nachhaltigkeitsgutscheine in einem Heft / Kalender o.ä.

Eine nachhaltige Organisation und Durchführung von (Groß-) Veranstaltungen im Einflussbereich der Stadt könnte darüber hinaus dazu beitragen, das Aufkommen von Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen zu reduzieren.

Darüber hinaus wird auch die im Juni 2019 im EU-Amtsblatt veröffentlichte Richtlinie über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt, die sogenannte EU-Einwegkunststoffrichtlinie, perspektivisch zu neuen Entwicklungen in diesem Bereich führen. Die Mitgliedstaaten haben zwei Jahre Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Die EU-Einwegkunststoffrichtlinie zielt darauf ab, kreislauforientierte Ansätze wie nachhaltige und nichttoxische wiederverwendbare Artikel sowie Wiederverwendungssysteme gegenüber Einwegartikeln zu fördern, wobei in erster Linie die Verringerung des Abfallaufkommens bestimmter Einwegkunststoffprodukte angestrebt wird. Die Richtlinie baut auf folgende Maßnahmen auf, um den Eintrag von Kunststoffprodukten in die Umwelt zu verringern:

I. Beschränkung des Inverkehrbringens bestimmter Einwegkunststoffprodukte

Ab 2021 sollen Einwegkunststoffprodukte wie Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff sowie Produkte aus oxo-abbaubaren Kunststoffen verboten werden.

II. Produktverantwortung der Hersteller

Die erweiterte Herstellerverantwortung wurde als eine wichtige Maßnahme gegen Einwegkunststoffe identifiziert. Betroffen sind hier als Produktgruppen unter anderem Fast-Food- und Getränkeverpackungen, Tabakprodukte (Filter) sowie Feuchttücher und leichte Kunststofftragetaschen. Es werden unterschiedliche finanzielle Pflichten der Hersteller definiert, die neben bewusstseinsbildenden Maßnahmen regelmäßig auch die Finanzierung der Beseitigung von Vermüllung, die durch die genannten Produkte entsteht, sowie des weiteren Managements der auf die genannten Produkte bezogenen Abfälle, die etwa in Straßenpapierkörben anfallen, einschließt.

Somit sollen sich die Hersteller perspektivisch an den Kosten für die öffentlichen Sammel- und Reinigungssysteme sowie die Entsorgung beteiligen. Aufgrund dieser kostentechnischen Beteiligung verbirgt sich dahinter der gewünschte Zieleffekt, dass die Inverkehrbringer die Anteile an Einwegprodukten verringern bzw. an einem ökologischeren Produktdesign arbeiten.

Um zu einer Datenbasis für die Kostenbeteiligung der Hersteller zu kommen, sind Analysen zur Ermittlung von Zusammensetzungen und Mengen aus dem öffentlichen Raum differenziert nach den verschiedenen Gruppen der Einweg-Kunststoffprodukte geplant. Auf Basis dieser Sortieranalysen sollen die spezifischen Kosten (z.B. in € pro Einwohner und Jahr) für die öffentlichen Institutionen, die durch die verschiedenen Gruppen von Einweg-Kunststoffprodukten verursacht werden, auf Basis der Leitlinien der EU-Kommission bestimmt werden.

Es besteht die Möglichkeit für den OSB, sich an dieser bundesweiten Sortieranalyse zu beteiligen. Im Gegensatz zur Sortieranalyse des Altpapiers, die von den Dualen Systemen finanziert wurde, wird für die Sortieranalyse der Abfälle aus dem öffentlichen Raum Kostenbeteiligung anfallen. Da sich die Analyse derzeit in der Projektierung befindet, kann die Höhe der Kosten noch nicht abgeschätzt werden. Entsprechend ist noch keine Entscheidung zur Teilnahme an dieser Sortieranalyse gefallen.

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Tue, 25 Jun 2019 16:03:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gefaehrdendes_halten_und_parken_auf_fuss_und_radwegen_in_osnabrueck-2/ Gefährdendes Halten und Parken auf Fuß- und Radwegen in Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gefaehrdendes_halten_und_parken_auf_fuss_und_radwegen_in_osnabrueck-2/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/gefaehrdendes_halten_und_parken_auf_fuss_und_radwegen_in_osnabrueck-2/ Anfrage GRÜNEN-Fraktion TOP 18.3 Vor einem Jahr hatten wir die Verwaltung gefragt: Wie oft ist pro Jahr gegen Falschparker und falsches Halten auf Rad- und Fußwegen vorgegangen worden (aufgeschlüsselt nach Verstoßarten und Bußgeldhöhe)? Wie häufig wurden dabei Fahrzeuge abgeschleppt, und was sind die Kriterien für das Abschleppen des Fahrzeugs? Welche Maßnahmen können darüber hinaus ergriffen werden, um gefährdendes Falschparken auf Rad- und Fußwegen zu vermindern?

Auf Bürgersteigen und den Radwegen parkende Fahrzeuge sind nicht nur ein Ärgernis für die betroffenen Fußgänger*innen und Radler*innen, sondern sind häufig auch verkehrsgefährdend. Fußgänger*innen, vor allem solche mit Rollatoren oder Kinderwagen, Radler*innen sowie Rollstuhlfahrer*innen sind in diesen Fällen gezwungen, auf die Fahrbahn auszuweichen. Hier geraten sie in Konflikt mit dem fließenden, motorisierten Verkehr. Dies führt ggf. zu gefährlichen ja mitunter lebensbedrohlichen Situationen - auch für die Autofahrer*innen, die ausweichen müssen. Sicherheit ist die wichtigste Voraussetzung für einen attraktiven Fuß- und Radverkehr. Die Verwaltung hat darauf gemäß ihrem Wissensstand geantwortet (Vorlage-Nr: VO/2018/2487-01). Um die Entwicklung in diesem Bereich zu verfolgen, fragen wir die Verwaltung erneut:

1. Wie oft ist pro Jahr gegen Falschparker und falsches Halten auf Rad- und Fußwegen vorgegangen worden (bitte wiederum aufgeschlüsselt nach Verstoßarten und Bußgeldhöhe)?

2. Wie häufig wurden dabei Fahrzeuge abgeschleppt?

3. Welche Ideen / Vorschläge bestehen seitens der Verwaltung, um ein nachhaltiges Einhalten der diesbezüglichen Verkehrsregeln zu erreichen?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt: Zu 1. und 2.:

Die Anzahl der festgestellten Verstöße und der durchgeführten Abschleppungen sind der Tabelle in dem anliegenden pdf-Dokument zu entnehmen.

Darüber hinaus sind im 2. Halbjahr 2018 ca. 130 Abschleppungen nicht durchgeführt worden, da der verantwortliche Fahrzeugführer vor Ort ermittelt wurde bzw. zu dem Geschehen vor Ort dazu kam.

Zu 3.:

Der Verkehrsaußendienst kontrolliert täglich den ruhenden Verkehr, insbesondere auch in Bezug auf Halt- und Parkverstöße auf Geh- und Radwegen. Bei Hinweisen zu wiederholt bzw. häufig vorkommenden Verstößen in einem bestimmten Bereich wird der Verkehrsaußendienst mit gezielten Kontrollen tätig. Eine flächendeckende „Rund-um-die-Uhr-Kontrolle“ ist jedoch nicht möglich. Insbesondere bei Halt- und Parkverstößen auf Geh- und Radwegen handelt es sich in einer Vielzahl der Fälle um kurzzeitig abgestellte Fahrzeuge, was die Verfolgung und Ahndung nochmals erschwert und damit möglicherweise auch wenig Nachhaltigkeit erzeugen kann. Letztlich gilt aber für alle Verkehrsteilnehmer als oberstes Gebot ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.

