
03.09.13 –
Angesichts der steigenden Strompreise unterstützen die Osnabrücker GRÜNEN Vorschläge für neue Stromtarife. „Die Kosten für die privaten Haushalte steigen und die Bundesregierung unternimmt nichts. Deswegen müssen wir vor Ort überlegen, was man tun kann", erklären die Vorsitzende des Sozialausschusses, Anke Jacobsen, und der energiepolitische Sprecher, Volker Bajus.
Auf rot-grüne Initiative sei in den vergangenen Jahren die Kooperation zwischen Sozialbehörden und Stadtwerken verbessert worden, um Stromsperren für einkommensschwache Haushalte frühzeitig zu vermeiden, zum Beispiel durch eine Darlehensoption. Die GRÜNEN wollen jetzt noch einen Schritt weiter gehen. „Sinnvoll sind sogenannte Prepaid-Tarife, bei denen der Kunde im Vorfeld ein Stromvolumen erwirbt. So hat er einen besseren Überblick über seinen Verbrauch und gerät gar nicht erst in Gefahr, dass sich Schulden anhäufen", erläutert Bajus. Das funktioniert bei Handys seit Jahren sehr gut und sei in anderen Ländern, wie zum Beispiel Großbritannien, weit verbreitet. "Wenn erst mal ein paar Monate Stromschulden aufgelaufen sind und dann auch noch die Aufhebung einer Stromsperre zu bezahlen ist, sind die meisten finanziell überfordert. Das kann mit diesem Modell nicht passieren", so Jacobsen.
Sozialtarife mit verbilligtem Strom sehen die GRÜNEN skeptisch. „Kostet viel, bringt wenig. Denn dazu müsste zusätzliche Bürokratie zur Einkommensüberprüfung bei den Stromversorgern aufgebaut werden. Und der Anreiz, Strom zu sparen, würde wegfallen", erläutert Bajus. „Wir würden uns freuen, wenn unsere Stadtwerke in Sachen Prepaid schnellstmöglich vorankommen", so die beiden GRÜNEN-Ratspolitiker abschließend.
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