21.04.26 –
Beschluss:
„Zukunft des Volkswagenwerks Osnabrück sichern – Arbeitsplätze erhalten und nachhaltige Perspektiven schaffen“
Der Rat der Stadt Osnabrück bekräftigt seinen Beschluss aus dem Jahr 2024 zum Erhalt des Automobilstandorts Osnabrück und des VW-Werks (VO/2024/3511). Angesichts der aktuellen Ankündigungen des VW-Vorstands, bis Ende 2026 über die Zukunft des Standorts zu entscheiden, und des massiven Konsolidierungsdrucks im Konzern erklärt der Rat:
Der Rat der Stadt Osnabrück erklärt:
Das Volkswagen Werk in Osnabrück ist ein bedeutender industrieller Standort mit hoher regionaler und überregionaler Relevanz. Es sichert Arbeitsplätze, stärkt die Wirtschaftskraft und trägt wesentlich zur technologischen Kompetenz in der Automobilproduktion bei. Vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen in der Automobilindustrie ist es von zentraler Bedeutung, die Zukunft dieses Standorts aktiv zu sichern.
Zugleich versteht sich Osnabrück als Friedensstadt mit einer besonderen historischen Verantwortung. Dieses Selbstverständnis muss auch bei der zukünftigen Ausrichtung des Standorts berücksichtigt werden.
Diese Resolution ist ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Osnabrück und zu den Menschen, die dort arbeiten. Der Erhalt der Arbeitsplätze sowie die zivile und friedensorientierte Ausrichtung des Standorts sind nicht nur wirtschaftliche Notwendigkeiten, sondern auch gesellschaftliche Verpflichtungen.
Sachverhalt:
Der Standort Osnabrück blickt auf eine Tradition seit 1874 zurück. Die Übernahme durch VW nach der Karmann-Insolvenz war ein „Glücksfall“, den wir nicht leichtfertig preisgeben dürfen. In der aktuellen Situation des VW-Konzerns braucht es eine verantwortungsvolle, lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten für den Erhalt industrieller Arbeitsplätze.
Wir respektieren die Entscheidungshoheit des Konzerns und der betrieblichen Mitbestimmung. Als Politik ist es unsere Aufgabe, den Rahmen zu setzen: Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das Werk technologisch an der Spitze bleibt und sich erfolgreich weiterentwickeln kann – sei es in der zivilen Produktion oder, falls wirtschaftlich notwendig und ethisch vertretbar, in der Kooperation mit sicherheitstechnischen Partnern.
Die Sicherung von Freiheit und Frieden ist das höchste Gut der „Friedensstadt Osnabrück“. Dies umfasst auch die Verantwortung für sichere Arbeitsplätze und soziale Stabilität in unserer Stadt.
gez. Jens Meier
Gruppe Grüne/Volt
gez. Marius Keite
CDU-Fraktion
gez. Susanne Hambürger dos Reis
SPD-Fraktion
gez. Dr. Thomas Thiele
Gruppe FDP/UWG
gez. Katharina Pötter
Oberbürgermeisterin
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