BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsfraktion Osnabrück

GRÜNE zu CDU-Angriff auf Osnabrücker Kunsthalle

Über Geschmack lässt sich streiten, über Kunstfreiheit nicht

17.06.24 –

Anlässlich der Diskussionen um die neue Ausstellung in der Osnabrücker Kunsthalle erklären der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Stadtrat, Volker Bajus, und der kulturpolitische Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, Sebastian Bracke:

„Über Geschmack lässt sich streiten, über Kunstfreiheit nicht“

CDU verrennt sich im Kampf gegen Osnabrücker Kunsthalle

„Die ästhetische Bewertung überlassen wir gerne anderen, die Verteidigung der Kunstfreiheit nicht“, erklären Volker Bajus und Sebastian Bracke. „Es ist völlig in Ordnung, wenn die Ausstellung nicht den Geschmack der CDU-Kolleg:innen trifft. Die Forderung nach Schließung der Ausstellung ist absurd. Was kommt als Nächstes? Die Forderung, alle Kriminalromane als Mordpropaganda aus der Stadtbibliothek zu verbannen?“, fragen sich die beiden.

Forderung nach Genehmigung von Kunst als Angriff auf Grundrechte

Genauso befremdlich wie die Schließungsforderung sei die CDU-Forderung nach einer „Genehmigung von Kunst“. „Wir haben im Mai gemeinsam im Stadtrat das 75-jährige Bestehen des Grundgesetzes mit seinen Freiheitsrechten gefeiert. Es fällt schwer, diese Forderung der CDU nicht als Angriff auf die Kunstfreiheit und damit auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verstehen“, sagt Bajus.

Kunstfreiheit und Jugendschutz sind gewahrt

Die Ausstellung sei vollständig von der Kunstfreiheit gedeckt und der Jugendschutz gewahrt. „Allein auf Basis einer Besprechung eines – wenn auch hochgeschätzten – Kunstkritikers die komplette Ausstellung anzugreifen, zeigt, dass die CDU sich im Kampf gegen die Kunsthalle völlig verrennt“, erklärt Bracke.

CDU-Kampagne stärkt Interesse an der Ausstellung

Etwas Positives gewinnen die beiden Grünen der Sache ab: „Mit ihrer Kampagne befeuert die CDU das Interesse an der Ausstellung. Viele fragen sich jetzt natürlich, was die örtliche CDU wohl verboten sehen möchte und werden sich auch deshalb in den kommenden Wochen selbst ein Bild machen.“

Kategorie

Kultur, Frieden | Presse | Pressemitteilung

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