Um dies vermehrt ins Bewusstsein zu rufen und deutlich zu machen, dass es sich nicht um ein „Kavaliersdelikt“ handelt, bereitet die Verwaltung eine öffentlichkeitswirksame Kampagne vor. Dabei soll gestartet werden mit dem Problem der zugeparkten Geh-/ Radwege im Umfeld von Schulen. Zeitpunkt und Standorte von dazu geplanten Schwerpunktkontrollen sind noch nicht festgelegt, da die Aktionen idealerweise gemeinsam mit Schulen durchgeführt werden sollen.

 

 

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Tue, 25 Jun 2019 15:42:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sind_professionelle_feuerwerke_auf_privatveranstaltungen_grundsaetzlich_jederzeit_erlaubt/ Sind professionelle Feuerwerke auf Privatveranstaltungen grundsätzlich jederzeit erlaubt? http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sind_professionelle_feuerwerke_auf_privatveranstaltungen_grundsaetzlich_jederzeit_erlaubt/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sind_professionelle_feuerwerke_auf_privatveranstaltungen_grundsaetzlich_jederzeit_erlaubt/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen TOP 18.4.1 Aufgrund einer Anfrage eines Bürgers, der sich über ein Feuerwerk am 11.05.2019 in Sutthausen beschwert hatte, haben wir beim Fachbereich Bürger und Ordnung nachgefragt, ob dieses Feuerwerk genehmigt worden sei. Daraufhin erhielten wir die Antwort:

Es handelte sich hier (Anmerkung: Feuerwerk in Sutthausen am 11.05.2019) um ein ordnungsgemäß angemeldetes, genehmigungsfreies Feuerwerk. Grundsätzlich sind jedwede Feuerwerke außer am 31.12. und 01.01. nicht erlaubt. Ausnahme sind Feuerwerke, die durch entsprechende Fachfirmen (Pyrotechniker) durchgeführt werden. Hier gibt es nur eine Anzeigepflicht gegenüber der Stadt, keine Genehmigungspflicht. Von hier werden gemeinsam mit der Feuerwehr lediglich Brandschutzaspekte geprüft. Einzelne Feuerwerke könnten nur aus Sicherheitsgründen untersagt werden.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Ist es richtig, dass von Fachfirmen durchgeführte Feuerwerke grundsätzlich erlaubt sind und nur aus Gründen der Sicherheit untersagt werden können, unabhängig davon, ob sie privaten oder öffentlichen Charakter haben und wo ist das gesetzlich geregelt?

2. Werden bei der Prüfung ordnungsgemäß angemeldeter Feuerwerke Fragen des Lärm- Emissions- und Nachbarschaftsschutzes, also auch der Uhrzeit, nicht berücksichtigt, auch dann nicht, wenn die Feuerwerke rein privaten Charakter haben?

3. Wie häufig sind in den letzten fünf Jahren Feuerwerke bei der Verwaltung angemeldet worden (bitte mit Angabe, ob es sich um eine öffentliche oder private Veranstaltung handelt)?

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage wie folgt:

Zu 1.

Einschlägig ist hier § 22 der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV):

(1) Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 dürfen dem Verbraucher nur in der Zeit vom 29. bis 31. Dezember überlassen werden; ist einer der genannten Tage ein Sonntag, ist ein Überlassen bereits ab dem 28. Dezember zulässig. Satz 1 gilt nicht für Verbraucher, die eine Erlaubnis nach § 7 oder § 27 oder einen Befähigungsschein nach § 20 des Gesetzes oder eine Ausnahmegenehmigung nach § 24 Absatz 1 besitzen. Die Regelungen zu den Ladenöffnungszeiten der Länder bleiben unberührt.(2) Pyrotechnische Gegenstände der Kategorien F3 und F4, T2 und P2 sowie pyrotechnische Sätze der Kategorie S2 dürfen nur Personen überlassen werden, die auf Grund einer entsprechenden Erlaubnis nach § 7 oder § 27 oder eines entsprechenden Befähigungsscheines nach § 20 des Sprengstoffgesetzes oder auf Grund einer Bescheinigung nach § 22 Absatz 1a Satz 1 des Sprengstoffgesetzes zum Erwerb berechtigt sind und mit diesen Gegenständen umgehen dürfen.

Das Verfahren ist in § 23 geregelt:

(1) Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen ist verboten.

(2) Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 dürfen in der Zeit vom 2. Januar bis 30. Dezember nur durch Inhaber einer Erlaubnis nach § 7 oder § 27, eines Befähigungsscheines nach § 20 des Gesetzes oder einer Ausnahmebewilligung nach § 24 Absatz 1 verwendet (abgebrannt) werden. Am 31. Dezember und 1. Januar dürfen sie auch von Personen abgebrannt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

(3) Der Erlaubnis- oder Befähigungsscheininhaber hat das beabsichtigte Feuerwerk zum Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2 in der Zeit vom 2. Januar bis zum 30. Dezember, der Kategorien 3, 4, P1, P2, T1 oder T2 ganzjährig der zuständigen Behörde zwei Wochen, ein Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Eisenbahnanlagen, Flughäfen oder Bundeswasserstraßen, die Seeschifffahrtsstraßen sind, vier Wochen vorher schriftlich oder elektronisch anzuzeigen. […]

(4) In der Anzeige nach Absatz 3 sind anzugeben: 1. Name und Anschrift der für das Abbrennen des Feuerwerks verantwortlichen Personen sowie erforderlichenfalls Nummer und Datum der Erlaubnisbescheide nach § 7 oder § 27 des Gesetzes oder des Befähigungsscheines nach § 20 des Gesetzes und die ausstellende Behörde, 2. Ort, Art und Umfang sowie Beginn und Ende des Feuerwerks, 3. Entfernungen zu besonders brandempfindlichen Gebäuden und Anlagen innerhalb des größten Schutzabstandes, 4. die Sicherungsmaßnahmen, insbesondere Absperrmaßnahmen sowie sonstige Vorkehrungen zum Schutze der Nachbarschaft und der Allgemeinheit.

(5) …

(6) …

(7) …

(8) Die verantwortlichen Personen haben bei der Verwendung pyrotechnischer Gegenstände der Kategorien F4 und T2 die Schutzabstände entsprechend der Anlage 6 zu ermitteln und einzuhalten.

Demnach sind Feuerwerke für den Personenkreis der Berechtigungsscheininhaber lediglich anzeigepflichtig. Einschränkungen ergeben sich lediglich aus § 23 (1) und (8).

Zu 2.

Weitergehende Beschränkungen können aus dem Sprengstoffrecht nicht hergeleitet werden. Eine Beschränkung hinsichtlich der Uhrzeit würde im Widerspruch zur Charakteristik eines Feuerwerks stehen, da ein Abbrennen eines Feuerwerks naturgemäß erst nach Eintritt der Dunkelheit stattfindet.

Zu 3.

Die Zahl der angezeigten Feuerwerke ist stark schwankend. Im Jahr 2017 wurden 14, in 2018 10 und in 2019 bislang 4 Feuerwerke angezeigt. In dieser Zahl sind p.a. vier Feuerwerke während der Jahrmärkte enthalten.

Aus der Anzeige ergibt sich in der Regel nicht der Hintergrund für das Feuerwerk. Insoweit kann von hier nicht zwischen öffentlichen und privaten Veranstaltungen differenziert werden.

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Tue, 28 May 2019 15:45:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/inklusive_spielplaetze/ Inklusive Spielplätze http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/inklusive_spielplaetze/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/inklusive_spielplaetze/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen TOP 18.3.1. Inklusive Spielplätze sind Begegnungsorte. Hier treffen sich Menschen unterschiedlichen Alters, aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und Kulturen. Egal, welche Sprache sie sprechen und egal ob mit oder ohne Behinderung – alle können dabei sein und mitmachen. Das bedeutet Inklusion. Inklusion ist ein Menschenrecht und soll die Teilhabe aller Menschen ermöglichen. Das wird auch in der Spielplatzgestaltung zunehmend wichtiger.

