
25.04.22 –
Zur Trennung von Stadtwerken und dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Christoph Hüls, nimmt der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Ratsfraktion, Volker Bajus, Stellung:
„Es ist gut, dass es eine einvernehmliche Lösung gibt. Wir danken Herrn Hüls für die geleistete Arbeit und zollen ihm Respekt, dass er die Verantwortung in dieser schwierigen Situation übernimmt. Damit ist der Weg frei für eine Neuaufstellung der Unternehmensspitze. Klar ist, das Risikomanagement muss deutlich besser werden. Zudem braucht es Know-how, wie mit Klimaneutralität Erlöse erwirtschaftet werden können.
Ausdrücklich warne ich davor, die Krise vor allem auf den Ukraine-Krieg und die Folgen für den Energiemarkt sowie die Corona-Ausfälle bei Bus, Parken und Bädern zu schieben. Es sind die fatalen Kohlekraftwerks-Beteiligungen, die die Krisenfähigkeit der SWO behindern. Hier sind bislang weit über 100 Millionen Euro verbrannt worden. Geld, das jetzt fehlt. Diese Altlast schleppen wir nicht nur bis heute mit, sondern die Risiken daraus nehmen aktuell noch zu. Jetzt ist die Zeit sich von allen fossilen Investments konsequent zu verabschieden. Es wäre gut, wenn dies nicht nur GRÜNE fordern.
Wir wollen weiter eigene Stadtwerke für Osnabrück, mit denen wir Arbeitsplätze, Infrastruktur und Wertschöpfung in der Region halten. Es braucht nun eine Strategie dafür, wie sich die Stadtwerke vom Energielieferanten zum Dienstleister einer klimaneutralen Wirtschaft entwickeln können."
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