31.08.17 –
Die Osnabrücker GRÜNEN wollen in der kommenden Ratssitzung (05.09.2017) wirksame Schritte zur Eindämmung der Müllflut durch Papp- und Plastikbecher auf den Weg bringen. „Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB), Stadtmarketing (OMT) und Wirtschaftsförderung (WFO) sollen mit Handel und Gewerbe ein Konzept für ein freiwilliges Pfandsystem für Coffe-to-go-Becher entwickeln. Möglichst viele Anbieter von Mitnahmegetränken sollen sich daran beteiligen. Bereits laufende Initiativen in Osnabrück und Erfahrungen aus anderen Städten sind hierbei zu berücksichtigen“, erläutern der Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn und der GRÜNEN-Ratsherr Dr. Michael Kopatz die Initiative.
Sogenannte to-go-Behältnisse für Kaffee und andere Getränke verursachten mitsamt Zubehör wie Deckel und Rührstäbchen in Deutschland weit über 100.000 Tonnen Müll pro Jahr. „Damit hat der Kaffeebecher die Plastiktüte als Abfallverursacher im Alltag weit überholt. Mit den Coffee-to-go Bechern geht nicht nur eine beträchtliche Vergeudung von Ressourcen einher, sondern auch zusätzliche Aufwendungen und damit Kosten für die Stadtreinigung“, stellt Michael Hagedorn fest. Mithin erhöhten sich zugleich die gemeinschaftlichen Entsorgungskosten, da die Becher größtenteils in öffentlichen Müllbehältern landeten.
Inzwischen würden in mehreren Städten Mehrwegsysteme eingesetzt. „Die Stadt Freiburg hat probeweise ein Mehrwegsystem für Kaffeebecher eingeführt. Der »FreiburgCup« kostet einen Euro Pfand, kann bis zu 400 Mal benutzt und gespült und in allen teilnehmenden Läden abgegeben werden“, so Dr. Michael Kopatz. Die Kosten für das vorerst auf ein Jahr angelegte Projekt von 8.500 Euro übernehme die Stadt Freiburg. Eventuell könnte dieses Projekt als Vorbild für eine ähnliche Maßnahme in Osnabrück dienen. Mit einer entsprechenden Gestaltung der Mehrwegbecher könnte zudem ein Beitrag zum Stadtmarketing geleistet werden. „Denkbar wäre, den »OsnaCup« oder »FriedensCup« als Werbeträger für die Identifizierung mit der Stadt einzusetzen. Die Vermutung ist naheliegend, dass ein solches System gut angenommen würde, denkt man beispielsweise an die Akzeptanz des Pfandsystems für Glühwein auf Weihnachtsmärkten“, so Hagedorn und Dr. Kopatz abschließend.
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