Dennoch ist das Angebot an behindertengerechten Spielplätzen nicht gerade groß. Kinder mit Behinderungen haben meist nur sehr beschränkte Möglichkeiten zum Spielen im Freien. Auf inklusiven Spielplätzen finden sich Spielgeräte, die ihnen ungewohnte Bewegungsmöglichkeiten verschaffen, so gibt es z. B. eine Rollstuhlfahrerschaukel, für sie zugängliche Sandspielanlagen, eine Partnerschaukel mit Spezialsitz, große Balancierscheiben, Bodenrondos, Seilnester und Nestwiege, spezielle Wippen und Brücken. Viele dieser Geräte sind übrigens auch für ältere Menschen und sehr kleine Kinder sehr gut geeignet.

Siehe: https://nullbarriere.de/richter-spielplatz-barrierefrei.htm

Dabei kommt es darauf an, Spielgeräte zusammen zu platzieren, um ein entsprechend gemeinsames Spiel aller zu ermöglichen. Eine separate Aufstellung von ein paar Spielmöglichkeiten für Kinder oder Erwachsene mit Behinderung ist hingegen der falsche Ansatz.

Wesentlich ist auch, dass nicht nur der Spielplatz selbst barrierefrei gestaltet ist, sondern auch der Eingangsbereich.

Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

1. In Osnabrück gibt es 195 Kinderspielplätze davon 1 Großspielplatz und 10 Quartiersspielplätze. Gibt es Kinder- und/oder Generationenspielplätze, die barrierefrei erreich- und nutzbar sind. Wenn ja, welche Spielplätze sind das?

Der weitaus überwiegende Teil der städtischen Spiel- und Bolzplätze ist barrierefrei erreichbar. Die Nutzbarkeit ist – zumindest für die Gruppe der Rollstuhlfahrer - jedoch nur teilweise gegeben.

Grundsätzlich barrierefrei nutzbar sind alle ganzjährig bespielbaren Bolz- und Basketballplätze mit Kunststoff-, Asphalt- und Plattenbelagoberflächen, eingeschränkt auch die mit Tennenbelag. Barrierefrei nutzbare Spieleinrichtungen befinden sich außerdem auf folgenden Plätzen:

- Skateanlage Schlachthofstraße

- Wassermatschtisch auf dem Großspielplatz Lerchenstraße

- Hochbeet im Bereich der Teutoburger Schule  

2. Gibt es auf den Osnabrücker Spielplätzen behindertengerechte Spielgeräte, wenn ja, auf welchen Spielplätzen und um welche Geräte handelt es sich?

Kinder mit Behinderungen haben sehr unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen. Gehörlose Kinder können uneingeschränkt, sehbehinderte Kinder können mit entsprechender Begleitung weite Teile des Spielangebotes uneingeschränkt nutzen. Für Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist das Angebot deutlich eingeschränkt.

Neben den unter Frage 1. genannten Plätzen gibt es noch Vogelnestschaukeln auf folgenden Spielplätzen:

- Kinderspielplatz Bertha-von-Suttner-Straße

- Kinderspielplatz Carla-Woldering-Straße

- Grundschule am Schölerberg

- Grundschule Haste

- Grundschule Hellern

- Grundschule In der Wüste

- Kinderspielplatz Henschelstraße

- Großspielplatz Lerchenstraße

- Kinderspielplatz Ludwig-Nolde-Straße

- Overbergschule

- Kinderspielplatz Pfitznerstraße

- Kinderspielplatz Rekershof

- Schule in der Dodesheide

- Quartiersspielplatz „Am Gut Sandfort“

Aufgrund des Fallschutzes aus Sand, sind diese Schaukeln jedoch nur mit Unterstützung nutzbar.

3. Bei den Planungen für den Mehrgenerationen-Spielplatz im Hasepark (Finanzierung durch Projekt Soziale Stadt) wurden Grundschüler aus dem Schinkel einbezogen. Darüber gab es auch einen Artikel in der NOZ (13.4.19). Sind auch Kinder mit Behinderungen in die Befragungen einbezogen worden?

Die Beteiligungsprojekte des Kinder- und Jugendbüros im Rahmen der Spielplatzplanung sind grundsätzlich offen für alle Kinder unabhängig von ihren Sprachkenntnissen, ihrem Lese- und Schreibvermögen (soweit eine grundsätzliche Mitteilungsmöglichkeit gegeben ist) oder körperlichen Einschränkungen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist lediglich, dass die Kinder im direkten Umfeld des Spielplatzes wohnen, damit sie den Spielplatz auch selbstständig aufsuchen und bespielen können. Bewährt hat sich inzwischen die Kooperation mit Horten im jeweiligen Stadtteil, da sich hier für das Verfahren optimale Synergieeffekte erzielen lassen. Außerdem gibt es aus methodischen Gründen eine Teilnahmebeschränkung von 20 – 25 Kindern.

Die Kinderbeteiligung zum Spielplatz im Hasepark war deshalb auch keine Befragung von beliebig ausgewählten Kindern, sondern ein strukturierter 3-tägiger Workshop mit Kindern aus dem Hort „Schinkelkids“, in dem diese Kinder mit unterschiedlichen Methoden in verschiedenen Phasen ihre Vorstellungen zu dem neuen Spielplatz erarbeitet haben. Die Methode der Zukunftswerkstatt mit Modellbau, die dabei angewendet wurde, ist darauf ausgerichtet, dass die Kinder ihre individuellen Wünsche für den neuen Spielplatz erkennen und in einem demokratischen Verfahren durch Mehrheitsentscheid bestimmen, was umgesetzt werden soll (Prioritätenliste). Jedes Kind muss damit rechnen, dass seine individuellen Wünsche beim Voting keine ausreichende Unterstützung finden. Das ist die logische Konsequenz eines demokratischen ergebnisoffenen Prozesses. Zudem müssen in einem zweiten Schritt auf Planungsebene die Ideen und Wünsche der Kinder auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft werden.

Eine offene Beteiligung von Kindern mit und ohne Einschränkungen ist aus Sicht der Verwaltung nicht gut geeignet, barrierefreie/inklusive Spielplätze zu schaffen. Der Punkt „Barrierefreiheit“ ist vielmehr in der weiteren Planung zu berücksichtigen. Beim Projekt Großspielplatz Hasepark sind nach derzeitigem Stand zusätzliche barrierefreie Spielangebote geplant, die zum Teil über die Wunschliste der Kinder hinausgehen, die an der Zukunftswerkstatt teilgenommen hatten. So sind zum Beispiel ein Karussell, Trampoline, eine Vogelnestschaukel sowie ein befahrbares Spielhaus mit Klangspiel vorgesehen.

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Tue, 28 May 2019 15:13:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/entwicklung_des_sozialen_wohnungsbaus_in_osnabrueck/ Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus in Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/entwicklung_des_sozialen_wohnungsbaus_in_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/entwicklung_des_sozialen_wohnungsbaus_in_osnabrueck/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sachverhalt:

Osnabrück braucht dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. In einer Anfrage an die Verwaltung hatten wir nach der Entwicklung bei öffentlich geförderten Wohnraum gefragt. Dies umfasst alle Arten der öffentlichen Förderung auch und insbesondere der Förderung des Wohneigentums von Familien.

Angesichts von über 17.000 Haushalten in Osnabrück mit wenig Einkommen, ist die Entwicklung des Angebots von gebundenem Wohnraum (also mit Mietpreisbindung) von besonderer Bedeutung. Das Angebot an gebundenem Wohnraum wird in 2020 jedoch auf nur noch rund 1.000 Wohnungen sinken. Von daher besteht insbesondere in diesem Segment wohnungspolitisch besonderer Handlungsbedarf.

Der Rat hat daher nicht nur die Unterstützung des sozialen Wohnungsbaus, sondern auch den Ankauf von auslaufenden Belegungsbindungen beschlossen.

Grundsätzlich sind in der Sozialbindung von Mietwohnraum zwei Gruppen zu unterscheiden: (1) Wohnungen für Berechtigte nach § 3 Abs. 2 NWoFG, d. h. mit niedrigen Einkommen entsprechend dem "einfachen Wohnberechtigungsschein" und (2) Berechtigte nach § 5 Abs. 2 Nr. 2 DVO-NWoFG, die die Einkommensgrenzen um bis zu 60 % überschreiten dürfen.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Wie hat sich der gebundene Wohnraum seit 2005 in Osnabrück entwickelt?

