05.06.26 –
Sachverhalt:
Der Wüstensee wurde Mitte der 1970er Jahre als Regenrückhaltebecken zum Zweck der Entwässerung im Stadtteil Wüste angelegt. Im unmittelbaren Umfeld von Kita, Uni-Sportzentrum und dichter Wohnbebauung hat sich er sich als kleiner Bruder des Pappelsees zu einem häufig genutzten Ort der Naherholung für Spaziergänger:innen und Anwohnenden entwickelt. Der Wüstensee dient zudem als Rückzugsort von Tieren und erfüllt an heißen Tagen wichtige klimatische Funktionen.
Allerdings scheint sich der Zustand des Wüstensees als auch die Qualität des Außenbereichs in letzter Zeit sichtbar verschlechtert zu haben.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
In ihrer Mitteilungsvorlage vom 11.06.2026 antworteten die Stadtwerke Osnabrück für die Verwaltung wie folgt:
Zu 1.:
Der Zustand des Wüstensees, des Außenbereichs sowie seine Funktion als Regenrückhaltebecken erfüllen grundsätzlich drei Funktionen, hauptsächlich Entwässerung, dazu kommen die Ökologie und Naherholung. Nach aktuellem Kenntnisstand ist die Funktion des Wüstensees als Regenrückhaltebecken gegeben.
Die Verkehrssicherheit wird regelmäßig durch die SWO-Netz überprüft und ist derzeit gewährleistet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich bei solchen Anlagen auch kurzfristig Unterhaltungsbedarfe ergeben können.
Regenrückhaltebecken, insbesondere in innerstädtischer Lage, reagieren sehr direkt auf witterungsbedingte Einflüsse. Nach längeren Trocken- oder Hitzeperioden kann es zeitweise zu geringeren Sauerstoffgehalten im Wasser kommen. Solche Situationen sind bei dieser Art von Anlagen nicht ungewöhnlich. In den vergangenen Jahren wurde in entsprechenden Fällen vereinzelt durch die SWO-Netz und unterstützend durch die Feuerwehr eine Belüftung vorgenommen, indem Wasser umgepumpt wurde. Unabhängig davon werden alle Nassbecken einmal jährlich auf ihre Wasserqualität untersucht. Die bisherigen Beprobungen haben keine Auffälligkeiten gezeigt.
Zu 2.:
Seit Bestehen des Wüstensees war bislang keine umfassende Entschlammung erforderlich. Sofern sich nicht aus anderen Gründen früher ein entsprechender Bedarf ergibt, ist aus heutiger Sicht eine langfristige Planung zur Entschlammung ab etwa dem Jahr 2030 vorgesehen.
Zu 3.:
Aus Sicht der Entwässerung durch die SWO-Netz ergeben sich derzeit keine eigenen Maßnahmen oder Überlegungen zur Aufwertung des Außenbereichs.
Im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung der Schreberstraße können Anregungen zur Gestaltung des Umfeldes jedoch im Rahmen der üblichen Abstimmungen und Planungen zwischen dem Straßenbau und der SWO-Netz eingebracht und berücksichtigt werden.
Für eine weitergehende Beantwortung der in der Anfrage dargestellten Wahrnehmung einer Verschlechterung des Zustands des Wüstensees wäre dieser näher zu konkretisieren, insbesondere im Hinblick darauf, woran diese Einschätzung festgemacht wird, bzw. welche Kriterien dabei zugrunde gelegt wurden.
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