BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsfraktion Osnabrück

GRÜNE zu Planungen auf der Sportanlage Schölerberg

Schölerberg: Kunstrasenplatz mitten im Grünen?

06.05.26 –

Die Stadtverwaltung hat Ende April vorgeschlagen, aus dem großen Rasenplatz auf der Sportanlage Schölerberg einen Kunstrasenplatz zu machen. Finanziert werden soll der Umbau in Höhe von knapp einer Million Euro aus den für jegliche Investitionen zur Verfügung stehenden Mitteln des Kommunalinvestitionspakets III des Landes Niedersachsen.

Schulen, Vereine, Grüner Finger: Es gibt noch eine Menge Fragen

Wir sehen das Vorhaben aus unterschiedlichen Gründen kritisch und hatten bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen im Dezember letzten Jahres beschlossen, sämtliche Planungen bis zur Klärung offener Fragen zurückzustellen. Während die Verwaltung die nun als geklärt ansieht, weil es ihr lediglich um die Frage des Standorts auf der Anlage ging, haben wir grundsätzliche Fragen:

Die öffentliche Sportanlage mit dem Rasenplatz und der Laufbahn als Herzstück wird vielfältig von Klein und Groß genutzt. Von Schulen, Sportvereinen, aber auch von vielen Menschen, die dort vereinsungebunden Freizeitsport machen. Aus dem Naturrasen jetzt ein Plastikrasen machen zu wollen, halten wir für nicht nachhaltig durchdacht.

Wie hoch ist der tatsächliche Bedarf? Immerhin wurde kürzlich erst ein Kunstrasenplatz in Sutthausen beschlossen und wenige hundert Meter weiter gibt es bereits einen großen Kunstrasen in Nahne. Welche Sportarten und Vereine sollen jenseits des Fußballs der Vereine SC Schölerberg und SC Portugues künftig auf dem Kunstrasen Platz finden? Naturrasen ist deutlich besser und vielfältiger zu nutzen als Plastikrasen: Wie sieht die künftige Schul- und Freizeitnutzung aus? Welche Planungen gibt es im Sportentwicklungsplan für die Sportanlage Schölerberg? Der Sportplatz liegt im Grünen Finger Schölerberg. Wie verträgt sich das mit dem Umwelt- und Klimaschutz?

Vor-Ort-Gespräch im Mai, Entscheidung Ende Juni

Diese Fragen gilt es bis zu einer Entscheidung im Schul- und Sportausschuss am 25. Juni zu klären. Zudem werden wir uns im Rahmen eines Vor-Ort-Termins mit allen Nutzenden der Sportanlage austauschen. Vielleicht kommen wir dann zu dem Ergebnis, dass es im Sinne aller wäre, ein Teil des Geldes besser in Umkleiden, Toiletten und Funktionsgebäude zu investieren.

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