2. Wieviele Belegungsbindungen konnte die Verwaltung in welchen zurückliegenden Jahren erwerben?

3. Wieviel Wohnraum für Berechtigte nach NWoFG ist in welchen Jahren jeweils seit 2005 neu entstanden

Sachverhalt:

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen wie folgt:

zu 1.: Wie hat sich der gebundene Wohnraum seit 2005 in Osnabrück entwickelt?

Anzahl sozial gebundener Mietwohnungen (fertiggestellte Wohneinheiten) in Osnabrück:

Jahr2012201320142015201620172018bis Ende 2019
WE2.124199219741901187917401545vorauss. 1248

Die Zahlen für 2005 bis 2011 sind aufgrund personeller Engpässe in der Wohnbauförderung nicht mehr mit angemessenem Aufwand zeitnah und sicher zu recherchieren.

zu 2.: Wie viele Belegungsbindungen konnte die Verwaltung in welchen zurück liegenden Jahren erwerben?

Das städtische Programm zum Ankauf von Belegungsbindungen wurde erst am 07.11.2017 mit Wirkung ab 2018 durch den Rat beschlossen. Die danach getroffenen Vereinbarungen 2018 und 2019 ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle. Im Übrigen wird auch auf die Beantwortung einer Anfrage zum Rat am 12.03.2019 mit Vorlage VO/2019/3594-01 zu dieser Thematik verwiesen.

Ankauf von Belegungsbindungen für Berechtigte nach § 3 Abs. 2 NWoFG (Deckelung Kaltmiete 5,60 €)

Jahr 2018: 7 WE

bis einschl. April 2019: 6 WE

Für weitere 28 Wohnungen wurden 2018 / 2019 Antragsunterlagen versandt.

zu 3.: Wieviel Wohnraum für Berechtigte nach NWoFG ist in welchen Jahren jeweils seit 2005 neu entstanden?

Begründung von Sozialbindungen im Neubau von Mietwohnraum für Berechtigte nach § 3 Abs. 2 und § 5 Abs. 2 Nr. 2 DVO-NWoFG (ohne Studierendenwohnungen) durch städtische Vereinbarungen und/oder Inanspruchnahme einer Landesförderun

 

JahrWE für Berechtigte nach
§ 3 Abs. 2 NWoFG
(niedrige HH-Einkommen,
einfacher Wohnberechtigungsschein,
anf. 5,60 € KM/qm)
WE für Berechtigte nach
§ 5 Abs. Nr. 2 DVP-NWoFG
(Wohnberechtigungsschein
mit EK-Überschreitung
bis 60 %, anf. 7,- KM/qm
200500
2006250
2007102
200805
200990
201000
201100
201200
201300
201400
201500
201650
201702
2018 *202
April 2019 *216
9026

* Die neuen Verpflichtungen aus 2018 und 2019 werden überwiegend 2019 / 2020 realisiert. Das städtische Neubauvorhaben an der Kokschen Straße ist hier noch nicht berücksichtigt.

gez. Schürings

 

 

 

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Tue, 30 Apr 2019 16:24:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sind_kiesgaerten_gruenflaechen/ Sind Kiesgärten Grünflächen? http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sind_kiesgaerten_gruenflaechen/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/sind_kiesgaerten_gruenflaechen/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sachverhalt:

Die naturschutzpolitische Debatte wird aktuell in hohem Maße von der Sorge um das hohe Ausmaß des Insektensterbens geprägt. So zeigt eine aktuelle Studie, dass die Biomasse an Fluginsekten in Schutzgebieten Nordwestdeutschlands in den vergangenen 27 Jahren um über 75 Prozent zurückgegangen ist (https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809). Das Verschwinden der Insekten hat wegen der Funktionen vieler Arten bei der Bestäubung als auch in Nahrungsketten unmittelbare Folgen für das menschliche Leben. Artenschutz ist grundsätzlich eine wichtige Aufgabe. Die Stadt Osnabrück engagiert sich daher besonders auch für die Biodiversität. Überregionale Bekanntheit haben u.a. das Osnabrücker Bienenbündnis und die Wildblumenmischung, die von diesem verteilt werden.

In dicht besiedelten Gebieten ist die Entwässerung von Niederschlägen aufgrund des hohen Versiegelungsgrades eine große technische und organisatorische Herausforderung, die mit erheblichen Kosten für die Stadt verbunden ist. Bedingt durch die Klimakrisen nimmt die Häufigkeit extremer Niederschläge zu. Unversiegelten Flächen, die Niederschlagswasser aufnehmen und speichern können, kommen im Stadtgebiet daher eine besondere Bedeutung zu.

Kies-, Schotter oder Steingärten heizen sich zudem stärker auf, was negative Folgen für das Stadtklima hat.

Zunehmend lässt sich auch in Osnabrück ein Modetrend der Gestaltung privater Freiflächen beobachten. Die Verwendung von Steinen aller Art wird offensichtlich immer beliebter. Die Kritik an den geschilderten möglichen negativen Effekten aber auch. So zuletzt in der Berichterstattung der NOZ vom 08.04.2019 oder in den Sozialen Medien, wo man z.B. eine Facebook-Seite zum Thema „Gärten des Grauens“ findet.

In der für Osnabrück maßgeblichen Landesbauordnung (NBauO) heißt es allerdings in §9 (2): „Die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind“.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Wie bewertet die Verwaltung Kies-, Schotter oder Steingärten hinsichtlich ihrer Funktionen für den Artenschutz, das Stadtklima und die Entwässerung und gibt es auf städtischen Flächen bzw. Flächen der Töchtergesellschaften solche Anlagen?

2. Wie stellt sich die Rechtslage dar?

• Also, ist die Anlage eines Kies-, Schotter oder Steingartens mit der NBauO, insbesondere mit § 9 (2) vereinbar?

• Werden Kies-, Schotter oder Steingärten gemäß §§ 4 und 12 (4) der Abgabensatzung für die Abwasserbeseitigung (AAS) der Stadt Osnabrück bei der Berechnung der Entwässerungsgebühren gemäß ihrer tatsächlichen Funktion berücksichtigt?

3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, auf Grundstücksbesitzer*innen und - nutzer*innen einzuwirken, auf Gestaltungen zu verzichten, die negative Folgen für den Artenschutz, das Stadtklima und die Entwässerung haben?

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Ziel 2016 - 2020)

Sachverhalt:

Die Verwaltung wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:

1. Wie bewertet die Verwaltung Kies-, Schotter oder Steingärten hinsichtlich ihrer Funktionen für den Artenschutz, das Stadtklima und die Entwässerung und gibt es auf städtischen Flächen bzw. Flächen der Töchtergesellschaften solche Anlagen?

Antwort der Verwaltung:

a. Artenschutz

Haus- und Vorgärten im Bereich von Siedlungen können einen maßgeblichen Anteil am Erhalt der Biodiversität und der Bodenfunktionen haben und zu einer intakten und vernetzten Siedlungslandschaft beitragen.

Strukturreiche Gärten sind für sich oder im Verbund mit Nachbargrundstücken Lebensraum für zahlreiche Arten vor allem der Gruppen der Insekten, Vögel und Fledermäuse. Sie bieten Nahrungs- und Lebensraum, sind Fortpflanzungs- und Ruhestätte oder Trittstein auf Wanderungen. Je nach Art werden Gartenflächen ganzjährig oder auch nur als Sommer- oder Winterlebensraum genutzt. Den höchsten Nutzen haben naturnah gestaltete Gärten mit heimischen Pflanzenarten, aber auch nicht heimische Pflanzenarten können Beiträge zum Erhalt dieser Artenvielfalt beitragen.

