
14.05.13 –
Die jüngsten Äußerungen der neuen Eigentümer des Geländes des alten Güterbahnhofs lassen die GRÜNEN auf Distanz gehen. Im Osnabrücker Lokalfernsehen hatte der Geschäftsführer der Zion GmbH, Ralf Gervelmeyer, Homosexualität als Sünde bezeichnet, die er hassen und ablehnen würde. „Wir machen uns große Sorgen um die weitere Entwicklung auf der für die Stadt wichtigen und zentrumsnahen Fläche. Homophobie hat in unserer Stadt keinen Platz", erklären Michael Hagedorn, Fraktionsvorsitzender, und Thomas Klein, der GRÜNEN-OB-Kandidat.
Natürlich sei es erfreulich, dass die neuen Eigentümer sich gegenüber der Planungsverwaltung kooperativ zeigten und wichtige Projekte wie den Neubau der Brücke an der Hamburger Straße und den Ostzugang zum Hauptbahnhof unterstützten. „Aber, Politik und Verwaltung sind natürlich den grundlegenden Bürgerrechten verpflichtet. Wir feiern Gay in May, der Rat verabschiedet einstimmig eine Resolution für Lesben- und Schwulenrechte an die russische Partnerstadt Twer. Die im Interview geäußerte Haltung der Freikirchler am Güterbahnhof zur Homosexualität ist mit der in Osnabrück gepflegten Toleranz nicht in Einklang zu bringen", so Thomas Klein.
Schon die jüngsten Veränderungen am Güterbahnhof sind von den GRÜNEN mit großer Skepsis verfolgt worden. Die Auflagen für die Club-Betreiber nähmen zu, so musste zum Beispiel der Bus vor der Kleinen Freiheit verschwinden und auch der Druck auf die Kulturschaffenden steige. „Solche Aktionen steigern nicht gerade das Vertrauen in die soziale Kompetenz der neuen Eigentümer", kritisiert Klein.
Die GRÜNEN erwarten von den Freikirchlern eine Klärung. „Es wäre gut, man würde ein Zeichen der Toleranz senden. Unsere Friedensstadt ist weltoffen und vielfältig. An diesem Leitbild sollten sich alle Beteiligten orientieren. Denn auch Grundstückseigentum verpflichtet", so die GRÜNEN abschließend.
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Kultur, Frieden | Pressemitteilung | Queerpolitik | Stadtentwicklung
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