04.10.11 –
Die Osnabrücker GRÜNEN begrüßen die Bemühungen, in der Frage des geplanten Ausbaus des Flughafen FMO einen Kompromiss zu finden. Wie am Wochenende bekannt wurde, verhandeln der Naturschutzbund und die Geschäftsführung des FMO über eine mögliche Einigung im Streit um die Verlängerung der Start- und Landebahn. "Der mögliche Kompromiss, den Ausbau der Startbahn auf 3.000 Meter zu begrenzen, kann aus ökologischer Sicht von uns nur begrüßt werden. Wirtschaftlich bleiben aber eine Menge Fragen", kommentieren der Fraktionsvorsitzende, Michael Hagedorn, und der umweltpolitische Sprecher, Volker Bajus.
Wenn es gelänge, die Naturschutzprobleme mit dem streng geschützten Eltingmühlenbach in den Griff zu bekommen, sei das natürlich erfreulich. "Es handelt sich um einen wertvollen Bach mit Seltenheitswert und einer besonderen Artenvielfalt, der nicht zerstört werden darf", fordert Umweltpolitiker Bajus. Aus Umweltsicht sei jedweder Ausbau zunächst einmal kritisch zu betrachten. Ziel der weiteren Verhandlungen müsse es also bleiben, das Gesamtprojekt verträglich zu gestalten.
Die GRÜNEN unterstützen grundsätzlich die Kompromisssuche. Der langjährige Rechtsstreit und die kontroversen politische Debatte der letzten Jahre hätten der Region nicht weiter geholfen. Ob aber die Ausbaupläne trotz der möglichen Verkleinerung wirtschaftlich zu verantworten sind, da haben die GRÜNEN weiterhin erhebliche Zweifel. "Auch die 3.000-Meter-Variante kostet erhebliche Investitionen und Folgekosten . Geld das die kommunalen Partner des FMO nicht über haben, sondern das uns bei anderen Vorhaben fehlt", sorgt sich Hagedorn.
Angesichts der seit Jahren stagnierenden, zuletzt sogar sinkenden Fluggastzahlen sei verantwortliches wirtschaftliches Handeln gefragt. "Der FMO bliebe auch bei der Kompromiss-Version in der Pflicht, einen belastbaren Wirtschaftsplan für den Ausbau auf den Tisch zu legen. Den gibt es bis heute nicht, für keine der zur Diskussion stehenden Ausbauvarianten", äußern sich die beiden GRÜNEN abschließend skeptisch.
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