Diese bedeutenden Funktionen im urban geprägten Naturhaushalt sind in „geschotterten Gärten“ erheblich eingeschränkt bis nicht mehr gegeben:

• Üblicherweise werden unter den Steinen (Schotter, Kies, Splitt) Gewebe oder Folien zur Vermeidung von „Unkraut“ ausgelegt, die eine ökologische Barriere darstellen.

• Das Gewicht der aufgebrachten Materialien stört das Bodengefüge und die Bodenbelüftung, was unter Umständen einer Versiegelung nahekommt.

• In der Regel sind „geschotterte Gärten“ nur spärlich bis gar nicht bepflanzt, wobei dann meist nicht heimische Zier- und Formgehölze oder nicht heimische Gräser verwendet werden.

Eine solche Art der Gartengestaltung hat keinen ökologischen Nutzen. Für die überwiegende Zahl der Arten fehlt es an Nahrung, Rückzugsräumen sowie Brut- und Ruhestätten.

Eine Studie der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (ROTHENBÜHLER 2017) fasst als negative Auswirkungen zusammen, dass diese Art der gärtnerischen Gestaltung u. a.

• keine ökologische Qualität hat und

• zur Versiegelung und Verarmung des Bodens sowie

• zur Reduktion der Biodiversität im Siedlungsraum beiträgt.

Literatur ROTHENBÜHLER, E. (2017): Schottergärten und Landschaft: Dynamik, Akteure, Instrumente. Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (Hrsg.). Bern.

b. Stadtklima

Steinerne Vorgärten heizen sich ähnlich wie vollversiegelte Flächen an warmen Tagen stark auf und geben die tagsüber gespeicherte Wärme zum Abend wieder ab. Im Vergleich zu begrünten Flächen ist also nicht nur die Abkühlungsleistung deutlich geringer, vielmehr wird der Wärmeinseleffekt weiter verstärkt. Daher sind steinerne Gärten aus stadtklimatischer Sicht kritisch zu bewerten.

c. Entwässerung / Grundwasser

Grundsätzlich ist auf Grund der vergleichsweise geringen Oberfläche, fehlendem kapillarem Aufstieg und fehlender Transpiration unter natürlichen Kiesflächen gegenüber einem Grüngarten eine höhere Grundwasserneubildung zu erwarten.

Da in der Praxis jedoch bei angelegten Kiesbeeten unter einer nur geringmächtigen Kiesschicht ein Unkrautflies eingebaut wird, welches im Laufe der Zeit durch eingeschwemmtes Feinkorn an Durchlässigkeit verliert, kann es zu einer Erhöhung der Evaporation und somit einer Reduktion der Grundwasserneubildung kommen.

Ein konkreter Vergleich ist somit ohne Feldversuche nicht möglich.

Zum Thema Entwässerung s. Beantwortung der Frage 2, 2. Spiegelstrich

d. Anlagen auf städtischen Flächen bzw. Flächen der Töchtergesellschaften

Nach Auskunft des Osnabrücker ServiceBetriebes gibt es im Bereich städtischer Freiflächen keine derartigen Anlagen. Die über die Osnabrücker Beteiligungsgesellschaft angefragten städtischen Tochterunternehmen WFO, OPG, FMO, Zoo, OsnabrückHalle, Volkshochschule und Klinikum meldeten ebenfalls Fehlanzeige. Die Antwort der SWO AG konnte von dort aufgrund der Vielzahl der Immobilien nicht rechtzeitig bearbeitet werden. Die Angaben werden zu Protokoll gegeben.

2. Wie stellt sich die Rechtslage dar?

• Also, ist die Anlage eines Kies-, Schotter oder Steingartens mit der NBauO, insbesondere mit § 9 (2) vereinbar?

Antwort der Verwaltung:

In der Kommentierung zur Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) wird zu § 9 Abs. 2 NBauO folgendes ausgeführt:

„Abs. 2 überlässt es […] grundsätzlich dem Belieben des Verpflichteten, welcher Art und Beschaffenheit die Grünflächen sind. Die Freiflächen können mit Rasen oder Gras, Gehölzen, anderen Zier- oder Nutzpflanzen bedeckt sein, wenn sie nur überhaupt begrünt sind. Plattenbeläge, Pflasterungen u. dgl. wird man allenfalls dann zu Grünflächen rechnen dürfen, wenn sie eine verhältnismäßig schmale Einfassung von Beeten o.ä. darstellen. Nach Abs. 2 dürfen demnach Vorgärten nicht mehr nur aus Gründen der Gestaltung oder der leichteren Pflege überwiegend aus Steinflächen bestehen.“ (Rdn. 12 zu § 9 NBauO)

Aus bauordnungsrechtlicher Sicht wären demnach Kies- oder Schottergärten nicht rechtmäßig, da sie nach der Definition keine Grünflächen darstellen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine nachbarschützende Vorschrift.

Des Weiteren scheidet nach Einschätzung der Verwaltung ein Einschreiten nach § 79 NBauO im Regelfall aufgrund einer Unverhältnismäßigkeit aus. Es greift hier das sog. „Übermaßverbot“, welches im Rahmen der Auslegung des § 79 NBauO beachtet werden muss. So haben sich in der Vergangenheit auch andere Gemeinden und Städte bei der Auslegung des Paragrafen entschieden. Daher gibt es hierzu bisher, auch nach eingehender Recherche, keine hier bekannten Urteile.

Anmerkung: Sollte entgegen der Einschätzung ein Einschreiten dennoch als erforderlich, geeignet und angemessen beurteilt werden, dann greift der Gleichheitssatz. Demnach verpflichtet der Gleichbehandlungsgrundsatz die Behörde zu einem nach Zeitpunkt und Modalitäten gleichmäßigem Vorgehen gegen rechtswidrige Zustände, soweit nicht in der Sache begründete Unterschiede Abweichungen rechtfertigen. D.h. es müsste dann gegen alle gleich gearteten Fälle vorgegangen werden.

• Werden Kies-, Schotter oder Steingärten gemäß §§ 4 und 12 (4) der Abgabensatzung für die Abwasserbeseitigung (AAS) der Stadt Osnabrück bei der Berechnung der Entwässerungsgebühren gemäß ihrer tatsächlichen Funktion berücksichtigt?

Antwort der Verwaltung:

Derartige Kiesflächen werden nicht als versiegelte Flächen im Sinne der Abgabensatzung für die Abwasserbeseitigung behandelt.

3. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, auf Grundstücksbesitzer*innen und - nutzer*innen einzuwirken, auf Gestaltungen zu verzichten, die negative Folgen für den Artenschutz, das Stadtklima und die Entwässerung haben?

Antwort der Verwaltung:

Da aus Sicht der Verwaltung ein Einschreiten gem. §79 NBauO eher ausgeschlossen erscheint, sollte der Fehlentwicklung durch die vermehrte Anlage von Kies- oder Schottergärten besser präventiv durch mehr Information beispielsweise im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren begegnet werden.

Darüber hinaus bietet es sich im Rahmen der Neuaufstellung von Bebauungsplänen an, entsprechende Festsetzungen zu treffen, die Anlage von Schotter- und Kiesgärten ausschließen oder zumindest begrenzen.

gez. Gerdts

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Tue, 30 Apr 2019 14:00:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/osnabruecker_trinkwasser/ Osnabrücker Trinkwasser http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/osnabruecker_trinkwasser/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/osnabruecker_trinkwasser/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen - Antwort des Gemeinsamen Gesundheitsdienstes für Landkreis... Sachverhalt:

Nach Auskunft der Präsidentin des Umweltbundesamtes, Frau Maria Krautzberger, sind 418 der 1200 Grundwasserkörper in Deutschland in einem schlechten Zustand. Der Großteil dieser Grundwasserkörper, nämlich 325, hält die Qualitätsnorm für Nitrat nicht ein. Verursacher ist hier besonders die Landwirtschaft.

