BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsfraktion Osnabrück

GRÜNE wollen bessere Planung für Schulunterricht bei Winterwetter

Schulausfälle im Winter vermeiden

06.02.26 –

Im Januar ist in Osnabrück an fünf von 20 Schultagen der Unterricht aufgrund der winterlichen Witterung ausgefallen. Der erste Schultag nach den Zeugnisferien im Februar fiel ebenfalls aus. Lediglich an den Berufsbildenden Schulen fand fortlaufend Distanzunterricht statt.

Die Sicherheit der Schüler:innen und Lehrkräfte auf dem Schulweg hat Priorität. Dennoch gilt es, die Belastungen für die Kinder und ihre Familien so gering wie nötig zu halten und den Schüler:innen so viel Bildung wie möglich zukommen zu lassen. Jeder Schultag ohne Unterricht ist einer zu viel – ob an den Grundschulen oder den weiterführenden Schulen.

Deshalb muss aus diesem Winter-Januar gelernt und geschaut werden, was die Stadt, die Stadtwerke und die Schulen im Schulterschluss in Zukunft besser machen können, um den Unterricht zu gewährleisten, wenn es mal wieder schneit oder glatt ist.

Nachstehend legen wir fünf Vorschläge vor, die der weiteren gemeinsamen Diskussion von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Unterrichtssituation bei winterlichen Bedingungen dienen sollen:

  1. Schulwege: Im Rahmen des schulischen Mobilitätsmanagements werden die Hauptwege der Schüler:innen zu Fuß und mit dem Fahrrad identifiziert und öffentlich einsehbar gemacht. Die Wege von den Bushaltestellen zum Schulgebäude sind bekannt. Zusammen mit allen relevanten Akteur:innen – vom Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB) bis hin zu den Hausmeister:innen – können für die Winterzeit noch bessere Voraussetzungen für sichere Schulwege zu Fuß geschaffen werden.
     
  2. Busse: Die Stadtwerke greifen bei Schnee und Eis auf einen Winterwetter-Fahrplan zurück, der sicherstellt, dass die Busse zumindest entlang der Hauptstraßen in regelmäßigem Takt genutzt werden können. Dort, wo der Bus nicht anfahren kann, zum Beispiel in Gebieten mit höherer Steigung, wird die nächstmögliche Bushaltestelle als Anfahrpunkt eingeplant. Die Öffentlichkeit ist über den Winterwetter-Fahrplan zu informieren und auch, welche Strecken bei schwierigen Witterungsverhältnissen als erstes nicht mehr bedient werden können.
     
  3. „Gleitender Schulbeginn“: Bei Winterwetter beginnt der Unterricht morgens mit einem offenen Anfang, damit die Schüler:innen stressfreier und vor allem sicherer in der Schule ankommen können. Das ermöglicht einen – womöglich längeren – Schulweg zu Fuß oder mit dem Bus.
     
  4. Distanzunterricht: Die Schulleitungen nutzen die ihnen vom Land gegebene Möglichkeit und bieten Distanzunterricht an. Insbesondere in den Klassen und Jahrgangsstufen, in denen die Voraussetzungen dafür technisch und didaktisch gegeben sind.
     
  5. Notbetreuung: Für den Fall eines ersatzlosen Unterrichtsausfalls haben die Schulen die Betreuung für Schüler:innen, die zur Schule kommen, personell, inhaltlich und auch in puncto Mittagsverpflegung zu gewährleisten. Dieses Angebot wird ausdrücklich kommuniziert.

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Bildung | Kinder, Jugend, Familie | News | Verkehr | Verwaltung

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