BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsfraktion Osnabrück

Gemeinsam für eine klimaneutrale und sozial gerechte Wärmeversorgung

Osnabrück stellt die Weichen für eine kommunale Wärmeplanung

29.11.25 –

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Osnabrück hat die kommunale Wärmeplanung beschlossen – ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040. Die umfassende Analyse zeigt klar: Der Wärmesektor verursacht ein Drittel der städtischen CO₂-Emissionen. Ohne eine tiefgreifende Transformation kann Osnabrück seine Klimaziele nicht erreichen. Mit dem jetzt verabschiedeten Wärmeplan liegt erstmals ein strategischer Fahrplan vor, wie die Wärmeversorgung der Zukunft erneuerbar, sicher und sozial verträglich gestaltet werden kann.
Im nächsten Schritt muss der Rat noch über den Antrag entscheiden.  

Was wurde beschlossen?

Wir haben nicht nur den Wärmeplan selbst verabschiedet, sondern auch eine Reihe konkreter Maßnahmen. Dazu gehören:

  • Kommunikationskampagne zur Wärmewende: Bürger*innen sollen verständlich, transparent und zielgruppenorientiert über Chancen, Fördermöglichkeiten und technische Lösungen informiert werden.
  • Vorbereitung von energetischen Quartierssanierungen: Die Verwaltung identifiziert geeignete Gebiete und entwickelt Vorschläge für Sanierungsprojekte, die gemeinsam mit Eigentümer*innen umgesetzt werden können.
  • Aufbau eines strukturierten Datensystems: Für eine erfolgreiche Wärmewende werden verlässliche Verbrauchs- und Gebäudedaten benötigt.
  • Wärmepumpenrechner für Geothermie: Ein digitales Tool soll Hauseigentümer*innen die Planung erleichtern.
  • Kampagne zum Austausch von Gasetagenheizungen: Besonders in Mehrfamilienhäusern besteht großes Einsparpotenzial.

Stadtwerke übernehmen zentrale Aufgaben

Auch die Stadtwerke Osnabrück tragen wichtige Teile der Transformation:
Sie prüfen die Machbarkeit eines erweiterten Wärmenetzes im Norden, untersuchen das Potenzial des Krematoriums als Abwärmequelle, entwickeln Transformationspläne für bestehende Wärmenetze und stärken ihre Wärmepumpen-Angebote.

Warum ist das wichtig?

Über 95 Prozent der Wärme in Osnabrück wird heute noch mit fossilen Energieträgern erzeugt – vor allem Erdgas. Gleichzeitig zeigt die Analyse:

  • Dichte Stadtgebiete eignen sich hervorragend für Wärmenetze,
  • der Stadtrand vor allem für dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen,
  • große Potenziale liegen in industrieller Abwärme, Klärwerken, Flusswärme und Abfallverwertung.

Die Wärmeplanung kombiniert all diese Faktoren zu einer klaren Strategie für ein klimaneutrales Osnabrück.

Stärkung der Beratung und Bürger*innenbeteiligung

Mit dem geplanten Haus der Energie- und Wärmewende schafft die Stadt einen zentralen Ort, an dem Bürger*innen Beratung zu Sanierung, Förderprogrammen und Heizungssystemen erhalten. Informationsveranstaltungen und öffentlich zugängliche Karten unterstützen den Prozess.

„Osnabrück hat die kommunalen Wärmeplanung weit vor der gesetzlichen Frist abgeschlossen. Das war eine sehr engagierte Leistung aller Beteiligten aus Verwaltung und externen Büros. Vielen Dank! Nach dem Plan folgt nun die konkrete Umsetzung. Osnabrück und die Bürgerinnen und Bürger können das!“, sagt Jens Meier, Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt

Kategorie

Energie | Jens Meier | Klimaschutz | Kommunalpolitik | News | Stadtentwicklung | Wohnen

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