Das Osnabrück Leitungswasser stammt überwiegend aus den Wasserwerken Düstrup, Thiene und Wittefeld. Das Düstruper Wasser wird wegen seiner großen Härte mit anderen Wässern verschnitten. Die Hauptlieferanten im Nordkreis, Thiene und Wittefeld, liegen in einem Bereich, der stark landwirtschaftlich geprägt ist. Auch wenn die dortigen Brunnen in große Tiefe reichen (ca. 40 m), ist es womöglich nur eine Frage der Zeit, bis Nitrat aus der Düngung und andere Stoffe (Pestizide usw.) in diese Tiefe gelangen, zumal die genaue Lage und Richtung der Grundwasserströme nicht bekannt sein dürfte.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Wie hoch ist die aktuelle und prognostizierbare Belastung des Osnabrücker Trinkwassers mit Nitrat und anderen schädlichen Stoffen?

2. In welchem Umfang sind die Flächen um die Wasserwerke geschützt, z. B. durch Verpachtung an Landwirtschaftsbetriebe mit Auflagen bzgl. Düngung und Pestiziden?

3. Welche (weiteren) Schutzmaßnahmen sind erforderlich bzw. geplant, um sauberes Trinkwasser für Osnabrück langfristig sicherzustellen?

Der Inhalt der Vorlage unterstützt folgende/s strategische/n Stadtziel/e:

Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Ziel 2016 - 2020)

Sachverhalt:

Die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantwortet der Gemeinsame Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück wie folgt:

Vorbemerkungen:

Grundsätzlich muss zwischen dem Grundwasser und dem an Verbraucher abgegeben Trinkwasser unterschieden werden. Die von der Präsidentin des Umweltbundesamtes angesprochenen Belastungen des Grundwassers beziehen sich in erster Linie auf oberflächennahe Grundwasserkörper, die zwar kritische Stoffeinträge in den Untergrund aufzeigen, aber nicht mit den Entnahmehorizonten für die Trinkwassergewinnung gleichzusetzen sind.

Im Wasserwerk Düstrup wird ein Teil des dort geförderten Trinkwassers seit 2005 mittels einer Nanofiltration aufbereitet, wodurch u.a. auch eine Teilenthärtung und Nitratreduzierung erfolgt, bevor es mit dem Wasser der dortigen Tiefbrunnen wieder gemischt wird. Im Rahmen der wasserrechtlichen Bewilligung von Grundwasserentnahmen sind umfangreiche hydrogeologische Untersuchungen vorzunehmen, die u.a. Aufschluss über das Einzugsgebiet, die Grundwasserfließrichtung sowie Verweilzeiten geben, so dass diese Informationen für die Wassergewinnungsanlagen vorliegen.

1. Wie hoch ist die aktuelle und prognostizierbare Belastung des Osnabrücker Trinkwassers mit Nitrat und anderen schädlichen Stoffen?

Antwort des Gemeinsamen Gesundheitsdienstes:

Das Trinkwasser aus allen drei angesprochenen Wassergewinnungsanlagen entspricht vollumfänglich den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV).

Die Nitratwerte der Wasserwerke Thiene und Wittefeld weisen mit 8 bzw. 7 mg/l die geringsten Gehalte auf, aber auch das Trinkwasser aus Düstrup liegt mit 23 mg/l etwa um den Faktor 2 unterhalb des Grenzwertes der TrinkwV von 50 mg/l. Das Analysenspektrum deckt auch Spurenstoffe, wie die für Niedersachsen relevanten Pflanzenschutzmittel und deren Metaboliten mit ab.

Die Messergebnisse und deren Entwicklungen werden von der SWO Netz und denFachbehörden kritisch beobachtet, um rechtzeitig Tendenzen erkennen und ggf. Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

2. In welchem Umfang sind die Flächen um die Wasserwerke geschützt, z. B. durch Verpachtung an Landwirtschaftsbetriebe mit Auflagen bzgl. Düngung und Pestiziden?

Antwort des Gemeinsamen Gesundheitsdienstes:

Die Stadtwerke Osnabrück hat ca. 300 ha für die Grundwasserneubildung sensible Flächen in den Einzugsgebieten der Wassergewinnungsanlagen gekauft bzw. gepachtet, um diese mit entsprechenden Auflagen zur extensiven Nutzung weiter zu verpachten.

Darüber hinaus besteht seit fast 30 Jahren eine Wasserschutzkooperation der Stadtwerke Osnabrück mit ca. 300 Landwirten in den Wassergewinnungsgebieten Düstrup, Thiene und Wittefeld mit dem gemeinsamen Ziel, die Landwirte für eine wasserschonende Bewirtschaftung zu sensibilisieren. Agraringenieure der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beraten die Landwirte im Auftrage der Stadtwerke Osnabrück und vereinbaren mit ihnen freiwillige Maßnahmen zur wasserschonenden Landbewirtschaftung. Eine der sehr erfolgreichen Maßnahmen ist der Zwischenfruchtanbau zur Stickstoffbindung im Boden, um Nitrateinträge ins Grundwasser zu minimieren. Hierfür erhalten die Landwirte von den Stadtwerken Ausgleichzahlungen. Diese Maßnahmen können zum Teil aus den Wasserentnahmegebühren refinanziert werden.

Darüber hinaus ergeben sich aus den festgesetzten Wasserschutzgebiets-verordnungen Handlungsverbote und -beschränkungen, wie es u.a. für den Bereich Düstrup-Hettlich ausgewiesen ist.

3. Welche (weiteren) Schutzmaßnahmen sind erforderlich bzw. geplant, um sauberes Trinkwasser für Osnabrück langfristig sicherzustellen?

Antwort des Gemeinsamen Gesundheitsdienstes:

Durch die unter Punkt 2 genannten Maßnahmen konnte in vielen Bereichen ein weiterer Nitratanstieg zum Stillstand gebracht werden, sodass die gemeinsamen Anstrengungen aus heutiger Sicht erfolgsversprechend sind und fortgeführt werden sollten. Über ein erweitertes Monitoring von Vorfeldmessstellen lassen sich frühzeitig trinkwasserhygienisch unerwünschte Stoffeinträge in das zuströmende Grundwasser erkennen und evtl. notwendige Gegenmaßnahmen zur Reduzierung einleiten. Die deutlich gestiegenen Pachtpreise haben dazu geführt, dass die Handlungsspielräume mit den derzeit aus den Wasserentnahmegebühren zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel deutlich eingeschränkt wurden und weitere finanzielle Belastungen für Ausgleichzahlungen auf die Wasserversorger zukommen. Dennoch sieht die Stadtwerke Osnabrück und der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück die Trinkwasserqualität für Osnabrück auch längerfristig als gesichert an, können aber Einzelnachweise von neuen trinkwasserhygienisch unerwünschten Spurenstoffen nicht gänzlich ausschließen. Grundsätzlich wird aber derzeit weiterhin der Grundwasser präventive Ansatz vorrangig vor technischen Lösungen gesehen.

gez. Heinrich

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Tue, 30 Apr 2019 12:00:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/wohnungsbau_in_osnabrueck/ Wohnungsbau in Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/wohnungsbau_in_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/wohnungsbau_in_osnabrueck/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (TOP 18.4) Sachverhalt:

Wohnungsbau und Wohnungsnachfrage in Osnabrück verlaufen seit geraumer Zeit disparat. Deutlich wird das an den steigenden Immobilienpreisen und dem Mangel an bezahlbaren Wohnraum nicht nur für einkommensschwächere Haushalte. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wie folgt:

1. Wie viele Wohneinheiten sind in Osnabrück in den zurückliegenden 15 Jahren jeweils jährlich gebaut worden, aufgeschlüsselt nach freistehenden Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau?

Eine Zusammenstellung der Daten nach den gewünschten Merkmalen (freistehende Einfamilienhäuser, Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau) ist nicht möglich, da die Baufertigstellungsstatistik diese Kategorien nicht unterscheidet.

