BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsfraktion Osnabrück

Menschen mit Waffenschein in Osnabrück

Menschen mit Waffenschein in Osnabrück / Anfrage der Gruppe Grüne/SPD/Volt in der Ratssitzung am 21.04.2026

16.04.26 –

Sachverhalt:

Nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums wurden Ende 2025 mehr als 90.000 Kleine Waffenscheine erfasst. Das waren rund 10.000 mehr als noch vor drei Jahren. Auch die Zahl der großen Waffenscheine stieg niedersachsenweit wieder leicht: 642 seien Ende letzten Jahres registriert worden, rund 20 mehr als Ende 2024.

Die Besitzer:innen von Kleinen Waffenscheinen dürfen in der Öffentlichkeit Schreckschuss- und Signalwaffen sowie Reizstoff mit sich führen.

Zudem besitzen laut Innenministerium – Stand Ende 2025 – fast 252.000 Menschen in Niedersachsen eine Waffenbesitzkarte, hier mit leicht sinkender Tendenz. Die Waffenbesitzkarte berechtigt zum Erwerb und Besitz von scharfen Schutzwaffen, deren Mitführen in der Öffentlichkeit jedoch verboten ist. Diese Karte benötigen vor allem Jäger:innen und Sportschütz:innen.

Vor diesem Hintergrund und mit Verweis auf die AFO-Anfrage vom 19.04.2023 (VO/2023/1973) sowie auf die Ratsanfrage vom 20.04.2021 (VO/2021/6764) fragen wir die Verwaltung:

  1. Wie haben sich die Zahlen der Waffenbesitzer:innen, der Kleinen und Großen Waffenscheine in den Jahren 2023-2025 in Osnabrück entwickelt?
     
  2. Die Waffenbehörden sind verpflichtet, regelmäßig unangekündigte Kontrollen der Aufbewahrung zu Hause durchzuführen (u.a. Aufbewahrung, Bestandabgleich, Prüfung der Munition, persönlichen Voraussetzungen, Bedürfnisüberprüfung). Wie viele Überprüfungen haben in den Jahren 2023-2025 jeweils stattgefunden, wie viele und welche Art von Verstößen gegen das Waffengesetz wurden in diesem Zusammenhang festgestellt, wie vielen Personen wurde der Waffenschein entzogen und gibt es hierbei Hinweise auf politische, religiöse oder sonstige Gesinnungen?
     
  3. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Kontrollen gemessen an der Zahl der Waffenbesitzenden deutlich im einstelligen Prozentbereich. Welcher fachliche Austausch findet mit anderen niedersächsischen Kommunen statt, wie werden die Möglichkeiten der Digitalisierung etwa über Softwares wie „xWaffe“ genutzt und welche Handlungsbedarfe werden gesehen, um mehr Überprüfungen durchzuführen?


gez. Jens Meier
Gruppe Grüne/Volt

gez. Susanne Hambürger dos Reis
SPD-Fraktion

Kategorie

Anfrage | Sicherheit

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