
20.03.26 –
Nachdem die Stadtverwaltung der im Juni 2025 vom Rat beschlossenen Umweltspur für Rad und Bus auf der Iburger Straße in der letzten Woche eine Absage erteilt hat, fordern wir eine Fortsetzung der Prüfung und sofortige Verbesserungen für den Radverkehr.
Die Argumentation, eine Spur für den Bus- und Radverkehr würde die Verkehrssicherheit und die Leichtigkeit des Verkehrs beeinträchtigen, halten wir für unzureichend. Denn die Verkehrssicherheit hat Vorrang vor der Leichtigkeit des Verkehrs, bei der alle Verkehrsarten zu betrachten sind. Und genau dieses Mehr an Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden soll ja mit der Umweltspur erreicht werden.
Radfahren auf der Iburger Straße ist immer mit einem Gefühl von Unsicherheit verbunden. Viel zu schmale Radfahrstreifen, teils mit parkenden Autos rechts und LKW-Verkehr links, stressen selbst unerschrockene Radfahrende. Andere versuchen die Straße zu meiden oder verzichten womöglich ganz auf die Nutzung des Fahrrades.
Es ist aber nicht nur das subjektive Sicherheitsgefühl: Auf der Iburger Straße vergeht kein Jahr ohne teils schwere Unfälle, bei denen Radfahrende die Leittragenden sind. Erst vor ein paar Tagen wurde eine Radfahrerin bei einem Dooring-Unfall verletzt. Und das auf einer Hauptroute für den Radverkehr aus dem Süden in die Innenstadt. Das ist inakzeptabel und zwar schon seit mehr als 20 Jahren, die wir über die Iburger Straße diskutieren. Noch dazu, weil sich die Stadt zur Umsetzung der Ziele des 2022 beschlossenen Radentscheids verpflichtet hat. Daran und an alle weiteren Beschlüsse für mehr Radverkehrssicherheit fühlen wir uns gebunden.
Deshalb fordern wir eine Fortsetzung der Prüfung, zumal die von der Verwaltung mit eingebundene Autobahn GmbH eigenen Aussagen zufolge keinesfalls auf einen Erhalt von vier Spuren besteht. Und selbst wenn muss die Sicherheit der Menschen in Osnabrück über dem Interesse von Autofahrenden stehen, die wegen Staus auf der Autobahn nicht vorankommen und deshalb die Iburger Straße als Umleitung nehmen.
Um das Verfahren und den Sachverhalt auch vor dem Hintergrund der 2002 ursprünglich einmal eingerichteten Busspur auf der Iburger Straße besser nachvollziehen zu können, haben wir in der Ratssitzung am Dienstag (17. März) unser Informationsrecht wahrgenommen und Akteneinsicht beantragt.
Davon losgelöst erwarten wir kurzfristige Verbesserungen für den Radverkehr auf der Iburger Straße. Die Stärkung der Nebenrouten ist zwar grundsätzlich zu begrüßen, ersetzt allerdings nicht die notwendigen Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit an der Iburger Straße. In einem ersten Schritt sollte deshalb an der bereits vor vier Jahren öffentlich kommunizierten Entscheidung angesetzt und die Parkplätze zwischen Einfahrt Siebensteinstraße und Hauswörmannsweg gestrichen werden. Über weitere Schritte werden wir im April im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt diskutieren.
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