Eine Betrachtung der Baufertigstellungen kann auf statistischer Ebene nur für die Merkmale Wohngebäude und Wohnungen in Nichtwohngebäuden (z.B. Hausmeisterwohnungen) erfolgen. Hierbei wird zusätzlich unterschieden nach Gebäuden mit 1 und 2 Wohnungen (dies können sowohl freistehende Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Doppelhäuser als auch kleine Mehrfamilienhäuser sein) und Gebäude mit 3 und mehr Wohnungen.

Demnach sind in Osnabrück im Zeitraum 2003 bis 2017 insgesamt 2653 Gebäude mit 4652 Wohnungen errichtet worden. Davon waren 2403 Gebäude mit 2643 Wohnungen in Gebäuden mit 1-2 Wohnungen errichtet worden. 250 Gebäude wurden mit 3 und mehr Wohnungen errichtet, in denen 2009 Wohnungen entstanden sind. Detaillierte Betrachtungen der Einzeljahre können den beigefügten Tabellen und Diagrammen entnommen werden.

2. Wie viele Wohneinheiten und in welchem Umfang sind davon mit öffentlichen Mitteln und in welcher Höhe gefördert worden?

Siehe Antwort zu Frage 3.

3. Wie viele Wohneinheiten davon sind für den sozialen Wohnungsbau errichtet worden?

zu 2. und 3.): In den letzten 15 Jahren (2004 – 2018) wurden mit öffentlichen Mitteln der Stadt oder des Landes die unter a) bis c) dargestellten Wohneinheiten gefördert. Bei der Landesförderung ist nur der Neubau dargestellt. Bei der städtischen Förderung kann nur die Zahl der Wohneinheiten getrennt nach Neubau und Kaufvorhaben dargestellt werden, eine Aufteilung der Fördermittel nach Neubauvorhaben und Kaufvorhaben würde einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeuten und kann aktuell nicht geleistet werden. Es ist daher die Gesamtsumme angegeben worden.

a) Neubau Einfamilienhäuser / Reihenhäuser / Eigentumswohnungen von 2004 - 2018

Landesförderung: 89 Wohneinheiten / Fördermittel: 3.670.000,00 €.

Städtische Förderung: 1009 Wohneinheiten, davon 302 Wohneinheiten Neubau und 807 Wohneinheiten Kaufvorhaben / Fördermittel gesamt: 4.284.006,65 €.

b) Neubau Geschosswohnungsbau / 2004 -2018

Landesförderung: 75 Wohneinheiten / Fördermittel: 4.312.790,00 €.

Städtische Förderung: 2 Wohneinheiten / Keine Fördermittel, da Wohneinheiten durch städtebaulichen Vertrag gebunden.

c) Neubau Geschosswohnungsbau / Studentenwohnungen 2004 – 2018

Landesförderung: 271 Wohneinheiten / Fördermittel: 14.452.735,00 €.

Anlagen

Diagramm Baufertigstellungen von Wohnungen in Wohngebäuden 2003 bis 2017 Tabelle Baufertigstellungen von Wohnungen in Wohngebäuden 2003 bis 2017

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Tue, 29 Jan 2019 16:33:00 +0100
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kohlestrombezug_stadtstadtwerke_osnabrueck/ Kohlestrombezug Stadt/Stadtwerke Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kohlestrombezug_stadtstadtwerke_osnabrueck/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/kohlestrombezug_stadtstadtwerke_osnabrueck/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Rat 25.09.2018 TOP 19.5 Sachverhalt:

Derzeit wird in Deutschland der Ausstieg aus der Kohle als klimaschädlichem Energieträger geplant. Dabei stellen sich neben der Frage der Eigenproduktion durch die Stadtwerke und die damit verbundene Frage nach der Nachhaltigkeit von Investitionen in Kohlekraftwerke weitere Fragen zum Strombezug und dessen Herstellungsweise und Klimabilanz. Umso mehr, als dass sich die Stadt Osnabrück ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt hat.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Welchen Kohlestromanteil hat der Strom, den die Stadt Osnabrück bezieht und wie hat sich dieser in den letzten fünf Jahren entwickelt?

2. Wie hoch ist der Kohlestromanteil, den die Stadtwerke im Einkauf beziehen, wie hoch ist der im Vertrieb und wie hat sich dieser in den letzten fünf Jahren entwickelt?

3. Wie hoch ist der Anteil des Stroms, den die Stadtwerke von RWE und von Vattenfall, den beiden Herstellern der besonders klimaschädlichen Braunkohle, beziehen?

Sachverhalt:

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Osnabrück hat mit Vorlage (VO/2018/2903) die Verwaltung um Auskunft gebeten. Die Stadtwerke Osnabrück AG nimmt wie folgt Stellung:

Frage 1: Welchen Kohlestromanteil hat der Strom, den die Stadt Osnabrück bezieht und wie hat sich dieser in den letzten fünf Jahren entwickelt?

Die Stadt Osnabrück hat im Jahr 2017 für ihre Liegenschaften (Verwaltung, Schulen etc.) in Summe rund 10,7 Mio. kWh Strom bezogen. Gemäß dem Beschluss des Osnabrücker Rates vom 17.12.2013 beziehen 29 städtische Schulen 100%igen Grünstrom auf der Basis von zertifizierten Herkunftsnachweisen. Dies entspricht einer Menge von 3,9 Mio. kWh. Damit ist die Stadt Osnabrück der größte Ökostrombezieher im Stadtgebiet.

Auf Basis der aktuell gültigen Stromkennzeichnung ergibt das für den von der Stadt Osnabrück bezogenen Strom im Mix einen Kohlestromanteil von rd. 27 % (zum Vergleich: Anteil Kohlestrom im bundesdeutschen Strommix: 41,8 %). Eine Unterscheidung nach Braun- und Steinkohlestrom ist dabei in der Stromkennzeichnung nicht vorgesehen.

Im Jahr 2012 lag der Kohlestromanteil der Stromlieferungen an die Stadt Osnabrück noch bei 49,7 %. Durch den o.g. Ratsbeschluss hat sich dieser Anteil auf rd. 27 % reduziert.

Frage 2: Wie hoch ist der Kohlestromanteil, den die Stadtwerke im Einkauf beziehen, wie hoch ist der im Vertrieb und wie hat sich dieser in den letzten fünf Jahren entwickelt?

Eine Ermittlung des Kohlestromanteils im Einkauf ist nicht aussagekräftig, weil letztlich alle Strommengen, die über die Bezugsmärkte (Strombörse, OTC-Markt) bezogen werden, per Definition Graustrommengen sind; dies gilt auch für die eingespeisten EEG-Mengen, z. B. aus den Windenergieanlagen der Stadtwerke. Im Energiewirtschaftsgesetz und in den entsprechenden Vorgaben zur Stromkennzeichnung wird deshalb eine andere Systematik für alle Energieversorger vorgegeben, bei der auch die über die EEG-Umlage finanzierten regenerativen Strommengen berücksichtigt werden (§ 42 Abs. 1 bis 8 EnWG 2011 i. V. m. §§ 78 und 79 EEG 2017 bzw. den BDEW Leitfaden zum Strommix).

Auf dieser Grundlage sind zwei Berechnungsarten für den Strommix zu unterscheiden: Der Strommix unter Berücksichtigung der sog. privilegierten Kunden und der Strommix ohne Berücksichtigung dieser Kunden.

Bei den sog. "privilegierten Kunden" handelt es sich um große, häufig industrielle Stromkunden, die der Gesetzgeber weitgehend von der EEG-Umlage befreit hat. Diesen Kunden werden aber dementsprechend auch keine EEG-Mengen zugeordnet bzw. gutgeschrieben.

Der Kohlestromanteil im Strommix der Stadtwerke unter Berücksichtigung der privilegierten Kunden liegt bei 43,6 % (Bundesdurchschnitt 41,8 %; jeweils Wert für 2016). Der Kohlestromanteil ohne diese Kunden liegt bei 40,6 % (Bundesdurchschnitt 41,8%).

