
24.06.26 –
Wir sprechen uns für eine Weiterentwicklung der öffentlichen Sportanlage am Schölerberg aus.
Die Anlage an der Hanns-Braun-Straße ist ein wichtiger Sport-, Begegnungs- und Naherholungsort für die Menschen im Stadtteil. Wir setzen uns für eine Modernisierung der Sportstätte ein. Dazu gehört für uns neben dem bereits beschlossenen Neubau des Funktionsgebäudes die Sanierung des oberen Tennenplatzes als Multifunktionssportplatz und eine Ausweitung der Nutzungsangebote wie Beachsport, Basketball, Calisthenics oder Fitness- und Gesundheitssport. Die eine Million Euro aus dem Kommunalinvestitionspaket III des Landes sollte dafür genutzt werden. Das würde dann auch zu den Empfehlungen der laufenden Sportentwicklungsplanung passen.
Damit erteilen wir dem Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem bislang noch als vielfältige Sportfläche genutzten Rasenplatz eine Absage. Wir haben stets betont, dass wir das Vorhaben aus Sport- und Umwelt-, aber auch sozialen Gründen kritisch sehen. Deshalb haben wir in den Haushaltsberatungen im Dezember sämtliche Planungen bis zur Klärung offener Fragen zurückgestellt. Unsere Fragen wurden größtenteils beantwortet, unsere Bedenken allerdings bleiben. Das betrifft zum einen den tatsächlichen Bedarf. In Sutthausen entsteht in naher Zukunft ein Kunstrasenplatz, was zu einer deutlichen Entlastung der Belegung des bereits bestehenden Kunstrasenplatzes in Nahne führen wird, der 600 Meter Luftlinie entfernt ist. Zum anderen schränkt die Umwandlung eines Rasen- in einen Kunstrasenplatz die Möglichkeiten sportlicher Aktivität ein. Von den gesundheitlichen Belastungen des Untergrunds und bei Hitze mal ganz abgesehen. Die Anlage dient jedoch allen Sportler:innen, ob klein oder groß, im Verein, beim Schulsport oder als Freizeitaktive. Und nicht zuletzt liegt die Sportanlage im Grünen Finger. Die Bebauung des Rasenplatzes und damit eine Flächenversieglung können wir nicht mittragen.
Vor diesem Hintergrund haben wir SPD und CDU vorgeschlagen, die Fördermittel für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Tennenplatzes im Wald, einschließlich einer besseren Zuwegung einzusetzen. Der obere Platz verkommt zusehends. Bevor er zuwuchert, sollte man ihn für die sportinteressierten Menschen im Stadtteil ertüchtigen. Damit könnte nicht nur das Sportangebot erhöht werden, auch der untere Rasenplatz würde entlastet. Wir bedauern, dass es so aussieht, dass SPD und CDU diesem Vorschlag nicht zustimmen werden.
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