Zur Entwicklung des Kohlestromanteils:

Der Kohlestromanteil (Braun- und Steinkohle) für die Lieferungen an alle Kunden der Stadtwerke Osnabrück inkl. der vom EEG befreiten privilegierten Großverbraucher lag 2012 bei 49,7 %, 2013 bei 47,3 %, 2014 bei 50,1 % und 2015 bei 46,5 %. Die Berücksichtigung der sog. privilegierten Kunden erfolgt erst seit 2015 - daher sind hier keine älteren Zahlen verfügbar.

Der Strombeschaffungsstrategie der Stadtwerke entsprechend kaufen die Stadtwerke Osnabrück ihren Strombedarf in Abhängigkeit von der Nachfrage ihrer Kunden ein. Mit zwei Ökostromprodukten für Privatkunden sowie individuellen Ausgestaltungsmöglichkeiten für gewerbliche / industrielle Stromverbraucher können Kunden der Stadtwerke Osnabrück auch atom- und kohlefreie Strommengen kaufen. Letztlich und primär entscheiden damit die Kunden und deren Präferenzen und Zahlungsbereitschaft über den Gesamtstrommix eines Energieversorgers. Reine Ökostromanbieter weisen daher in der Regel einen anderen Strommix aus als Stromversorger wie die Stadtwerke Osnabrück, die alle Kundensegmente abdecken.

Der Anteil von Ökostrombeziehern bei den Stadtwerken Osnabrück liegt seit Jahren relativ konstant bei rund 3.500 Kunden; selbst nach den Reaktorunfällen in Japan ist dieser Anteil nur kurzfristig gestiegen, obwohl der Preisunterschied bei einem sonst vergleichbaren Tarif hier in Osnabrück derzeit für einen Kunden mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh bei weniger als 10 Euro pro Jahr liegt.

Auf Ökostromprodukte angesprochen verweisen viele Kunden darauf, dass sie ja über die Umlagen (gemeint sind EEG- und Offshore-Haftungsumlage) schon einen Beitrag zur Energiewende leisten und der Anteil der regenerativen Energien am Gesamtmix in den letzten Jahren dadurch schon stark gestiegen sei.

Frage 3 Wie hoch ist der Anteil des Stroms, den die Stadtwerke von RWE und von Vattenfall, den beiden Herstellern der besonders klimaschädlichen Braunkohle, beziehen?

Der Anteil der von RWE und Vattenfall bezogenen Strommengen an den Gesamteinkaufsmengen der Stadtwerke Osnabrück hat sich in den letzten fünf Jahren von 41 % (in 2013) auf 14 % reduziert.

JahrAnteil Strombezug von RWEAnteil Strombezug von Vattenfall
201329 %12 %
2014 37 % 11 %
201525 %12 %
2016 27 % 6 %
20179 % 5 %

  

 


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Tue, 25 Sep 2018 17:35:00 +0200
http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/-314b1956c5/ Smart City Osnabrück http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/-314b1956c5/ http://fraktion-gruene-os.de/startseite/einzelansicht-startseite-fraktion/article/-314b1956c5/ Anfrage Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Rat 25.09.2018 TOP 19.4 Sachverhalt:

Die Digitalisierung durchdringt immer mehr Lebensbereiche. Das betrifft auch das öffentliche Leben und die öffentliche Verwaltung. In der Regel ist die private Wirtschaft hier der Innovationstreiber aber auch staatliche Ideen und Projekte weisen in eine neue, digital vernetzte, smarte, also intelligente Zukunft. Die Stadt Osnabrück erarbeitet derzeit ihre eigene "Digitale Agenda: Osnabrück übermorgen".

Viele große Städte haben umfassendere Smart City-Konzepte auf den Weg gebracht. Sie erhoffen sich davon innovative Impulse und die Erschließung neuer Potenziale für die Stadtentwicklung. Dazu werden verfügbare Daten niedrigschwellig und technikoffen bereit gestellt und mögliche Akteure vernetzt.

Der Umgang mit knappen Ressourcen, wie Fläche, Umweltgütern, Verkehrsinfrastruktur, Qualifikation usw. könne durch eine "smartere" Nutzung effizienter werden. Erste Beispiele in Osnabrück dafür sind das Solardachkataster, die VOS-App, verschiedene GIS-Anwendungen und die Überlegungen für ein "umweltsensitives Verkehrsmanagement".

Wir fragen die Verwaltung:

1. Welche Smart City-Projekte in Osnabrück sind derzeit bekannt und wer sind die Akteure?

2. In welchem Verhältnis stehen diese zur stadteigenen "Digitalen Agenda", zum Ratsbeschluss „Open-Data“ und zum "Masterplan Digitalisierung" des Landes?

3. Welche Mittel und Ressourcen werden derzeit dafür aufgewendet bzw. sind geplant?

[zu 1] Im Zuge der Ausarbeitung der Digitalen Agenda, die Anfang 2019 starten wird, sollen aktuelle Smart-City Projekt stadtweit evaluiert und zusammengetragen werden. Im Bereich eGovernment können schon heute Termine im Bürgeramt über das Internet gebucht werden, und die Verwaltung von Dokumenten erfolgt selbstverständlich digital. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass diese Prozesse nicht abschließend und längst nicht alle Handlungsbereiche erfasst sind. Deutlich wird aber auch, dass die vielfältigen Entwicklungen keiner ganzheitlichen und integrierten Strategie folgen. Einzellösungen ersetzen bisher noch systemische Ansätze. Die zentralen Projekte zum Thema Smart City wurden bereits in der Vorlage aufgelistet. Zu diesen gehört zweifelsohne der Breitbandausbau sowie die umweltsensitive Verkehrssteuerung.

Da davon auszugehen ist, dass Geschwindigkeit und Komplexität sich zukünftig noch verstärken werden, erscheint es notwendig, sich systematisch und strategisch mit den Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung auseinanderzusetzen und wie geplant im Rahmen der digitalen Agenda das Osnabrück von Übermorgen zu planen und zu gestalten.

Das Projekt wird federführend durch den Fachbereich Personal und Organisation/Fachdienst Informationstechnik (Technische und organisatorische Aspekte) sowie Strategische Stadtentwicklung und Statistik (Strategische Ziele und Herausforderungen der Stadtentwicklung) umgesetzt.

[zu 2] Wie in der Vorlage der Digitalen Agenda ausgeführt, ist das Thema Transparenz (Open Data) und Teilhabe ein wichtiges zukünftiges Handlungsfeld der Digitalen Agenda. Durch die Bereitstellung von Daten in offenen Standards wird die Transparenz staatlichen Handelns deutlich erhöht. Gleichzeitig kann dies die Entstehung neuen Wissens unterstützen oder neue Geschäftsmodelle möglich machen. Neben der Transparenz ermöglichen digitale Technologien auch neue Formen der Bürgerbeteiligung und der Demokratisierung von Teilhabe. Das erhöht die Akzeptanz für staatliches Handeln und kann in der Folge Konsolidierungseffekte auslösen (etwa weniger gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen).

Mit dem Masterplan Digitalisierung hat das Land Niedersachsen die Schwerpunkte seiner Digitalisierungspolitik festgelegt. Dabei stehen insb. Aspekte der Wirtschaft im Vordergrund. Vor allem in Bezug auf den geforderten Breitbandausbau sind in Osnabrück zahlreiche Prozesse bereits angestoßen. Daneben finden sich im Masterplan jedoch auch zahlreiche Anknüpfungspunkte, die im Rahmen der Digitalen Agenda auf ihre Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit auf Osnabrück geprüft werden müssen.

[zu 3] Für das Projektmanagement der Digitalen Agenda wurde eine Stelle A13/EG 12 für die Dauer von zwei Jahren eingerichtet. Hierfür wurden rund 134.000 € veranschlagt. Für externe Unterstützung sind rund 116.000 € für den Zeitraum von 12 Monaten im Haushaltsjahr 2019 eingeplant.

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Tue, 25 Sep 2018 16:00:00 +0200